Super Smash Bros. Ultimate: Kurz vor Release - wir konnten Story-Modus, Geister-Kämpfe und mehr ausprobieren! Plus Gameplay-Videos!

Special Lukas Schmid
Super Smash Bros. Ultimate: Kurz vor Release - wir konnten Story-Modus, Geister-Kämpfe und mehr ausprobieren! Plus Gameplay-Videos!
Quelle: Nintendo

Vorschau zu Super Smash Bros. Ultimate: Wir haben Multiplayermatches bestritten, wir haben Geister gesammelt und uns vor allem das erste Mal an der Kampagne des Spiels mit dem Namen "Stern der irrenden Lichter" versucht: Super Smash Bros. Ultimate verspricht, durch diese und andere interessante Inhalte und Unmengen an Videospiel-Nostalgie nicht nur Prügel-Fans zu begeistern. Unsere letzte Preview vor dem Test zum wichtigsten Nintendo-Switch-Spiel des Jahres - inklusive Gameplay-Videos!

Was ursprünglich als kleines Herzensprojekt für das N64 anfing, welches eine ausgewählte Anzahl von Nintendo-Helden in bunten 2D-Matches gegeneinander antreten ließ, entwickelte sich über die Jahre hinweg zu einer von Nintendos wichtigsten Marken: Super Smash Bros.

Mit jedem neuen Teil wurden dem Crossover-Reigen neue Helden hinzugefügt, stieg die Menge an Modi, Stages und generell Inhalten an; das ultimative Nostalgie-Paket für alle, die irgendetwas mit Nintendo anfangen können und seitdem seit Brawl auch Gaststars den Ring betreten dürfen, sogar noch für eine deutlich größere Zielgruppe.Nun steht mit Super Smash Bros. Ultimate (jetzt kaufen 56,90 € ) der sechste Teil der Reihe vor der Tür und treibt mit allen jemals in der Serie enthaltenen Recken plus neuen Kämpfern, zig Stages, Unmengen an Musikstücken und, und, und den Prügel-Wahnsinn endgültig durch die Decke. Kurz vor dem Release durften wir nun in einer augenscheinlich so gut wie finalen Fassung des Spiels ran und mehrere Stunden spielen.

74 mal auf die Fresse

Die Oberweltkarte im Story-Modus ist nicht sonderlich interaktiv, aber wunderhübsch gestaltet. Quelle: PC Games Die Oberweltkarte im Story-Modus ist nicht sonderlich interaktiv, aber wunderhübsch gestaltet. Dass die Mehrspielermatches des Titels genauso viel Spaß machen wie eh und je, davon konnten wir uns bereits bei mehreren Anspielmöglichkeiten überzeugen. Diesmal durften wir endlich mit der vollständigen, 74 Figuren umfassenden Kämpferauswahl auf sämtlichen Welten ran und waren davon genauso angetan wie zuvor. Neuzugänge wie Ryu, King K. Rool oder Melinda spielen sich sehr gut, während alte Recken wie Link designtechnisch und auch spielerisch angepasst wurden, um einerseits Unterschiede zwischen den Kämpfern zu unterstreichen, und andererseits, um die verschiedenen Titel der diversen Serien gebührend abzubilden. Während etwa Links Modell aus Breath of the Wild stammt, entspringt jenes von Junger Link Majora's Mask, das von Toon Link Wind Waker, jenes von Zelda A Link Between Worlds und die von Ganondorf und Sheik aus Ocarina of Time. Wir haben - ohne das vor Release und mit genug Kampferfahrung definitiv feststellen zu können - das Gefühl, dass das Balancing der Figuren diesmal noch besser gelungen ist als im in dieser Hinsicht bereits sehr ausgeglichenen Super Smash Bros. für Wii U.

