Super Smash Bros. Ultimate: Kämpferin Min Min und die neuen Inhalte im DLC-Test
Test
1,5 Meter Mindestabstand sind für sie kein Problem: ARMS-Kämpferin Min Min mischt das Smash-Kämpferfeld auf und beweist auch aus der Distanz, dass sie es richtig draufhat! In unserem DLC-Test zum inzwischen sechsten Zusatzkämpfer im Nintendo-Prügler sowie zu den sonstigen neuen Inhalten sagen wir, ob sich die Anschaffung lohnt.
Hurra, hurra, Super Smash Bros. Ultimate ist wieder da und zwar mit dem ersten neuen Kämpfer des zweiten Fighters Pass. Es darf geschlürft werden, denn Ramen-Liebhaberin Min Min aus dem Prügelspiel ARMS betritt die heiligen Hallen der Ohrfeigenorgien. ARMS ist bestimmt nicht die kreativste Spielereihe, die man für den zweiten DLC-Schwung hätte wählen können, wohl aber eine logische Konsequenz; schon im ersten Fighters Pass und davor in der Grundauswahl waren viele Spieler von der völligen Abwesenheit eines Repräsentanten der noch jungen Nintendoreihe überrascht.
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Aber was kann Min Min, abgesehen davon, eine Schüssel mit Ramen so auf dem Kopf zu tragen, dass es überraschend stylisch aussieht? Nun, spielerisch bringt sie bewährte Qualitäten inklusive kleiner Twists mit sich, die sie zwar zu einem nicht allzu kreativen, aber sehr versatilen Neuzugang machen.
Min Min versteht sich auf Nahkampf der etwas anderen Art, denn sie verfügt zwar über starke Fäuste und keine Fernangriffe, im direkten Kontakt hat sie aber ebenso wenig Chancen. Am effektivsten ist sie mit einigen Metern Abstand - nahe genug, dass ihre ausfahrbaren Arme ihre Widersacher erreichen, nicht zu nahe, dass ihre schwach ausgeprägte Defensive ins Gewicht fällt.
Quelle: PC Games
Das Spring-Stadion ist eine vom Aufbau her recht klassische Stage. Die Katapulte sowie die Struktur oben, von der man abprallen kann, stellen die Highlights dar.
Aus der Ferne schlägt sie zu, packt und schleudert Feinde, und wechselt mit B-Unten zwischen drei verschiedenen Aufsätzen an ihrem linken Arm. Dabei habt ihr die Wahl zwischen einem sehr schnellen, aber schwachen Bumerang, einer stählernen, durchschlagskräftigen, aber langsamen Elektrowaffe und einem zweiten Exemplar ihres Standardaufsatzes am rechten Arm, ein Laser-speiender Drachenkopf. Mit dem Analogstick können wir den Winkel unseres "abgefeuerten" Armes leicht verändern und dann etwa mit Boden-Bande ganz besonders ausgefuchst zuschlagen. Cool: Min Min kann mit beiden Armen auf einmal in zwei Richtungen angreifen, auch in der Luft. Für ihren Ultra Smash ruft sie die anderen ARMS-Recken für eine Tracht Koop-Prügel an ihre Seite.
Brothers in ARMS
Quelle: PC Games
Min Mins Route im klassischen Modus führt sie gegen Figuren mit besonders starken oder schussfähigen Armen in die Schlacht.
Die neue Stage namens Spring-Stadion ist wie Min Min selbst eine nicht sonderlich herausstechende, aber gelungene Bereicherung. Die Arena ist größtenteils flach, mit einer einzelnen Plattform in der Mitte und nicht durchgehend nutzbaren Trampolinen an drei Stellen, die uns gewaltig in die Höhe katapultieren und uns diesen Umstand taktisch nutzen lassen. Die bogenförmige Konstruktion über der Stage sieht aus wie ein Teil des Levelhintergrunds, ist aber tatsächlich interaktiv: Von hier können weggeschleuderte Figuren abprallen und dadurch unter Umständen vor einem scheinbar sicheren K.O. bewahrt werden. Wirklich bewusst einsetzen lässt sich dieses Levelelement aber nicht. Untermalt wird das Kampfgeschehen von allerlei Liedern aus der Vorlage, plus einer Handvoll neuer Smash-Interpretationen.
Smash. Smash bleibt immer gleich.
Neu mit dabei ist - wie bei den bisherigen DLCs auch - zudem eine Route für Min Min im klassischen Modus, hier tritt sie gegen Feinde mit besonders starken Armen an. Außerdem gibt's ein neues DLC-Geisterboard, auf dem wenig überraschend diverse Kämpfer aus ARMS darauf warten, bezwungen zu werden - wie üblich charmant repräsentiert durch Figuren aus dem Ultimate-Raster. Und zu guter Letzt wartet auf die, die bereit sind, zusätzlich zum Preis für den Season Pass beziehungsweise für den einzelnen DLC-Kämpfer noch ein paar Euro in die Hand zu nehmen, wie üblich eine Handvoll frischer Kostüme für die Mii-Fighters. Für nicht ganz einen Euro pro Kostüm können wir dann als putzige Versionen von Ninjala (ARMS), Heihachi Michima (Tekken), Aioli und Limone (Splatoon 2) und, wohl am spannendsten, Vault Boy aus der Fallout-Reihe unser Smash-Talent beweisen. Eine schöne Auswahl, schade bloß, dass bei keinem der Kostüme ein Lied mit dabei ist, wie es bei Sans (Undertale) und Cuphead der Fall war. Alles in allem liefert Nintendo mit dem neuen DLC-Pack 6 und dem damit einhergehenden Update 8.0 gute, wenn auch nicht revolutionäre Arbeit ab.
