Sushi Striker: The Way of Sushido im Test für Nintendo Switch

Test Viktor Eippert
Sushi Striker: The Way of Sushido im Test für Nintendo Switch
Quelle: Nintendo

Ursprünglich als reines 3DS-Spiel begonnen, erscheint Sushi Striker: The Way of Sushido am 8. Juni 2018 für Nintendo Switch und 3DS. In diesem charmanten Action-Puzzler von Nintendo und Indiezero wird nicht nur fleißig mit dem Essen gespielt, es wird sogar erbittert damit gekämpft. Warum das echt Spaß macht und wieso die Steuerung nicht das gelbe vom Ei ist, verraten wir euch in unserem Test.

In der Welt von Sushi Striker: The Way of Sushido (jetzt kaufen 21,00 € ) ist Sushi nicht einfach nur eine bloße Speise. Nein, nein, nein, die Happen aus Fisch oder Gemüse und Reis sind das mit Abstand Leckerste, was man sich vorstellen kann, und sind ein Geschenk der heiligen Sushi-Geister. Die Menschen sind sogar so verrückt danach, dass Kriege um die Hoheit über das Sushi ausbrechen. Während das übermächtige Imperium alles Sushi für sich haben will, kämpft die Widerstandsbewegung der unterdrückten Republik darum, den Genuss von Sushi allen Menschen auf der Welt zu ermöglichen. In diesem Setting übernehmt ihr den angehenden Sushi Striker Musashi (wahlweise auch als Mädel), der nach seiner ersten Sushi-Kostprobe auch ganz hin und weg ist und sich gegen das Imperium stellt, damit wirklich jeder diesen unglaublichen Genuss erleben kann.
Die Begegnungen mit Musashis Widersachern sind witzig gemacht und setzen auf eine Over-the-top-Inszenierung und gelegentlichen Slapstick-Humor. Quelle: PC Games Die Begegnungen mit Musashis Widersachern sind witzig gemacht und setzen auf eine Over-the-top-Inszenierung und gelegentlichen Slapstick-Humor.
Inhaltlich ist die Rahmenhandlung von Sushi Striker so überschaubar wie nur möglich und überraschend ist deren Verlauf auch kein Stück. Dank der mitunter bis ins Lächerliche überzeichneten Charaktere und der dazugehörigen Gags sowie der schicken Anime-Zwischensequenzen an wichtigen Schlüsselszenen bietet die Story aber dennoch einen gewissen Unterhaltungswert. Doch die Handlung der über 200 Levels umfangreichen Kampagne ist sowieso nur nettes Beiwerk zum süchtig machenden Puzzle-Gameplay mit leichtem Rollenspielanstrich.

Sushi Striker im Test: Sushi am laufenden Band

Ausgefochten werden die Auseinandersetzungen in diesem heiteren Spiel für Switch und 3DS (wir erhielten vor Release lediglich die Switch-Fassung von Nintendo zum Testen) in Sushi-Duellen zwischen zwei Sushi Strikern. Dabei könnte das grundlegende Spielprinzip wie in allen guten Puzzle-Spielen nicht einfacher sein: Um zu gewinnen, müssen beide Striker schnellstmöglich Sushi futtern, um so möglichst hohe Stapel mit leeren Tellern aufzubauen und diese dann ihrem Gegenüber an den Latz zu werfen, bis der keine Lebenspunkte mehr hat. Das Sushi fährt auf je drei Laufbändern pro Spieler über den Bildschirm, wobei ein siebtes Band in der Mitte für beide zugänglich ist. Um einen Tellerstapel zu erzeugen, müsst ihr Teller der gleichen Farbe (diese gibt die Güte und somit Schadensstärke an) miteinander kombinieren, wobei ihr nicht über andersfarbige Sushi-Tellerchen springen dürft. Es geht also darum, geschickt zwischen den Bändern hin und her zu wechseln, um innerhalb von ein paar Sekunden eine möglichst lange Kette zu erzeugen. Habt ihr eine Sushi-Kette begonnen, werden weitere kombinierbare Teller für eine bessere Übersicht heller dargestellt. Quelle: PC Games Habt ihr eine Sushi-Kette begonnen, werden weitere kombinierbare Teller für eine bessere Übersicht heller dargestellt.