Der Klassiker unter den Modi

Manche der Herausforderungen, mit denen man die Geister freischaltet, sind wirklich ausgesprochen schwer. Quelle: PC Games Manche der Herausforderungen, mit denen man die Geister freischaltet, sind wirklich ausgesprochen schwer. Allerdings: was uns diesmal noch mehr interessierte, waren die Einzelspielermodi, in denen wir ran durften. All-Star blieb noch außen vor, dafür stürzten wir uns mit mehreren Kämpfern in den Klassischen Modus. Dort erwartet uns eine fest vorgegebene Abfolge von Auseinandersetzungen, die jedoch von Figur zu Figur unterschiedlich ist und welche die jeweiligen Eigenschaften des gewählten Recken unterstreicht. Als Wolf etwa erwarten uns primär sehr schnelle Kontrahenten, als Duck-Hunt-Duo stellen sich uns tierische Widersacher in den Weg. Die Schwierigkeit legen wir selbst fest - wir stellen den Wert zwischen 1.0 und 5.0 ein, daraufhin steigt er im Laufe der Kämpfe auf 5.0 bis maximal 10 an. Je schwerer, desto mehr Belohnungen gibts - dazu gleich mehr. Nach Abschluss der jeweils acht Stages erwartet uns zudem wie in den Vorgängern ein interaktiver Abspann, den wir an dieser Stelle aber nicht spoilern wollen. Die Bosskämpfe sind toll gestaltet und stellen, je nach Schwierigkeitsgrad, eine ganz schöne Herausforderung dar. Quelle: PC Games Die Bosskämpfe sind toll gestaltet und stellen, je nach Schwierigkeitsgrad, eine ganz schöne Herausforderung dar. Überraschend: Anders als in den bisherigen Spielen ist der letzte Boss nicht automatisch die Meisterhand - stattdessen stellt ein thematisch halbwegs passender Obermotz die finale Herausforderung dar. Das kann der Super Smash Bros.-Alumni sein, muss er aber eben nicht. Durchaus ein Bruch mit der Tradition, da die Meisterhand aber generell sehr präsent im Spiel ist, zu verkraften. Mehr stört uns da schon, dass der Target Smash, bei dem wir so schnell wie möglich zehn Zielscheiben zerstören müssen, offenbar gestrichen wurde. Als Bonusstage wartet nun nur noch ein Lauflevel im Klassischen Modus auf uns, in dem wir vor einer uns folgenden, alles zerstörenden Masse fliehen müssen. Schade. Ebenso, dass offenbar auch der aus dem Menü anwählbare Homerun Contest diesmal nicht mit an Bord ist, in dem wir in den Vorgängern mit einem Baseballschläger einen Sandsack so weit wie möglich durch die Gegend pfeffern mussten.

Geistreiche Neuerung

Den Target Smash gibt es nicht mehr. Stattdessen erwartet uns ein Lauflevel, wie man es aus manchen der Vorgänger so ähnlich kennt. Quelle: PC Games Den Target Smash gibt es nicht mehr. Stattdessen erwartet uns ein Lauflevel, wie man es aus manchen der Vorgänger so ähnlich kennt. Neu mit dabei ist dafür der Geister-Modus. Bei Geistern handelt es sich um Artworks aus einer Vielzahl von Videospielen, welche die Trophäen aus den früheren Spielen ersetzten. Das ist einerseits schade, da sie natürlich nicht so beeindruckend anzusehen sind, bringen dafür aber mehr spielerischen Sinn mit sich. Wir nutzen sie, um unseren Helden besondere Fähigkeiten zu verleihen oder ihre Statuswerte zu beeinflussen, ähnlich wie die Sticker aus Brawl. Mehr noch, die Helferlein können sogar aufgelevelt werden! Um sie zu erhalten, kaufen wir sie entweder im spielinternen Shop, sammeln sie auf oder erhalten sie in speziellen Geister-Matches.

