Twitch: Erst verboten, jetzt erlaubt - Webseite beugt sich dem "Omoggle"-Trend
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Aus der "Looksmaxing"-Szene schwappt ein Trend auf Twitch rüber, den die Livestreamingseite jetzt unterstützt und dafür ihre Richtlinien gelockert hat. Apps wie "Omoggle" sind plötzlich doch erlaubt.
Die Livestreaming-Webseite Twitch hat vor Kurzem ihre Richtlinien für "randomized video chat services" aktualisiert, nachdem viele Streamer einen neuen Internet-Trend aufgegriffen haben. Auslöser dafür ist die Popularität von "Omoggle" - ein Ableger der eingestellten Online-Chatseite Omegle.
Nach einem kurzen Hin und Her stellt Twitch jetzt klar, dass diese Art von Videochats auf der Livestreaming-Plattform wieder erlaubt sind.
Was ist "Omoggle"? Neuer Trend führt zu Änderung der Twitch-Richtlinien
Omegle war eine frei zugängliche Webseite, die zufällige Nutzer unter dem Motto "Talk to Strangers" in Chats samt Videoübertragung zusammenführte. Auch weil für Omegle keine Registrierung nötig war, kam es zu diversen rechtlichen Problemen, weshalb die Webseite 2023 nach einem langjährigen Gerichtsprozess heruntergefahren werden musste.
Omoggle funktioniert auf eine ähnliche Weise. Zufällige Nutzer werden zu zweit in einen Videocall geworfen und sehen sich per Webcam. Der Twist von Omoggle ist, dass dabei eine KI das Gesicht der Nutzer analysiert und nach wenigen Sekunden für beide Nutzer eine Wertung ausspuckt.
Wer laut der KI die bessere Gesichtsform aufweist, "gewinnt" diesen "Mogging"-Wettbewerb. Im Video oben seht ihr, wie das Ganze abläuft. Der Trend stammt aus der "Looksmaxing"-Szene, die in letzter Zeit auf Social Media immer mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Was ändert Twitch?
Bisher war es Twitch-Streamern nicht erlaubt, Random-Video-Chat-Services wie Omegle oder Omoggle zu nutzen. Hauptgrund dafür war, dass Streamer dabei keine Kontrolle darüber haben, was für Content ihre Zuschauer im Videochat der anderen Personen zu sehen bekommen. Doch nachdem Omoggle aber immer populärer wurde, haben die Verantwortlichen der Amazon-Seite die Nutzungsbedingungen angepasst.
Quelle: Twitch
Twitch: Erst verboten, jetzt erlaubt - Webseite beugt sich dem "Omoggle"-Trend (2)
Der obige Abschnitt für "randomized Video-Chats" wurde jetzt aus den Community Guidlines unter "Sensitive Content" entfernt. Trotzdem gelten für Apps dieser Art weiterhin einige Regeln.
Wie Twitch in einem Statement gegenüber Dexerto sagt, hat man diese Richtlinien entfernt, um seinen Content-Creatorn mehr Freiheit zu geben. Gleichzeitig behält man das Thema im Auge und wird gegebenenfalls die Richtlinien dahingehend erneut abändern.
Woher stammt der Trend?
Das wohl bekannteste Gesicht hinter dem sogenannten Looksmaxing-Trend ist Braden Peters, aka Clavicular. Wie der Name des Trends bereits vermuten lässt, haben es sich Looksmaxer wie Clavicular zur Aufgabe gemacht, das bestmögliche Aussehen bzw. äußerlich die attraktivste Version von sich herauszuholen. Dieses Phänomen sieht man immer häufiger unter jungen Männern und es entstammt der sogenannten Manosphere.
Looksmaxing umfasst nicht nur gesunde Ernährung und Sport, sondern oft auch drastische Maßnahmen wie Injektionen von gefährlichen chemischen Stoffen, Schönheitsoperationen oder das Bearbeiten des Kiefers mit einem Hammer (kein Scherz). Den Namen "Omoggle" verdankt die App dem auf TikTok entstandenen Begriff "AMOG" (Alpha Male of the Group). Jemanden zu "moggen" bedeutet so viel wie, jemanden (äußerlich) zu übertreffen.
So, damit aber genug mit dem fragwürdigen neuen Internet-Lingo für heute. Twitch-Streamer können sich also weiterhin per "Looksmaxing-Content" mit zufälligen Leuten aus dem Internet "vergleichen". Was haltet ihr davon? Teilt gerne eure Meinung in den Kommentaren und beachtet beim Kommentieren wie immer die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.
Quelle | Dexerto
