Eine echte Affenschande: Sega lässt seine beliebten Pelzträger durch ein wenig berauschendes Spielchen kullern.
I nselaffen: "Super Monkey Ball Adventure" wurde nicht in Japan programmiert, sondern vom britischen Entwickler Traveller's Tales. Der hat das Spiel vom Geschicklichkeitstest zu einem 3D-Abenteuer ausgebaut -- eine wenig glückliche Entscheidung.
Und dabei fängt alles so schön an: Sie rollen mit einem von vier Affen in einer Kugel über ein ansehnliches Inselparadies und lauschen fröhlichen Klängen im "Monkey Island"-Stil. Dabei plaudern Sie mit Ihren Artgenossen, die Sie mit verschie-densten Missionen betrauen. Hier und dort erlernen Sie geheimnisvolle Zaubersprüche, die Ihre Kugel beispielsweise durch Saugnäpfe verbessern. Trotz dieser Hilfen kommen aber selbst geübte Zocker schnell ins Rotieren. Die Steuerung ist extrem empfindlich und sorgt zusammen mit der wirren Kameraführung für massig unfreiwillige Abstürze. So wird die angepeilte junge Zielgruppe kaum alle fünf Welten zu Gesicht bekommen, denn für sie ist "Super Monkey Ball Adventure" schlicht zu schwer. Balsam für die geplagte Spielerseele sind die größtenteils gelungenen Minigames und klassischen Geschicklichkeits-Parcours, die Sie hier und dort freischalten können. Wir raten Sega deshalb, beim nächsten Teil wieder vorrangig auf diese bewährten Spielelemente zu setzen -- das Experiment "Super Monkey Ball Adventure" ist ein ziemlicher Fehlschlag.fk n