Cool: Diese funktionieren sehr ähnlich wie die Event-Matches aus Melee, das heißt also, wir müssen Kämpfe mit besonderen Voraussetzungen und teilweise unter erschwerten Bedingungen gewinnen. So, wie es aussieht, wird es eine riesige Menge davon geben! Anstatt einer fixen Reihenfolge wechseln die verfügbaren Matches übrigens alle paar Minuten durch. Das Geister-System ist noch wesentlich komplexer, als es hier scheint. Wer Lust darauf hat, kann in diesem Modus also jede Menge Zeit verbringen.

Stell dir vor es geht das Licht aus

Im Klassischen Modus erwarten die Kämpfer auf sie angepasste Herausforderungen. Quelle: PC Games Im Klassischen Modus erwarten die Kämpfer auf sie angepasste Herausforderungen. Die Geister können wir auch im vielleicht relevantesten der neuen Modi benutzen: Der Story-Kampagne Stern der irrenden Lichter. Die aufwendigen CGI-Zwischensequenzen aus dem Subraum Emissär aus Brawl kehren darin zurück, diesmal erwartet uns aber keine frei begehbare 2D-Welt, sondern eine Weltkarte, auf der wir auf vorgegebenen Pfaden unzählige Punkte abgrasen. Springlevel wird es diesmal nicht geben, stattdessen spezielle Kämpfe, die an jene aus den Geister-Herausforderungen erinnern. Außerdem: Bosse! Zu Gesicht bekommen haben wir hier unter anderem schon Meisterhand sowie den neuen finalen Obermotz Galeem, selber antreten durften wir (entweder hier oder im Klassischen Modus) schon gegen Rathalos aus Monster Hunter und Galleom aus Super Smash Bros. Brawl.
Um die Karte vollends zu erforschen, müssen wir zudem erst alle Kämpfer sowie zahlreiche Geister aus Galeems Gefangenschaft befreien. Zu Beginn sind wir nämlich ausschließlich mit Kirby unterwegs. Überhaupt wirkt die Handlung, obwohl sie bestimmt nicht sonderlich tiefgründig sein wird, bis dato geradezu bombastisch präsentiert! Schön: Die Spielfiguren verfügen sogar über Sprachausgabe und eine extrem ohrwurmverdächtige Version des Super Smash Bros. Ultimate-Hauptthemas mit gesungenem Text sorgt zusätzlich für Stimmung. Auch hier steckt mehr Komplexität drin, als man denkt. So können wir uns etwa um einen simplen Skill Tree kümmern, uns vor Gefechten ein perfektes Set aus Geistern zusammenstellen und müssen an Weggabelungen strategisch überlegen, welchen Pfad wir wählen - die anderen sind uns danach zumindest vorrübergehend versperrt.

Ultimativ mit kleinen Einschränkungen

Je nach gewählter Spielart gilt es, die Lebenspunkte der Feinde auf Null zu bringen oder sie von der Stage zu befördern. Quelle: PC Games Je nach gewählter Spielart gilt es, die Lebenspunkte der Feinde auf Null zu bringen oder sie von der Stage zu befördern. Tatsächlich fühlte sich all das beim Anspielen sehr vertraut an, auch in den neuen Modi ist man schnell drin. Wir konnten beim Anspielen nur an der Oberfläche kratzen, aber schon da wird klar: Super Smash Bros. Ultimate wird ein richtiges Brett! Sogar reine Solisten dürften hier viele dutzende Stunden beschäftigt sein, Mehrspielerfreunde können sich schon einmal die nächsten Jahre Urlaub nehmen. Schade, dass einige liebgewonnene Elemente wie Trophäen, Target Smash oder der Homerun-Contest auf der Strecke geblieben sind. Dennoch haben die Entwickler hier so viel reingesteckt, dass das "Ultimate" im Titel kein leeres Versprechen ist.

Freut ihr euch schon auf Super Smash Bros. Ultimate? Oder könnt ihr damit nichts anfangen? Diskutiert in den Kommentaren!

Übrigens. Hört doch auch mal rein in die Folge zu Super Smash Bros. Ultimate von Der Nintendo-Podcast!

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