Super Smash Bros. Ultimate E3-Vorschau: Nintendo lädt zur Prügelparty – und alle sind dabei!

Special Lukas Schmid
Super Smash Bros. Ultimate E3-Vorschau: Nintendo lädt zur Prügelparty – und alle sind dabei!
Quelle: Nintendo

Angespielt-Vorschau zu Super Smash Bros. Ultimate: Wer ist da? Alle! Und zwar ausnahmslos - in Super Smash Bros. Ultimate vereint Nintendo wirklich alle Kämpfer, die jemals einen Auftritt in der Reihe hatten und schickt auch noch ein paar neue in den Ring. Aber hat der Prügler auch spielerisch etwas zu bieten? Davon konnten wir uns bei einem Hands-on im Rahmen der E3 selbst überzeugen.

Es ist ja immer so eine Sache mit Partys. Man lädt viele Leute ein, geht aber davon aus, dass zumindest eine Handvoll davon ohnehin absagt oder einfach nicht auftaucht. So waren die Wochen und Monate seit der Enthüllung der neuen Super Smash Bros.-Prügelsause für Switch auch davon geprägt, darüber zu diskutieren, welche neuen Recken es in das Spiel schaffen, welche diesmal nicht dabei sein und welche vielleicht nach einer Pause wieder am Start sein würden.

Nun, diese Feier ist eine Ausnahme denn ausnahmslos alle geladenen Gäste haben ihre Teilnahme bestätigt. Und nun Schluss mit dem holprigen Vergleich und ganz klipp und klar: Die Kämpferriege von Super Smash Bros. Ultimate (jetzt kaufen 56,90 € ), wie der Switch-Prügler heißen wird, folgt dem Titel des Spiels und umfasst ausnahmslos jede Figur, die in den bisherigen fünf Serienteilen einen Auftritt hatte. Ultimativ eben!

Viele, viele fliegende Fäuste

Wir könnten jetzt alle 65 bestätigten Kämpfer aufzählen, würden damit aber wohl den Platz des Internets sprengen. Außerdem wäre die Liste nicht nicht einmal komplett. Neben den normalen Figuren gibt es nämlich auch eine neue Kategorie namens Echo Fighters. Bei diesen handelt es sich um Kämpfer, die zwar anders aussehen, spielerisch aber zu 99% auf einer anderen Figur basieren. Das ist bei den bestehenden Figuren etwa Dark Pit, der nun eine Alternativform von Pit ist und nicht zu den 65 Recken dazugezählt wird, aber auch neue Prügler wie Daisy, die mit eigener Stimme und eigenem Design, aber der Steuerung von Prinzessin Peach in den Kampf zieht.

Das war aber noch nicht alles. Zusätzlich dazu verfügt ausnahmslos jeder Fighter über eine Plethora an Alternativkostümen, die streng betrachtet nach demselben Prinzip wie die Echo-Kämpfer funktionieren und etwa Hyrule-Held Link als Oni-Link aus Majoras Mask, Samus Aran in ihrem Suit aus Metroid Fusion oder Pikachu als Knudel-Wrestler Pikachu Libre antreten lassen. Oh, und auch, wenn die Entwickler sagen, dass man sich aufgrund der schieren Fülle an Kämpfern nicht auf zu viele Neuankündigungen einstellen soll, ist zumindest mit einer handvoll Neuzugängen zu rechnen. Die Inklinge aus Splatoon und Metroid-Antagonist Ridley etwa wurden ja schon während der Enthüllung des Spiels respektive im Rahmen der E3 vorgestellt.

Tausende kleine Verbesserungen

Die Inklinge aus Splatoon zählen zu den komplett neuen Kämpfern und setzen natürlich auf ihre Tintenfähigkeiten im Kampf. Quelle: Nintendo Die Inklinge aus Splatoon zählen zu den komplett neuen Kämpfern und setzen natürlich auf ihre Tintenfähigkeiten im Kampf. Weiterhin werden die bekannten Heroen auch nicht 1:1 ins Spiel importiert. Nein, absolut jeder von ihnen kommt mit kleinen Anpassungen daher, manche designtechnisch, andere spielerisch. Link etwa sieht jetzt so aus, wie man ihn aus Breath of the Wild gewohnt ist, Prinzessin Zelda hingegen entspricht dem, was man aus A Link Between Worlds kennt. Auf Gameplay-Seite wurden so gut wie alle Ultra Smashes angepasst - (besonders starke und beeindruckend inszenierte Attacken, die wir mittels eines speziellen Items auslösen), damit sie besser gebalanced sind. Ein guter Schritt - in der Vergangenheit waren manche der Ultra Smashes extrem effektiv und leicht auszulösen, während andere entweder kaum Nutzen für den entsprechenden Fighter mit sich brachten oder schwer zu kontrollieren waren oder beides.

