Vorschau zu Super Mario Maker 2, Seite 2: Multiplayer, Story-Kampagne, Online-Funktionen und mehr
Special
Schaffe, schaffe, Pilzle baue: In Super Mario Maker 2 gibt Nintendo die Mario-Bastellizenz erneut an die Spieler ab und liefert einen Bauspaß ab, der verspricht, den Erstling in absolut jeder Hinsicht zu übertrumpfen. Wir konnten den Titel bereits ausgiebig ausprobieren und berichten in unserer Vorschau davon, was kreative Pilzköpfe alles erwartet!
In diesem Artikel
Alternativ funktioniert aber dafür aber die Steuerung per Joy-Cons oder Pro Controller überraschend gut. Zwar geht das Erstellen dann deutlich langsamer von der Hand, Short-Cuts, Funktionen und Co. sind aber sehr vernünftig gesetzt.
Mario-Multiplayer-Massaker
Quelle: Nintendo
Das Miiverse ist tot. Dennoch erlaubt Nintendo dankenswerterweise Kurznachrichten zum Kommentieren der Kreationen.
Doch nicht nur das Basteln funktioniert mit Mitspielern: Wer will, darf sowohl online als auch offline mit bis zu drei Mitspielern ran! Zur Erinnerung: Der Vorgänger war ein reines Solistenerlebnis. Wahlweise geht's hier klassisch kooperativ zur Sache, wie man es aus New Super Mario Bros. kennt, nur jetzt eben auch in anderen Grafikstilen. Dann steht man sich gegenseitig bei, springt von den Köpfen der Mitspieler ab, rettet sie aus fliegenden Luftblasen, sollten sie das Zeitliche segnen und mehr. Tatsächlich lässt sich dem bisherigen Anschein nach wirklich absolut jeder Level auch im Multiplayer nutzen. Dass viele der Welten durch ihre Bauart gemeinsam mit Anderen de facto quasi unschaffbar werden, weil sie einfach nicht darauf ausgelegt sind, ist natürlich die andere Sache.
Quelle: Nintendo
Uns gefällt ein Level? Dann können wir ihm ein Herz verpassen! Alternativ ist es uns aber auch möglich, durch ein „Boo“ (oder Buuurns?) selbiges nach unten zu voten.
Wir finden es auf jeden Fall schön, dass zumindest die Möglichkeit zum Koop jederzeit besteht und uns keine künstlichen Blockaden in den Weg gelegt werden. Auf der anderen Seite der Mehrspieler-Medaille findet sich der kompetitive Modus, der ebenso in allen Welten gestartet werden kann. Hier gewinnt, wer zuerst das Ziel erreicht respektive die Zielvorgaben erfüllt. Sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, indem man einander etwa auf den Kopf springt und damit zum Beispiel in Abgründe befördert, ist zwar fies, aber oft das sicherste Mittel zum Sieg. Denn logischerweise spawnen wir dann nicht in einer Blase und harren unserer Rettung durch einen Mitspieler, sondern müssen noch einmal ganz vom Anfang des Levels ran! Zur Auswahl stehen als Spielfiguren Mario, Luigi, Toad und Toadette; anders als in anderen Mario-Titeln unterscheiden sich die verschiedenen Recken in Punkto Steuerung aber nicht.
Spiel's doch selber!
Quelle: Nintendo
Noch immer dürfen wir Levels nicht nach Namen suchen. Allerdings erlauben es zahlreiche Filter dennoch, relativ gezielt nach bestimmten Welten Ausschau zu halten.
