40 Jahre Mario Bros.: Große Rekorde, schräge Spiele und ungewöhnliche Gastauftritte
Special
Nintendo-Maskottchen Mario ist mehr als nur eine Gaming-Ikone und ein Hüpfheld: In seiner Geschichte war er schon Soldat oder Snowboarder und brachte euch sogar das Tippen bei. Wagt mit uns einen Ausflug in die Tiefen des Mario-Universums.
In dem im gleichen Jahr für das Game & Watch Panorama Edition veröffentlichten Mario's Bombs Away war der ansonsten so friedfertige Klempner gar ein Soldat. Mario musste hier eine Bombe von einem Wachturm zum anderen tragen. Auf diesem 2D-Weg kam er an fünf Bäumen vorbei, in denen feindliche Soldaten lauerten, die nur darauf warteten, die Bombe anzuzünden.
Schaffte man es an ihnen vorbei, schnappte sich ein Kamerad die Bombe und warf sie auf die Soldaten in den Bäumen. Als zusätzliche Schwierigkeit lag auch noch ein rauchender Faulenzer auf einem Fass Schwarzpulver und sorgte so dafür, dass am unteren Bildrand immer wieder ein Feuer von links nach rechts lief. Ihr musstet also sowohl die Bäume als auch die brennende Spur im Auge behalten, um nicht selbst in die Luft zu fliegen. Letztlich handelte es sich bei Mario's Bombs Away um ein klassisches Ausweichspiel, bei dem ihr Muster erkennen und darauf reagieren musstet. Dass Nintendo Mario allerdings in eine Militäruniform steckte, erscheint aus heutiger Sicht mehr als kurios.
Mario, der Lehrer
Gerade in den Anfangsjahren nutzte Nintendo die Popularität und den Hype um die Mario-Franchise und versuchte, damit andere Produkt- und Software-Linien zu fördern. So verwendete Nintendo Mario - aber auch Donkey Kong - in der 1984 in drei Versionen veröffentlichten Lern-Software Family BASIC für das Famicon (das japanische NES). In der ersten Variante befand sich neben der Cartridge auch eine Tastatur im Lieferumfang.
Quelle: Mobygames
Ziel des Programms war das Erlernen der für das System angepassten Programmiersprache Basic und das Erstellen einfacher Spiele. Zum Speichern wiederum benötigte man ein separates Kassettendeck. Family BASIC war mit 400.000 verkauften Einheiten zum Ende der 1980er ein Erfolg, auch wenn die Bedienbarkeit aus heutiger Sicht sehr zu wünschen übrigließ.
Noch einen Tick ungewöhnlicher war zweifellos I am a Teacher: Super Mario Sweater von 1986, eine Art Nähprogramm zum Erstellen von Strickmustern. Dieses entstand in einer Kooperation von Nintendo und der japanischen Haushaltsgerätefirma Royal Industries. Das Programm fragte zunächst die Maße ab, ehe man Hintergrundfarben und Nintendo-Motive auswählte. In der Nintendo-Geschichte gab es neben I am a Teacher: Super Mario Sweater noch ein zweites Nähprogramm: Mario Family (2001) für Game Boy Color.
Anfang der 1990er folgte dann eine ganze Reihe von Lernsoftware-Programmen, die sowohl für Nintendo-Plattformen als auch für den PC erhältlich waren. Zum Beispiel das Erdkundespiel Mario Is Missing! (1993), bei dem Mario entführt wurde und Luigi über Portale die Welt bereiste, um dort Artefakte zu sammeln.
In Mario's Time Machine (1993) veränderte Bowser die Geschichte und entführte diesmal Yoshi. Als Mario nutzte man eine Zeitmaschine, um die Artefakte zurückzubringen. Für Kleinkinder folgte 1994 eine ganze Reihe an Titeln unter dem Seriennamen Mario's Early Years! mit den Teilen Fun with Letters, Fun with Numbers und Preschool Fun. Hier geht es also um vorschulische Buchstaben- und Zahlenübungen mithilfe der Nintendo-Charaktere.