Sushi Striker Review: Schmackhafte Kämpfe

Doch natürlich kommen noch viele weitere Mechaniken und Kniffe hinzu, die dem simplen Grundprinzip erstaunlich viel Tiefgang verleihen. Da wären Sushi-Festivals, die ihr aufladen müsst und die dann kurzzeitig die Güte eures Sushis steigern, eure Bänder beschleunigen und euren Schaden verstärken. Oder Regenbogenteller, die ihr durch Ketten mit sieben oder mehr Tellern erzeugt und die mit jeglicher Farbe kombinierbar sind. Oder Spezial-Items wie Bomben, die zusätzlichen Schwung in die Matches bringen. Oder die Wahl eines Bänder-Zahnrädchens (wirkt sich auf die Beschleunigung der Bänder aus) sowie eines Lieblingsessens (verschafft euch einen passiven Bonus). Auch das Werfen der Teller will gelernt sein, da es verschiedenste Möglichkeiten gibt, den Schaden zu verstärken. Wirft man etwa Tellerstapel der gleichen Farbe hintereinander, wird ein Combo-Bonus aufgeschlagen. Ein weiterer Multiplikator kommt hinzu, wenn zusätzlich zur gleichen Farbe Teller verbunden werden, auf denen die gleiche Sorte Sushi liegt.

Sushi Striker Test: Vielseitiges Angebot

Den meisten Spielraum bei eurer Taktikgestaltung gewährt euch die Zusammenstellung eures dreiköpfigen Sushi-Geister-Teams. Ähnlich wie in Pokémon sammelt ihr die knapp 50 verschiedenen Helfer im Spielverlauf und entwickelt sie mit zunehmenden Erfahrungspunkten weiter - inklusive der Verwandlung in neue, stärkere Formen. Im Verlauf des Spiels sammelt ihr verschiedene Sushi-Geister, die euch einzigartige Spezialfähigkeiten gewähren. Die Team-Zusammenstellung ist daher sehr wichtig. Quelle: PC Games Im Verlauf des Spiels sammelt ihr verschiedene Sushi-Geister, die euch einzigartige Spezialfähigkeiten gewähren. Die Team-Zusammenstellung ist daher sehr wichtig. Nicht nur bestimmen die Geister, welches Sushi auf euren Bändern landet, jeder Geist gewährt euch einen einzigartigen Zauber. Diese Spezialfähigkeiten sind die Würze im Sushi-Duell, da sie kurzzeitig sehr mächtige Vorteile bringen und mitunter sogar die Spielregeln ändern. Von Schilden, Schadensboostern und anderen Modifikatoren über Zauber, die sich auf das Sushi auswirken, bis hin zu fiesen Sabotage-Aktionen, die euer Gegenüber zum Schwitzen bringen, wird eine reichhaltige Auswahl für jeden Spielertypen geboten.

Sushi Striker Test: Unausgegorene Steuerung

Für Kopfzerbrechen sorgt leider immer wieder die nicht ganz sauber umgesetzte Steuerung. Bedient ihr das Spiel mit dem Controller, wählt ihr mit dem linken Stick das gewünschte Sushi aus, mit dem die Kette losgehen soll und schiebt die Teller durch Halten des A-Knopfes ebenfalls mit dem Stick dann übereinander. Dummerweise ist die Auswahl des Sushis furchtbar ungenau, weshalb man in der Hektik des Gefechts unnötig oft den falschen Teller erwischt oder wertvolle Zeit mit dem Zielen verliert. Dieses Problem kann man im Handheld-Modus mit der Touchscreen-Steuerung zwar umgehen, doch ideal ist das ebenfalls nicht, da man mit dem Finger einen Teil der Spielfläche verdeckt und dadurch die Übersicht leidet. Zwar hat uns die fummelige Steuerung nie den Sieg gekostet, doch oft genug verpassten wir deswegen eine geniale Kette oder eine nützliche Combo.

Bildergalerie

Wer über die Steuerungs-Macken hinwegsehen kann und kein Problem mit einer Anime-Aufmachung und teils albernem Humor hat, bekommt mit Sushi Striker einen interessanten Puzzler geboten, der zusätzlich zu seiner etwa 12-stündigen Kampagne mit Geheimlevels, einem Knobelmodus, Highscore-Jagd, Herausforderungen in jedem Level sowie einem spaßigen Mehrspieler-Modus (online, lokal und an einem Gerät) viel zu bieten hat. Sushi Striker: The Way of Sushido ist ab dem 8. Juni 2018 für Nintendo Switch und 3DS erhältlich. In diesem Sinne: Wohl bekomms!

Wertung zu Sushi Striker: The Way of Sushido (NSW)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Das Spielsystem ist grundlegend leicht zu erlernen, bietet aber gleichzeitig reichlich KomplexitätViele Möglichkeiten zur TaktikgestaltungZahlreiche Sushi-Geister mit verschiedenen ZaubernCharmante AufmachungVerrückte Charaktere, viel (Wort-)WitzGeheimabschnitte und HerausforderungenZusätzliche Gebiete nach Abschluss der Handlung
Unausgegorene Steuerung sorgt manchmal für FrustVorhersehbare HandlungMitunter arg alberne StoryszenenMehrspieler-Modi müssen erst freigreschaltet werden
Fazit

Spaßiger, heiterer Puzzler mit cleverem und schön strategischem Spielkonzept

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