THX 1138 George Lucas Director's Cut

Test

Ende der 60er stand Hollywood vor dem größten Umbruch seiner Geschichte. Die Studios samt ihren überalterten Belegschaften verloren ihr Gespür für Filme, die das junge Publikum sehen wollte. In dieser Zeit fanden sich die Studenten Francis Ford Coppola und George Lucas zusammen. Gemeinsam schafften sie das, was kaum jemand in ihrem Alter vollbrachte: Als Außenstehende einen Film für ein Hollywood-Studio zu machen.

Heraus kam "THX 1138", die pessimistische Utopie eines totalitären Systems. Durch Drogen beeinflusst, fristen die Menschen ein emotionsloses Dasein unter der Erde. Einer von ihnen ist der Arbeiter THX 1138 (Robert Duvall). Eines Tages öffnet ihm seine Mitbewohnerin LUH 3117 (Maggie McOmie) die Augen. Doch seine Gefühle für sie bleiben dem System nicht verborgen. THX 1138 wird inhaftiert und kennt ab sofort nur noch ein Ziel: raus.

Lucas' Spielfilmdebüt wurde für die DVD von Lowry Digital Images generalüberholt. Bei den Boni lohnen v.a. der Audiokommentar von Lucas und dem Co-Autor/Sounddesigner Walter Murch, die sich auf die Entschlüsselung der Story fokussieren und die sehr guten Dokus "Ein Artefakt aus der Zukunft" (31:10) und "Ein Vermächtnis der Filmemacher: Die frühen Jahre von Zoetrope" (63:38).PK n

Fazit

Film-Check: George Lucas schuf die steril-unterkühlte Parabel eines von der Realität isolierten Makrokosmos, die bereits vor über 30 Jahren Probleme thematisierte, die uns aktuell betreffen.
DVD-Fazit: Ein progressiver wie kryptischer Meilenstein des Neuen Hollywood mit vielen Extras, gutem Bild und schönem Ton. Leider: Keine Untertitel für den Kommentar, kein Booklet, kein Digipak.

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