Synced: Preview zum Free-to-Play-Spiel - In der Shooter-Fabrik vom Band gefallen
Special
Tencents neuer Koop-Shooter verspricht rasante Action mit mächtigen Robo-Begleitern. Wir haben Synced gespielt und verraten euch, warum es bei uns noch überhaupt nicht zünden wollte.
Würde man einer KI sämtliche Trailershows und Gaming-Events der letzten paar Jahre zeigen und ihr befehlen, sie soll basierend auf diesem Material einen trendigen Shooter konzipieren, dann wäre das Ergebnis vermutlich nicht allzu weit von Synced entfernt (ehemals Synced: Off-Planet und nicht zu verwechseln mit dem Strategiespiel Desynced). Der Third-Person-Koop-Shooter vom chinesischen Studio NExT und Tencents Publishing-Label Level Infinite wirkt auf den ersten Blick, als wäre er vollständig in Meetingräumen und Fokusgruppentests entstanden. Es gibt ein postapokalyptisches Sci-Fi-Setting, Loot-Elemente, PvP-Elemente, Roguelite-Elemente, ein Free-to-Play-Modell mit (laut Entwicklerpräsentation nicht nur kosmetischen) Bezahlinhalten und Seasons mit Battle-Pässen. Nicht zu vergessen die spielbaren Helden, die mit verschiedenen Fähigkeitensets und Onelinern in den Kampf ziehen - auf Wunsch natürlich auch in bunten, witzigen oder witzig gemeinten Kostümen.
Mein abgebrühtes Vorurteil zu Synced: Ja, das wird ein Videospiel. Wahrscheinlich eines der Videospiele, die je erschaffen wurden. Das kann man definitiv gespielt haben. Ob man sollte oder sogar muss, steht aber auf einem anderen Blatt. Zum Glück hat mich Level Infinite nach München eingeladen, um Synced ein paar Stunden auszuprobieren, damit es nicht beim Vorurteil bleiben muss!
Zukunfts-Amerika: Alles kaputt, man kennt's
Der Event startete mit einer Entwicklerpräsentation zu Story und Spielverlauf. Beides ist schnell erklärt: Die Welt in Synced, genauer gesagt der US-Bundesstaat Washington, wurde von technologischen Monstern namens Nanos überrannt, die in Form von bekannten Koop-Shooter-Archetypen daherkommen. Es gibt Horden von zombieähnlichem Kanonenfutter und immer wieder eingestreute dicke Brocken, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern.
Die Spielercharaktere heißen hier Runner. Mit schwerer Bewaffnung und einer Spezialfähigkeit pro Held begeben sie sich auf kurze Einsätze in den fünf Zonen der Spielwelt, um besondere Ziele auszuschalten, Ressourcen zu sammeln und ihr Equipment aufzuwerten.
Gestaltet ist Synced als Roguelite mit einem Fokus auf Loot. Vor jedem Einsatz wähle ich einen von (bisher) sechs Runnern, meine Bewaffnung und bis zu vier Perks, die ich in vorherigen Runs gesammelt habe.
Warframe zum Zuschauen
Das namensgebende Feature von Synced ist die Möglichkeit, eins von vier besonders mächtigen Nano-Monstern als Verbündeten mitzunehmen. Da gibt es etwa den Zermalmer, eine Art Tank, den ich Gegnern auf den Hals hetzen kann, um die Aggression von mir abzulenken, oder den Seher, der Gegner für mich markiert. Der Unterdrücker hat eine dicke Kanone dabei und der Wächter mimt Reinhardt aus Overwatch, wenn er beim Zielen ein Schild vor mir aufbaut. Die Nanos werden per Knopfdruck herumkommandiert, danach agieren sie eigenständig. Selbst gespielt werden dürfen sie leider nicht.
Indem ich Missionsziele erfülle und Gegner wegputze, verdiene ich eine Währung, die ich im laufenden Run investiere, um die zuvor gewählten Perks sowie meine Waffen und Nanos aufzuwerten. Wie in einem Battle Royale sind aber auch überall Kisten mit farbig abgestuftem Loot verteilt, sollte mir mein mitgebrachtes Equipment doch nicht zusagen.
Das Ganze erinnert mich extrem an den Outbreak-Modus aus der Zombiesparte von Call of Duty: Black Ops Cold War, allerdings ohne dessen besondere Missionstypen. In allen Runs, die ich gespielt habe, ging es lediglich darum, markierte Ziele zu finden und zu zerstören. Dazwischen werden Upgrades gekauft, Heil-Items und Munition gesammelt, der Rucksack vergrößert und Schutzwesten angezogen.
Habe ich optional noch Mitspieler dabei, muss geklärt werden, wer den Kram gerade am nötigsten hat. Die Nano-Verbündeten können außerdem erst gerufen werden, wenn jeder Spieler sein erstes dickes Monster absorbiert hat - hier ist ebenfalls Absprache nötig, denn diese Gegner können auch von anderen Spielern exekutiert werden.
