Jamboree ist ja schön und gut, aber ich will mehr Nintendo-Content in Mario Party!

Kolumne Annika Menzel
Jamboree ist ja schön und gut, aber ich will mehr Nintendo-Content in Mario Party!
Quelle: Nintendo, Bildmontage: PC Games

Das neue Mario Party bietet eine schöne Auswahl und Charakteren und Spielfeldern. Unsere Autorin Annika findet aber, dass da noch mehr drin wäre: Es fehlen wichtige Franchises!

Nachdem ich mir inzwischen einige Sternenschlachten mit meinen Kollegen in Super Mario Party Jamboree geliefert habe und wir uns trotzdem noch mögen, bin ich mir nun sicher: Der neue Teil ist definitiv mein Favorit für die Nintendo Switch.

Neue Bretter, viele Modi und fast schon eine ganze Schulklasse an Charakteren runden das unterhaltsame Gesamtpaket ab. Für das nächste Spiel, das uns dann wahrscheinlich für die Nachfolgerkonsole erwartet, habe ich allerdings noch einen großen Wunsch: Sorgt bitte für mehr Nintendo in Mario Party!

Eine kunterbunte Gästeliste

Das liest sich vielleicht erstmal merkwürdig, schließlich gehören die Feiern zu einer von Nintendos größten Reihen. Mehr Nintendo-DNA geht da doch eigentlich gar nicht, oder? Na ja, da ist tatsächlich noch Luft nach oben. Denn meine Hoffnung bezieht sich ganz konkret auf die schiere Masse an eigenen Franchises, bei denen sich Nintendo gerne mal bedienen dürfte.

Nehmen wir die neuen Spielfelder aus Jamboree als Beispiel. Sie sind sehr unterschiedlich, allerdings auch thematisch ziemlich schlicht: Ein Waldstück mit einem Wiggler, ein Kaufhaus, eine Westernstadt ... alles eine gute Wahl, um mehr oder weniger entspannt mit seinen Freunden auf der Couch zu hocken und freudig zu feiern.

Die spielbaren Charaktere aus Super Mario Party Jamboree Quelle: Nintendo Allerdings wäre da noch so viel mehr zu holen. Ich würde zu gerne mal für eine Party meine Runden über einen Titanen aus Xenoblade Chronicles drehen oder stattdessen Hyrule unsicher machen. Da im Grunde jedes Spielfeld ohnehin ein besonders Gimmick aufweist, könnte Nintendo das wunderbar mit Elementen aus den herangezogenen Spielen verbinden.

Bleiben wir mal beim Beispiel von The Legend of Zelda, damit ich genauer erklären kann, was ich damit meine: Die Party könnte uns durch eine Miniaturvariante des Königreichs führen. Auf der einen Seite warten dann die Zoras und auf der anderen die Goronen, die allesamt kleine Überraschungen in petto haben.

Wenn ich auf einem Ereignisfeld in der Nähe des Schlosses lande, könnte Zelda die Okarina für mich spielen und mit der Hymne der Zeit den letzten Zug aller Teilnehmer rückgängig machen, um für etwas Zwist unter den Feiernden zu sorgen. Oh, und Epona wartet natürlich auch noch darauf, im Austausch gegen Münzen ein paar Felder für euch zurückzulegen.

So könnte das Entwicklerteam mal mehr, mal weniger komplexe Mechaniken einbauen und nicht nur für mehr Abwechslung sorgen, sondern auch viele Fanherzen höherschlagen lassen. Das Ganze wäre dann zwar eher eine Art Nintendo Party, wie meine Kollegin Marlin meine Idee so schön bezeichnet hat. Aber ich bin sicher nicht die Einzige, die von einem solchen Ableger begeistert wäre.

Das Prügelspiel macht's vor

Ich möchte deshalb allerdings nicht, dass die klassischen Bretter verschwinden - zumindest nicht auf Dauer. Es könnte zum Austesten des Interesses erstmal ein Spin-off werden, sodass die Fans der klassischen Mario-Partys weiterhin auf ihre Kosten kommen.

Und wo wir gerade dabei sind, dürfen bei einem solchen Vorhaben natürlich auch die passenden Charaktere nicht fehlen. Kirby, Zelda oder Samus mitspielen zu lassen, wäre ein schöner erster Schritt und sicher sehr viel weniger aufwendig, als neue und komplexe Spielfelder zu gestalten.

Mario erhält von Toad einen Stern Quelle: Nintendo Für entsprechende Inspiration muss Nintendo auch gar nicht lange suchen: Smash Bros. geht schließlich mit gutem Beispiel voran und stellt euch Kämpfer aus allen möglichen Spielen zur Verfügung. Sogar einige Pokémon und Joker aus Persona 5 sind mit am Start und dürfen sich auf den thematisch passenden Bühnen prügeln.

Ebenso schlägt Mario Kart vorsichtig diese Richtung ein und bietet zumindest ein paar vielfältigere Fahrer und Strecken, die sich nicht nur an Mario & Co. orientieren. Das Rennen durch eine Stadt aus Animal Crossing ist für mich das perfekte Beispiel, wie einfach sich andere Marken integrieren lassen.

Genau sowas wünsche ich mir auch für Mario Party. Denn so gerne ich die Reihe auch habe, zumindest wenn mir gerade nicht auf dreiste Weise meine mühsam ergatterten Sterne stibitzt werden: Mittlerweile gibt es fast 20 Stück davon.

Da wird es langsam Zeit, mehr Abwechslung reinzubringen. Die verschiedenen Modi bei Jamboree, die sowohl in der Gruppe als auch allein Spaß machen, sind schon ein guter Anfang. Aber es wäre so einfach und gleichzeitig vielversprechend, für noch mehr frischen Wind durch die hauseigenen Marken zu sorgen.

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