Tales of Symphonia Chronicles: Test: Lohnenswerte Compilation für JRPG-Fans

Test Matthias Dammes Uwe Hönig
Tales of Symphonia Chronicles im Test.
Quelle: PC Games

Mit Tales of Symphonia Chronicles erschienen die beiden ersten Ableger der Tales of-Reihe, die bisher nur für Gamecube und Wii erhältlich waren, als HD-Remake für die PS3. Wir haben die klassischen japanischen Rollenspiele getestet und erklären, warum sich die Compilation für Fans lohnt.

Tales of Symphonia Chronicles im Test: Wer sich bislang nur mit der PS3 beschäftigt hat, dem dürfte die Tales of Symphonia-Reihe sehr wahrscheinlich entgangen sein. Der Serienerstling ist hierzulande 2004 erschienen und zwar für den Nintendo Gamecube. Die damals ebenfalls veröffentlichte PS2-Umsetzung blieb leider nur den japanischen Zockern vorbehalten. Ähnlich verhält es sich auch mit dem zweiten Teil der Serie Tales of Symphonia: Dawn of the New World, das 2009 für die Wii auf den Markt kam. Eine Umsetzung auf andere Konsolensysteme gab es in den folgenden Jahren leider nicht, doch Bandai Namco hat im Zuge der aktuellen Flut an HD-Remakes auch die Tales of Symphonia-Serie einer Frischzellenkur unterworfen, um die beiden Spiele in einer PS3-Compilation neu zu veröffentlichen.

Beinharte Fans dürfen dabei sogar auf eine Collector's Edition zurückgreifen, die zusätzlich zu den Spielen noch fünf Mini-Figuren von Lloyd, Colette, Emil, Marta und Tenebrae sowie den Original-Soundtrack auf mehreren CDs enthält. Zusätzlich erhaltet ihr noch einen englischen Roman mit einer bislang unveröffentlichten Geschichte, in der die beiden Plots aus den Spielen miteinander verknüpft werden. Die Collector's Edition ist in Europa auf 10.000 Exemplare begrenzt und kostet soweit noch verfügbar rund 120 Euro. Wer sich nur für die Games interessiert, kommt wesentlich billiger davon, denn die Compilation schlägt mit nur etwa 35 Euro zu Buche. Übrigens ist die Chronicles-Edition exklusiv auf der Playstation 3 erhältlich und wird voraussichtlich für kein weiteres System umgesetzt. Rollenspiel-Fans, die die Serie verpasst haben, sollten also jetzt unbedingt zugreifen – eine günstigere Gelegenheit wird es wahrscheinlich kaum geben!

Typisch japanische Anime-Story

Im ersten Teil übernehmt ihr die Rolle von Lloyd, einem frechen Bengel aus dem Dorf Iselia. Bereits nach den ersten paar Minuten im Spiel überschlagen sich die Ereignisse: Lloyds Freundin Colette ist nämlich die Auserwählte der Welterneuerung und muss somit eine uralte Prophezeiung erfüllen. Obwohl Colette diese Mission eigentlich allein erfüllen soll, schließen sich ihr Lloyd und ein paar weitere Freunde an, um der Auserwählten bei dem wichtigen Auftrag unter die Arme zu greifen. Wichtige Story-Happen werden dabei in netten Cutscenes präsentiert, die in englischer (oder wahlweise japanischer) Sprachausgabe vertont sind. Alle weiteren Gespräche im Spiel werden über aufpoppende Textfenster präsentiert, was gelegentlich recht langatmig rüberkommt.
Wie man es von japanischen Rollenspielen gewöhnt ist, ziehen sich selbst unwichtige Konversationen in die Länge und dürften ungeduldige Zocker manchmal ganz schön nerven. Wer sich darauf einlässt, erhält ein zuckersüßes Anime-Abenteuer, das auch heute noch aufgrund eines fortschrittlichen Action-Kampfsystems eine Menge Spaß macht. So dürft ihr mit Schwertkämpfer Lloyd und maximal drei weiteren Kollegen in Echtzeit gegen feindliche Tiere, Soldaten und Fabelwesen antreten. Normale Attacken oder in Deckung gehen werden über simple Controllerkommandos ausgelöst, im späteren Spielverlauf stehen über verschiedene Tastenkombinationen auch noch Spezial- und Gruppenangriffe zur Verfügung. Soweit alles prima, nur technisch hätten sich die Entwickler bei der PS3-Umsetzung ein bisschen mehr Mühe geben können, so wie beim zweiten Spiel der Collection.

Teil 2 ebenfalls mit an Bord!

Das HD-Remake von Dawn of the New World läuft mit 60 Bildern pro Sekunde und bietet hübsche Optik. Die Story schließt mit einer kleinen Lücke von zwei Jahren an das Ende von Tales of Symphonia an, wobei die Geschichte aus der Sicht von zwei neuen Hauptcharakteren erzählt wird: Emil Castagnier und Marta Lualdi begeben sich auf eine Reise, um die katastrophale Veränderung ihrer Welt zu enträtseln. Dabei kreuzen sich sogar die Wege mit Charakteren wie Lloyd oder Colette und dank eines erweiterten Kampfsystems ist es sogar möglich, besiegte Monster einzufangen. Die Kreaturen können gefüttert und weiterentwickelt werden und kommen auf Wunsch in späteren Gefechten als Unterstützung zum Einsatz! Für Rüstungen, Items und Waffen existiert darüber hinaus ein Crafting-System.

Meinung

Wertung zu Tales of Symphonia Chronicles (PS3)

Wertung:

8.1 /10
Pro & Contra
Zwei ausgewachsene RollenspieleRiesenumfang zum günstigen PreisOrdentliche HD-RemakesNiedliche Optik im Anime-StilModernes Action-Kampfsystem
Button-Mashing reicht oft zum Sieg

Bildergalerie

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