Street Fighter 6 in der Vorschau: Die legendäre Prügelreihe ist zurück und besser denn je!
Special 35,99 €
Unser freier Autor Daniel Link durfte zum allerersten Mal den Singleplayer-Modus von Capcoms anstehenden Street Fighter 6 ausprobieren. Dieses Mal möchte der Publisher nicht nur alle Fighting-Game-Enthusiasten abholen, sondern auch Freunde von Singleplayer-Spielen wie Yakuza begeistern.
Street Fighter ist aus der Fighting-Game-Szene nicht mehr wegzudenken. Die Reihe gehörte seit der ersten Veröffentlichung im Jahre 1987 zu den beliebtesten Prügelspielen, egal ob zu Hause auf der Couch oder in größeren Turnieren wie der Evolution Championship Series. Die Fans waren daher natürlich ganz aufgeregt, als im Jahre 2016 Street Fighter 5 veröffentlicht wurde, doch leider stellte sich recht schnell heraus, dass Capcom hier nicht die beste Arbeit abgeliefert hatte. Zum Launch wurde der Titel von allerlei Problemen geplagt. Es gab kaum Singleplayer-Inhalte, der Online-Modus funktionierte nicht sonderlich gut, das Balancing gefiel den meisten Nutzern gar nicht, und sogar dem Offline-Modus fehlten einige wichtige Features, die eigentlich bereits zum Standard gehörten. Im Vergleich zu Street Fighter 5 sahen andere Fighting-Games wie beispielsweise Tekken 7 viel besser aus, weswegen sich zahlreiche Street-Fighter-Fans fortan eher auf andere Spiele fokussierten.
Capcom hat es quasi geschafft, andere Titel wesentlich attraktiver aussehen zu lassen, was für die Firma natürlich eine richtige Katastrophe war. Möglicherweise wurde der Publisher durch die negative Reaktion der Community wachgerüttelt, denn in den letzten paar Jahren hat eigentlich jede neue Veröffentlichung Capcoms immens positives Feedback erhalten.
Sogar Street Fighter 5 befindet sich mittlerweile dank zahlreicher Updates in einem präsentablen Zustand.
Kann sich Capcom die Fighting-Game-Krone zurückholen?
Alle Augen sind momentan jedoch auf das anstehende Street Fighter 6 (jetzt kaufen 189,36 € / 35,99 € ) gerichtet, denn eine erneute Blamage kann sich Capcom definitiv nicht leisten. Daher bin ich auch sehr froh zu berichten, dass Street Fighter 6 eine wahre Kampfansage an alle anderen Genre-Vertreter ist: Street Fighter ist zurück und besser denn je!
In unserer letzten Vorschau zu Street Fighter 6 schwärmten wir bereits über all die neuen Gameplay-Mechaniken. Das Drive-System und die dazugehörige Parry-Mechanik verleihen dem Spiel mehr taktische Tiefe, jeder Charakter erhielt ein paar neue Moves spendiert, wodurch sich auch Urgesteine wie Ryu wieder richtig frisch anfühlen, und die neuen Charaktere strotzen voller Persönlichkeit und interessanten Mechaniken.
Auch für Neueinsteiger ist Street Fighter 6 interessant. Neben den "Modern Controls", wodurch sich Spezialangriffe wie der Feuerball unkompliziert per Knopfdruck ausführen lassen, gibt es zusätzlich noch die "Dynamic Controls". Diese verwandeln reines Button-Mashing in imposante Combos, die sich auf die momentane Situation anpassen.
Quelle: Capcom
Der Einstieg ins Spiel wird hierdurch zwar nicht wirklich erleichtert, da Neulinge zur meisten Zeit nicht wissen werden, was ihr Charakter da eigentlich genau macht, aber wenn man nur ein paar Runden spielen möchte, ohne von erfahreneren Spielern zu Brei gehauen zu werden, eignet sich das neue System hervorragend. Dieses ist jedoch nur im Offline-Modus verfügbar. Eure Freunde könnt ihr damit also fertig machen, Ränge im Online-Modus aufsteigen aber nicht.
Hinzu kommt auch noch die grandiose Optik des neuen Prüglers. Von den farbenreichen Drive-Angriffen bis hin zu Stages und den Charakteren selbst: Es macht alleine schon Spaß, sich Street Fighter 6 einfach nur anzusehen. Weiterhin können die Figuren kurz vor Kampfbeginn noch Grimassen schneiden, das Live-Commentary-System lässt das Spiel auf eure Eingaben reagieren und viele weitere solcher Systeme verleihen Street Fighter 6 einen Charme, den andere Spiele nur schwer einfangen können.
Willkommen in der World Tour!
Street Fighter 6 hat nicht nur eine großartige Präsentation, sondern spielt sich auch noch hervorragend. Das alleine würde schon reichen, um Fighting-Games-Fans zu überzeugen, doch Capcom geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit dem World-Tour-Modus, den wir vor Kurzem anspielen durften und der inzwischen auch als kostenlos herunterladbare Demo verfügbar ist, haben die Entwickler ein richtiges Singleplayer-Erlebnis ins Spiel gebracht, für das alleine sich ein Kauf des Spiels fast schon lohnen könnte.
Quelle: Capcom
In "World Tour" erstellt man sich mithilfe von zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten einen Charakter, der den eigenen Wünschen entspricht, und macht sich auf ins Street-Fighter-Universum. Dort trifft man direkt auf Luke, wessen Oberarme mittlerweile größer sind als sein Kopf, und darf sofort einen Übungskampf gegen Bosch bestreiten. Ist das getan, schickt Coach Luke einen in die große weite Welt, um den eigenen Kampfstil zu perfektionieren.
Ein wenig Ryu, ein Schuss Chun-Li
Im Rahmen der Story trifft man auf verschiedene Street-Fighter-Charaktere wie Chun Li, bei denen man trainieren darf. Hat man sich einem dieser Meister als würdig erwiesen, schaltet man den jeweiligen Kampfstil frei. Im Menü wechselt man ganz einfach zwischen dem Moveset von Luke, Chun-Li, und anderen Charakteren.
Zusätzlich darf man auch Spezialangriffe wie Chun-Lis Feuerball und andere Dinge nach Belieben miteinander kombinieren. So kann man dann zum Beispiel den gesamten Kampfstil von Chun-Li übernehmen, gleichzeitig aber Dragon-Punch von Luke verwenden.
Bezüglich der Handlung nimmt sich Capcom nicht sonderlich ernst. Wie man bereits in Trailern gesehen hat, stellt sich einem unter anderem ein Kühlschrank in den Weg, die verfeindete Verbrecherbande trägt Kartons auf dem Kopf, und auch die eigene Spielfigur kann so albern aussehen, wie man es nur möchte.
Bildergalerie
Das ist jedoch nicht schlimm, sondern passt sogar sehr gut zur farbenfrohen und abgedrehten Ästhetik des Titels. Insgesamt erinnert der Story-Modus sehr an die Yakuza-Spiele. Es gibt eine Menge zu erkunden, Minispiele zu absolvieren, mit denen man Geld verdient, eine Menge verrückter Charaktere zum Kennenlernen, und natürlich willkürliche Passanten zum Verprügeln.