Egal, ob wir eine eher Singleplayer- oder Multiplayer-lastige Welt gestalten: Bevor sie online geht, müssen wir sie erst einmal selbst bestehen. Um unlösbaren Kreationen einen Riegel vorzuschieben, gilt es, erst einmal selbst die Zielflagge zu erreichen respektive die gestellte Aufgabe zu lösen. Das heißt auch: Einfach nur einen wirklich schweren Level zu basteln, ist zu wenig! Das dürfte für eine gewisse Ordnung auf den Servern sorgen, andersrum ist das Hochladen von völlig belanglosen oder schlicht schlechten Kreationen aber kein Problem. Um hier dennoch die Spreu vom Weizen zu trennen, können wir gespielte Welten diesmal nicht nur mit einem Herz "liken", sondern sie auch mit einem "Buh" abstrafen. Auch sonst lässt das Download-Menü mehr Optionen zu als bisher: Levels können etwa über verschiedene Filter gesucht werden.
Eine reine Suche nach Namen gibt es nach wie vor nicht - warum, ist uns nicht ganz klar. Ansonsten erwarten uns aber wieder die verschiedenen Möglichkeiten aus dem Vorgänger, nach Schwierigkeit gereihte Zufallslevels zu spielen, zu versuchen, mit einer beschränkten Anzahl an 1-Ups möglichst viele Welten zu bestehen und noch weitere lustige Modi. Modebewusste Baumeister finden eventuell Gefallen daran, ihre Mii-Avatare mit allerlei Kostümen auszustatten, die man durchs Spielen freischalten kann. Als Spielfiguren stehen die Miis jedoch nicht nur Verfügung, sie haben nur in den Menüs einen Auftritt. Übrigens: Auch wenn das Miiverse der Wii U Geschichte ist, dürfen wir weiterhin Botschaften gestalten und damit Welten kommentieren oder sogar Nachrichten in ihnen platzieren. Sehr schön, denn diese nette Funktion trug viel zum Charme des Vorgängers bei!
Schlossmeister
Quelle: Nintendo
Auch Elemente aus anderen Spielen haben es in den Titel geschafft, meist in Verbindung mit Soundeffekten. Ob wohl auch die Amiibo wieder genutzt werden können?
Noch nicht klar ist, ob die Amiibo wieder genutzt werden können, um alternative Skins aus anderen Spielen im Super-Mario-Bros.-Grafikstil (oder diesmal vielleicht sogar den anderen Mario-Artstyles?) freizuschalten. Auch das erlaubte ganz einzigartige Kreationen und zeichnete den Vorgänger aus. Was die Fortsetzung dem ersten Teil definitiv voraus hat, ist jedoch der Singleplayer-Modus. War das auf der Wii-U nicht mehr denn eine relativ belanglos präsentierte Ansammlung von 100 von Nintendo erstellten Levels, so sind sie diesmal in eine vollwertige Kampagne inklusive Handlung eingebunden! Es gilt, Peachs aus bisher noch unerklärten Gründen zerstörtes Schloss wieder aufzubauen. Dafür begeben wir uns in erneut 100 Welten und sammeln fleißig Münzen, die wir anschließend ausgeben, um das royale Gebäude und anschließende Gemäuer wieder zu errichten. Dadurch erhalten wir Zugriff auf immer mehr Levels, die wir bei verschiedenen Figuren in der Oberwelt betreten. Ein wenig erinnert diese Vorgehensweise beinahe an das Schloss aus Super Mario 64! Da alle Welten mit den Tools erstellt wurden, die einem Super Mario Maker 2 an die Hand gibt, und sie wie im Text ausführlich erklärt deutlich potenter als im Wii-U-Spiel erscheinen, erwarten uns auch wesentlich interessantere Welten.
Quelle: Nintendo
Wie im ersten Teil gilt: Wollen wir einen Level auf den Mario-Maker-Server hochladen, müssen wir ihn zuerst selbst absolvieren.
