Angelina Jolie, Ethan Hawke und Kiefer Sutherland in einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel
Im kanadischen Montreal geht ein Serienkiller um. Er verstümmelt seine männlichen Opfer bis zur Unkenntlichkeit, schneidet ihnen die Hände ab und verbuddelt die Leichen dann irgendwo in der Wildnis. Die beiden Inspektoren Joseph Paquette (Oliver Martinez) und Hugo Leclair (Tchéky Karyo) versuchen vergeblich, das Motiv des brutalen Unbekannten zu ergründen. Eher widerwillig bitten sie schließlich die erfahrene FBI-Profilerin Illeana Scott (Angelina Jolie) um Hilfe.
Scott ist bekannt für ihre äußerst unkonventionellen, aber durchweg effektiven Ermittlungsmethoden. Schnell kommt sie zu der Erkenntnis, dass der Täter das Leben seines jeweiligen Opfers weiterführt. Aber jeder macht mal einen Fehler. Es gibt nämlich einen Augenzeugen: Der junge Galerist James Costa (Ethan Hawke), der nun in höchster Lebensgefahr schwebt.
Sein Durchbruch in der Filmbranche gelang Regisseur D.J. Caruso mit seinem Independent-Streifen "The Salton Sea" (2000), für den er von Kritikern und Publikum viel Lob einheimste. Als Vorlage für "Taking Lives" diente Caruso der Kriminalroman "Der sechste Mann" des bekannten Autors Michael Pye.
Wer sich für die ungewöhnliche Arbeitsweise des Regisseurs interessiert, wird mit den vier kurzweiligen Featurettes unter dem Menüpunkt "DNA-Labor" gut informiert. So finden sich unter "Zeugenaussagen" Interviews mit Cast & Crew und in "Teile eines Puzzles" kommt die Cutterin Anne V. Coates zu Wort.
Einziges unkommentiertes Extra ist der Punkt "Verpatzte Szenen" mit einer Laufzeit von ca. drei Minuten. Einen bitteren Nachgeschmack hat die deutsche Kinofassung. In den USA existiert eine "Unrated Director's Cut"-DVD, die mit einer vier Minuten längeren Laufzeit wesentlich mehr Splatter-Szenen, Erotik und erklärende Sequenzen zu bieten hat. Einige dieser Ausschnitte finden sich unter dem Special Feature "Nicht verwendete Szenen" (ca. 12 Min.).MN