Alte Helden mit neuen Tricks

Außerdem sollen die neuen Manöver natürlich auch Veränderungen abbilden, die sich im Laufe der unzähligen im Spiel abgebildeten Serien in den vergangenen Jahren getan haben. Das gilt auch für die grundsätzlichen Moves. Links Bomben etwa sind nun nicht mehr selbstzündend, sondern müssen manuell aktiviert werden, wie man es aus Breath of the Wild kennt. Mario kann nun mit seiner fröhlich glotzenden Mütze um sich wirbeln, eine klare Anspielung auf Super Mario Odyssey. Die kleinen und großen Anpassungen gehen in die Tausenden, wie die Entwickler sagen - beeindruckend! Hoffen wir, dass sich die Mühe lohnt und Ultimate gut ausbalanciert daherkommt. Bei der schieren Masse an völlig unterschiedlichen Kämpfern dürfte das nicht einfach werden. In Super Smash Bros. Ultimate für Nintendo Switch sind sämtliche Kämpfer aller Serienableger vertreten! Quelle: Nintendo In Super Smash Bros. Ultimate für Nintendo Switch sind sämtliche Kämpfer aller Serienableger vertreten!

Nichts genaues weiß man nicht

So weit, so beeindruckend. Ansonsten hält sich Nintendo mit genauen Infos zum Spiel tatsächlich noch überraschend zurück - die Zeit bis zum Release am 7. Dezember wird bestimmt noch intensiv genutzt, um allerlei kleine Details in den Informationsäther zu jagen. Stand jetzt wissen wir über Spielmodi, etwaige Singleplayerinhalte und sogar Elemente wie den Online-Modus kaum bis gar nicht Bescheid. Die E3-Bühne gehörte ganz und gar der beeindruckenden Kämpferriege! Beim Anspielen durften wir somit auch nur im lokalen Multiplayer ran. Dort konnten wir neben der (in dieser Fassung bei weitem nicht vollständigen) Kämpferriege aber anhand anderer Elemente zumindest schon ein paar Infos ausmachen, etwa zu den Kampfarenen.

Zwei neue wurden bestätigt, neben einer Splatoon-Stage auch der Turm auf dem Großen Plateau aus The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Ansonsten konnten wir unter anderem schon Peaches Schloss aus Melee, die Mega-Man-Stage aus dem Wii-U-Ableger oder die riesige Earthbound-Stage aus Brawl ausmachen. Allerdings, anders als bei den Figuren sieht es bei den Stages nicht so aus, als würden alle aus den Vorgängern ins Spiel aufgenommen. Hier erwartet uns wohl stattdessen eine Mischung aus den beliebtesten alten sowie diversen neuen Arenen.

Wir machen die Stages flach

Lange haben Samsh-Fans auf Ridley aus den Metroid-Spielen als Neuzugäng gehofft, nun hat Nintendo diesen Wunsch endlich erfüllt. Quelle: Nintendo Lange haben Samsh-Fans auf Ridley aus den Metroid-Spielen als Neuzugäng gehofft, nun hat Nintendo diesen Wunsch endlich erfüllt. Übrigens wird es wie in den aktuellsten Vorgängern möglich sein, spezielle Versionen aller Stages auszuwählen. Dort entsprechen dann nur Hintergründe, Design und Musik der Ursprungsarena, die Kampfplattformen selbst sind aber wahlweise eine platte Fläche oder eine simple Struktur mit zwei Ebenen. Das ist vor allem für kompetitive Naturen interessant, die keine ablenkenden Levelelemente gebrauchen können, aber trotzdem grafische Abwechslung haben wollen.

