Als Batman-Fan lässt mich das neue Suicide-Squad-Spiel völlig kalt

Kolumne Johannes Gehrling
Als Batman-Fan lässt mich das neue Suicide-Squad-Spiel völlig kalt
Quelle: Warner Bros. Games

Das neue Spiel der Macher der genialen Batman-Arkham-Reihe, Suicide Squad: Kill the Justice League, lässt unseren Autor leider völlig kalt. Hat DC nicht nur ein Problem mit den Filmen?

Im Rahmen der neuen State of Play, Sonys Pendant zur Nintendo Direct, haben die Macher der absolut genialen Batman-Arkham-Reihe am Donnerstagabend das nächste Spiel aus dem Batman-Universum genauer vorgestellt. Suicide Squad: Kill the Justice League rückt die Bösewichte des DC-Universums in den Mittelpunkt, allen voran die Joker-Vertraute Harley Quinn. Klingt ja erst mal vielversprechend, zumal eben Rocksteady das Spiel entwickelt, von denen die absolut fantastischen Batman-Arkham-Spiele stammen. Doch trotz mehrfacher Verweise auf die glorreiche Vergangenheit lässt mich das Suicide-Squad-Spiel leider völlig kalt.

Suicide Squad fehlt es an einer Vision

Wo der große Unterschied zwischen Suicide Squad und den Arkham-Spielen liegt? Die Batman-Games, allen voran der erste Teil Arkham Asylum, hatten eine Vision des Entwicklers, die jederzeit spürbar war. Das führte zu immersiven Spielen, in denen man sich leicht und gerne verlor.

Das neue Projekt hingegen, Suicide Quad, erweckt viel mehr den Eindruck einer kalten Arbeitsanweisung des Rechteinhabers, nach dessen Vorgaben Entwickler Rocksteady das Spiel stupide Punkt für Punkt abarbeitet.

Suicide Squad ist austauschbar

Heraus kommt, wie in der gestrigen State of Play zu sehen war, ein hyperaktives Rumgehüpfe mit großteils unsympathischen und uninteressanten Figuren, die sich meiner Meinung nach einfach nur wild und gefühlt planlos durch eine fiktive Großstadt ballern. Es fehlt an Charme, Atmosphäre und Einzigartigkeit.

Suicide Squad: Kill the Justice League (jetzt kaufen 69,99 € ) wirkt letztlich wie ein ziemlich beliebiger Loot-Shoter, den man so schon zigfach gesehen hat, nur halt mit Figuren aus dem DC-Universum. Nichts gegen Loot-Shooter, nicht falsch verstehen. Für das düstere Batman- und DC-Universum wirkt das aber einfach völlig unpassend - und austauschbar.

Ein würdiger Nachfolger zur Batman-Arkham-Reihe, bitte!

Da waren die Batman-Arkham-Spiele das glatte Gegenteil. Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich auf meiner PS3 damals zum ersten Mal Arkham Asylum gespielt habe. Was für eine dichte, immersive Atmosphäre, was für ein geniales, knackiges, spaßiges Gameplay!

Nichts davon habe ich bei der Präsentation von Suicide Squad: Kill the Justice League gesehen - leider. Ein neues Spiel von Rocksteady als würdiger Nachfolger der Batman-Arkham-Spiele wäre mal wirklich ein Grund zu Freude.

Suicide Squad mit Online-Zwang und In-Game-Shop

Obendrein kommen die digitalen Übel unserer modernen Zeit, etwa der Online-Zwang selbst im reinen Singleplayer-Spiel und ein Shop mit zusätzlichen digitalen Kosmetik-Inhalte gegen Mikrotransaktionen. "Das hat aber keinen Einfluss auf das Gameplay!" werden jetzt sicher einige erwidern. Mag sein, aber damit entfernt sich Suicide Squad halt noch weiter von der düsteren und dichten Immersion der Batman-Arkham-Spiele. Und das ist einfach furchtbar schade.

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