Sweet Transit im Early- Access-Check - Seite 2
Special 26,99 €
Sweet Transit ist eine Mischung aus Städtebausimulation und Eisenbahn-Planer, in dem wir unsere eigenen Siedlungen gründen und mit Hilfe der Eisenbahn wichtige Waren produzieren und transportieren. Das Spiel ist jetzt in den Early Access gestartet und wir haben reingeschaut.
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Wir errichten also einen Bahnhof mit zwei Gleisen am Bergwerk, indem wir ein Hauptgebäude aufstellen, zwei Bahnsteige anlegen und diese mit einer Brücke verbinden. Dazwischen verlegen wir die entsprechenden Gleise. Zusätzlich bekommt der Bahnhof ein Kohlelager, aus dem sich die dort haltenden Züge mit neuem Brennstoff versorgen können. Ähnliche Bahnhöfe bauen wir dann natürlich auch in unserer Siedlung und am Zentrallager. Bei der Verbindung dieser Orte mit Gleisen gilt es nun etwas Wichtiges zu beachten. Die Züge in Sweet Transit (jetzt kaufen 26,99 € ) können nicht auf magische Weise wenden, wie es vielen anderen vergleichbaren Spielen der Fall ist. Das mag zwar realistisch sein, stellt uns planerisch aber vor ein paar Probleme.
Eine Lösung ist es, an den Endpunkten jeder Linie Wendeschleifen zu bauen, damit der Zug umdrehen kann. Das kostet jedoch sehr viel Platz und führt rasch zu einem Wildwuchs von diversen Kringeln an jedem Bahnhof. Die Alternative ist, jeden Zug am Anfang und am Ende mit einer Lokomotive auszustatten, damit er in beide Richtungen fahren kann. Das macht das gesamte Gespann natürlich länger, was bei der Konstruktion der Bahnhöfe bedacht werden muss. Damit die Züge störungsfrei in beide Richtungen auf einem Gleis operieren können, bauen wir noch entsprechende Signalanlagen. Diese dienen zudem dazu, die Strecke in Blöcke einzuteilen, was mehrfach Belegungen, Kreuzungen und Weichen ermöglicht, ohne dass sich die Züge gegenseitig behindern.
Mangelnde Transparenz
Nach ähnlichem Muster wie für die Kohleversorgung bauen wir weitere Industrien auf. Sägewerke versorgen uns mit wichtigem Bauholz, Kartoffelfarmen sorgen für Abwechslung auf den Tellern unserer Einwohner und Steinbrüche produzieren den Rohstoff für unsere Steinmetze. Da wir für diese industrielle Expansion immer mehr Arbeiter benötigen, wächst parallel zu unserem Schienennetz auch unsere Bevölkerung. Dadurch schalten wir weitere Gebäude frei, die uns wiederum zu weiteren Umbauten und Expansionen ermuntern. Dieser typische Loop von Aufbauspielen funktioniert hier bereits relativ gut. Die Probleme von Sweet Transit sehen wir dagegen an anderen Stellen.
Quelle: PC Games
Sweet Transit: Early-Access-Check des Indie-Eisenbahn-Aufbauspiels (3)
So wirkt die Präsentation teilweise doch recht trocken und steif. Das Spiel ist jetzt nicht wirklich hässlich, reißt aber auch keine Bäume aus. Für Schönbauer ist das Spiel in jedem Fall nichts. Dazu ist das auf Kacheln basierende Bausystem viel zu beschränkt. Das bislang größte Problem sehen wir allerdings bei Benutzerinterface. Das Spiel geizt nicht gerade mit Menüs, in denen es aber oftmals gar nicht so einfach ist, die richtigen Informationen zu finden. Klickt man etwa einen Zug an, erfährt man nicht auf einen Blick, wie viele Güter dieser geladen hat. Stattdessen müssen wir jeden Waggon einzeln durchklicken, um uns dessen Füllstand anzuschauen. Zusammenrechnen dürfen wir das dann selbst.
Auch Informationen über die Produktionsbilanz sind für viele Rohstoffe nur verstreut zu finden. Während wir im Dorfzentrum klar aufgeschlüsselt bekommen, wie viel Fisch wir produzieren und verbrauchen, funktioniert das für Kartoffeln im gleichen Fenster nicht mehr, da diese von außerhalb mit Zügen angekarrt werden. Hier darf also gerne noch eine vernünftige Überarbeitung in das Interface fließen. Beim Umfang ist bis zum finalen Release auch noch ein wenig Luft nach oben. Bisher enthält das Spiel ein paar Tutorialmissionen, eine vorgegebene Karte mit ein wenig vorgebauter Infrastruktur sowie der Möglichkeit auf zufällig generierten Karten zu spielen. Ein paar Szenarios mit vorgegebenen Ausgangslagen und speziellen Missionszielen, die sich vom üblichen Aufbauloop unterscheiden, wären nicht schlecht.
Meinung
Sweet Transit wird von Ernestas Norvaišas entwickelt und von Team 17 vertrieben. Das Spiel ist auf Steam seit dem 28. Juli 2022 im Early-Access zum Preis von rund 22 Euro erhältlich. Zusätzlich steht der Soundtrack zum Preis von fünf Euro zum Kauf bereit. Der vollwertige Release ist derzeit für Mitte 2023 geplant.