Apropos Ablenkung: Neben normalen Kampfitems erwartete uns in der Demo auch schon eine Handvoll Pokébälle und Helfertrophäen, die nach demselben Muster funktionieren wie immer. Beide Items setzt man insofern nach demselben Prinzip ein, als sie für kurze Zeit Pokémon respektive Figuren aus den diversen beteiligten Nintendo- und Drittherstellerserien an die Seite dessen rufen, der sie benutzt. Da kämpft dann auf einmal Waluigi mit Tennisschläger für uns, Aioli und Limone aus Splatoon 2 lassen das sichtbare Kampffeld schrumpfen, Relaxo vollführt eine Stampfattacke auf die Kampffläche und mehr.

Nicht alle Helfer und Pokémon sind eingeladen

Schön, doch hier ist offenbar nicht geplant, alle Exemplare aus den Vorgängern zurückzubringen. Außerdem schade, dass jene Figuren, die bereits als Helfertrophäen im Spiel sind, es wohl definitiv nicht in die Kämpferauswahl schaffen werden, auch nicht mittels DLC. Tja, blöd gelaufen, Waluigi-Fans, vielleicht beim nächsten Mal! Übrigens wird es diesmal auch möglich sein, ausgewählte Helfertrophäen zu besiegen und dafür Punkte zu erhalten.

Ganz ohne Detailinfos entließ uns Nintendo dann doch nicht aus der E3-Präsentation, die sind aber rein spielerischer Natur. So wird es möglich sein beziehungsweise ist es in der Demo auch schon, einen kleinen Sprung auszuführen, wenn wir gleichzeitig Sprung und Attacke drücken, um auf diese Weise geschickt Angriffen auszuweichen. Außerdem kehrt die Fähigkeit zurück, in verschiedene Richtungen auszuweichen, was etwa dann von Nutzen ist, wenn man fast von einer Stage fällt und sich mit einem letzten Manöver retten will. Auch "Perfect Shields" sind wieder da, eine Möglichkeit, einen Angriff durch rechtzeitiges Loslassen des Schildknopfes perfekt zu kontern - mit dem Risiko verbunden, den richtigen Moment zu verpassen und getroffen zu werden. Zudem hat Ultimate offenbar vor, die Serie endgültig im E-Sport Fuß fassen zu lassen. In 1:1-Matches etwa teilen wir deutlich mehr Schaden aus als mit mehreren Kämpfern auf dem Feld.

Bildergalerie

Wie spielt es sich?

Beim Anspielen aber waren wir mit mehreren Recken auf einmal unterwegs - und fühlten uns nach kurzer Eingewöhnung sofort wieder zu Hause. Wir hüpfen und rennen über die 2D-Stages, teilen mit A und B plus Analogstick in die entsprechende Richtung verschiedene Attacken aus, schnappen uns Feinde und pfeffern sie durch die Gegend, werfen und ballern mit Items wie dem Super Scope oder Bob-Ombs um uns und mehr. Das Gefühl, wenn man einen Opponenten mit Karacho von der Plattform sausen lässt, ist wieder einmal super! Gefühlt wirken die Figuren eine Spur schwerer, erdgebundener als zuvor. Ob das wirklich so ist oder nur Einbildung, wird aber erst der direkte Vergleich zeigen.

Wir wissen so wenig

Insgesamt betrachtet ist es aber beeindruckend, wie viel Nintendo zu dem Spiel gezeigt beziehungsweise verraten hat, ohne wirklich etwas zu zeigen oder zu verraten. Eines ist aber klar: Super Smash Bros. macht auch auf der Switch wieder einmal unfassbar viel Laune. Ob Ultimate das Potenzial hat, der beste Ableger der Reihe zu werden, ist hingegen noch nicht absehbar. Natürlich, all die Kämpfer sind eine super Sache. Darüber entscheidet aber das Gesamtpaket und über das wissen wir eben noch zu wenig. Wir können es auf jeden Fall kaum erwarten, bis wir im Dezember endlich die Fäuste schwingen lassen können - und ganz egal, ob bestes Super Smash Bros aller Zeiten oder nicht; dass auf Switch-Besitzer ein ganz besonderer Titel zukommt, ist ohnehin schon klar.

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