Super Mario Bros. Wonder im Test: So gut wie seit Jahrzehnten nicht!

Test Lukas Schmid
Super Mario Bros. Wonder im Test: So gut wie seit Jahrzehnten nicht!
Quelle: Nintendo

Super Mario Bros. Wonder löst das ungeliebte New Super Mario Bros. ab. Im Test erklären wir, warum das Jump & Run für Nintendo Switch ein Meisterwerk ist!

Dort könnt ihr Extraleben erstehen, einige der Abzeichen, sogar ab und an Wundersamen, primär aber Aufsteller, den letzten Sammelgegenstand im Bunde. 144 Stück davon gibt es, sie zeigen die Mitglieder der spielbaren Heldentruppe in verschiedenen Posen, lassen sich in den Levels aufstellen und sind ausschließlich für den Mehrspielermodus notwendig. Und was für ein Zufall, über den rede ich jetzt - Überleitung geglückt! Der Mehrspieler selbst ist leider weniger geglückt. Ha, schon wieder übergeleitet, ich habe einen Run!

Meh-Spielermodus

Die Probleme treffen weniger auf den lokalen Mehrspieler für bis zu vier Teilnehmer zu, der größtenteils so funktioniert wie bisher. Der große Unterschied: Die Figuren können sich jetzt nicht mehr gegenseitig beeinflussen, also zum Beispiel aufheben und herumwerfen oder sich gegenseitig auf die Mütze springen, abseits davon, dass man auf den Yoshis reiten kann. Das hilft sicher, kleine Gemeinheiten und unfreiwilliges Friendly-Fire-Gehüpfe zu vermeiden, macht das kooperative Erlebnis aber auch belangloser, da man zwar zusammen, aber dann doch jeder für sich alleine unterwegs ist, gegenseitige Wiederbelebungen mal ausgenommen.

Das größere Problem liegt aber im Online-Multiplayer, den Nintendo offenbar aus dem Gedanken der maximalen Zugänglichkeit heraus auch maximal verschlimmbessert hat. Beziehungsweise nur verschlimmert, den "Besser"-Teil kann ich nicht wirklich erkennen.

Herabfallende Power-Sterne Quelle: Nintendo Egal, ob mit Freunden oder mit zufälligen Spielern, man ist nicht wirklich gemeinsam mit den anderen Figuren unterwegs, sondern trifft ausschließlich auf nur schemenhaft erkennbare Geister der Mitstreiter. Was ich auf meinem Bildschirm tue, hat auch keinerlei Auswirkungen auf meine Online-Mitspieler - aktivierte Blöcke, besiegte Feinde, alles, mit dem man interagiert, wird nicht auf das Spielerlebnis der anderen Teilnehmer übertragen.

Mehr noch, beziehungsweise weniger noch, muss man nicht einmal gemeinsam unterwegs sein. Man befindet sich zwar gemeinsam in den Sessions, kann aber völlig unterschiedliche Levels spielen und sich theoretisch niemals begegnen, abseits eines kleinen Wettrennen-Modus, den ich vor Launch aber nicht sinnvoll ausprobieren konnte.

Das Einzige, was von der Existenz anderer Spieler zeugt, sind die erwähnten Aufsteller, die einen wiederbeleben können, zurückgelassene Blasen mit Power-ups und Texteinblendungen am unteren Bildschirmrand, dass Spieler X gerade Level Y absolviert hat.

Mehrspieler-Screenshot Quelle: Nintendo Der Gedanke hinter dem ganzen Anti-Spektakel ist wohl, dass niemand sich gestresst fühlen und in seinem eigenen Tempo und ohne fremde Beeinflussung spielen können soll, und in der Theorie ist der geringfügig an MMOs erinnernde Ansatz, mit zahlreichen anderen Online-Spielern gleichzeitig in derselben Welt unterwegs zu sein, ja sogar ganz nett.

Die Praxis macht's aber halt aus, und die sieht so aus, dass ich keinerlei Mehrwert in dem sehe, was Nintendo hier als Online-Mehrspieler abgeliefert hat.

In New Super Mario Bros. U Deluxe und Super Mario 3D World funktionierte der Online-Multiplayer noch so, dass man gemeinsam mit Freunden in die Levels ging und diese dann gemeinsam, äh, spielte. Ich weiß, ein verrückter Ansatz, der offenbar unbedingt auf die verkopftestmögliche Weise abgeändert werden musste.

Schade, denn so funktioniert Super Mario Bros. Wonder nur im Singleplayer sowie im lokalen Koop so, wie es soll, da ist es dafür ein absoluter Spielspaßhammer.

Sie sind der Meinung, das war wunderbar!

Wer über den lahmen Online-Modus sowie die anderen kleinen Fehlerchen - schwache Bosse sowie ... hm nö, das war es schon -, hinwegsehen kann, der erlebt hier Nintendo auf dem absoluten Höhepunkt des kreativen Schaffens.

Jede Minute, jeder virtuelle Meter sind gefüllt mit Herzblut, mit Charme, einfach mit Spaß pur. Mit Super Mario Bros. Wonder hat sich Nintendo - wieder einmal - übertroffen. Mario mag dank seiner neuen Stimme anders klingen, als man das gewohnt ist. Trotzdem ist er nach wie vor der Alte - und sein Abenteuer besser als jemals zuvor.

Wertung zu Super Mario Bros. Wonder (NSW)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Die wenigen Makel, die das Spiel zweifellos hat, sind schwer erklärbar bis ärgerlich. Abseits davon gilt aber: Super Mario Bros Wonder ist 2D-Hüpfspiel-Spaß nahe an der Perfektion!


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Super Mario Bros. Wonder ist ab dem 20. Oktober 2023 erhältlich, und zwar wenig überraschend exklusiv für die Nintendo Switch. Wenn ihr Bock auf noch mehr Mario-Hüpfspaß auf der Nintendo Switch habt, dann klickt gerne auf unsere Tests zu Super Mario Odyssey, New Super Mario Bros. U Deluxe, Super Mario 3D World + Bowser's Fury, Super Mario Maker 2 und Super Mario 3D All-Stars. Transparenz-Hinweis: Das Spiel wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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