Die Levels, die wir beim Anspielen ausprobieren konnten, waren tatsächlich von jenen, wie man sie aus den "normalen" 2D-Marios kennt, qualitativ nicht zu unterscheiden. Zusätzlich dient die Story-Kampagne als ausgedehntes Tutorial, wo wir die verschiedenen Funktionsweisen des Editors erklärt bekommen und bei Bedarf sogar nachgucken können, wie die entsprechenden Levels im Baumodus aussehen. Das heißt aber keineswegs, dass hier nur Einsteigerkost geboten wird. Schon nach kurzer Zeit stieg der Anspruch der Welten deutlich an und für den späteren Verlauf wurden uns noch richtige Herausforderungen versprochen. Wir sind gespannt! Es ist auf jeden Fall schön, dass Nintendo reine Offline-Seelen nicht außen vor lässt - ja, auch die soll es geben - und ihnen ein dem bisherigen Anschein nach quasi vollwertiges Mario-Spiel spendiert.
Es sollte klar sein, wir erwähnen es aber trotzdem: Für sämtliche Funktionen abseits der Kampagne und des Editors wird eine aktive Nintendo-Online-Mitgliedschaft vorausgesetzt. Heißt also: Wer seine Kreationen mit anderen Spielern teilen und seinerseits fremde Levels herunterladen will, kommt um ein entsprechendes Abo nicht herum. Allerdings ist auch dafür gesorgt, dass man unterwegs ohne Internetanbindung loslegen kann. Alle User-Welten lassen sich nämlich lokal auf der eigenen Switch speichern und dann auch in Bus, Bahn und Flugzeug erleben.
Eine Baustelle für viele Jahre
Quelle: Nintendo
Die Grafikstile wie Super Mario World (hier zu sehen), Mario Bros. 3 oder New Super Mario Bros. lassen sich frei kombinieren. Nur Super Mario 3D Land steht für sich allein.
Wie gesagt, alle Inhalte von Super Mario Maker 2 aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen und viele Elemente wie die erweiterten (Sound-)Effekte oder die genauen Online-Modi-Varianten müssen hinter den großen Infobrocken zurückstehen. Außerdem würde es uns nicht wundern, wenn Nintendo für den Launch Ende Juni noch die ein oder andere Überraschung in Petto hat! So findet sich Super Mario 3D World im Editor unter "Extra Game Styles", also im Plural, und eine verdächtige leere Fläche daneben verheißt einen weiteren Grafikstil. Gleich zum Release? Als Gratis-Update? Oder enthüllt Nintendo demnächst die DLC-Pläne für den Titel? Fragen über Fragen und keine Antworten.
Wir würden uns über einen Super-Mario-Bros.-2-, Super-Mario-Land-2 -, oder auch Super-Mario-64 -Stil auf jeden Fall sehr freuen! Aber auch wenn daraus nix wird oder ein entsprechendes Update noch in weiter Ferne liegt, dürfte man mit dem, was schon jetzt in Super Mario Mario Maker 2 steckt, unzählige Stunden verbringen können. Nintendo hat für die Fortsetzung den Erstling hergenommen und absolut jeden Aspekt erweitert, geschliffen oder auf sonst eine Art und Weise verbessert. So muss ein tolle Fortsetzung aussehen! Auf unserer Website und in unserem Nintendo-Magazin N-ZONE wird der Titel in den kommenden Monaten oder Jahren auf jeden Fall noch lange Zeit begleiten, sei es in Form von Bauwettbewerben, Gewinnspielen - oder weil wir von der ungemein kreativen Bastelsause einfach nicht genug bekommen können.
Immer auf dem neusten Stand: Der Nintendo-Podcast
Und auch im Nintendo-Podcast wird der Titel natürlich eine gewichtige Rolle einnehmen! Mit unserem hauseigenen Nintendo-Podcast, den unsere Redakteur Lukas und Johannes allwöchentlich veröffentlichten, seid ihr beim Thema Nintendo immer auf dem neusten Stand, bei regelmäßigen Gewinnspielen könnt ihr außerdem coole Preise abstauben, wie zum Beispiel aktuelle Top-Games für die Switch. Ihr findet den Podcast auf unserer Website sowie auf allen gängigen Plattformen, beispielsweise Spotify, iTunes, YouTube, Pocket Casts und viele mehr.
