Stray im Test: Apokalypse Miau - Seite 2

Test Christian Fussy
Stray im Test: Apokalypse Miau - Seite 2
Quelle: BlueTwelve Studio / Annapurna Interactive

Im Test zu Stray verraten wir euch, wie gut die Mischung aus drolligem Katzenabenteuer und post-apokalyptsichem Cyberpunk-Thriller funktioniert.

Gameplaytechnisch wird zwar wenig Innovation geboten, dafür funktioniert aber auch jedes System, wie es soll. Die Steuerung geht super von der Hand und auch Videospiel-Einsteiger sollten keine größeren Probleme haben, die Spielfigur herumzumanövrieren. Mit dem unteren Button können wir von Vorsprung zu Vorsprung oder auf Objekte springen, wenn ein Button-Prompt dafür angezeigt wird. Freies Springen oder außer Versehen daneben hüpfen, ist damit nicht möglich. Mit dem rechten Trigger wird gerannt, auf dem oberen Knopf interagieren wir mit der Spielwelt, links geben wir der Drohne Befehle und rechts können wir manuell maunzen und miauen. Die Geräusche der Katze unterscheiden sich dabei beeindruckend oft voneinander. Diese Kleinigkeiten mögen vielleicht den Wenigsten auffallen, tragen aber definitiv zum Charme des Spiels bei und zeugen von der Leidenschaft des Entwicklerteams.

Die Stadt, deren Struktur und Look auf der realen, mittlerweile verlassenen Hongkonger Siedlung Kowloon City basieren, besteht aus mehreren Arealen, die optisch abwechslungsreich gestaltet sind. Wir beginnen in einem heruntergekommenen Wohngebiet mit tiefen Häuserschluchten. Dann arbeiten wir uns über die Kanalisation in das in Neonlicht getränkte Stadtzentrum vor, das mit Straßenständen, Diskotheken und Geschäften aufwartet. Und schließlich erreichen wir die hochtechnologisierte Oberstadt. Die einzelnen Bereiche haben einen ganz eigenen Vibe, wirken meist lebendig und strotzen vor kleinen, spaßigen Details.

Lob gebührt außerdem dem ausgezeichneten Ambience-Soundtrack, der Musik mit andersweltlichen Umgebungsgeräuschen zu einem atmosphärischen Klangteppich verwebt. Stray im Test: Apokalypse Miau (3) Quelle: PC Games Stray im Test: Apokalypse Miau (3)

Die Obrigkeit und andere Blutsauger

Obwohl es sich bei Stray nicht um ein besonders schwieriges Spiel handelt, so ist es trotzdem auch kein kompletter Spaziergang. Auf unserer Reise durch die Ruinen der Metropole treffen wir gelegentlich auf Kreaturen, die uns gerne das Fell über die Ohren ziehen würden.

Der erste Gegnertyp, die Zurks, sind gigantische Zecken, die in Form und Farbe an die Headcrabs aus Half Life erinnern.

Die sind im Schwarm unterwegs und versuchen, uns durch ihre schiere Zahl zu überwältigen. Um uns zu töten, reicht es schon, wenn eines der Viecher längere Zeit an uns dran hängt. Je mehr Blutsauger sich auf uns stürzen, desto schneller geht der Prozess vonstatten und desto langsamer können wir uns fortbewegen. Schaffen wir es nicht, die Biester schleunigst abzuschütteln, bestraft uns Stray mit einem Game Over.
Stray im Test: Apokalypse Miau (2) Quelle: PC Games Stray im Test: Apokalypse Miau (2) Später im Spiel treffen wir dann auch noch auf Drohnen des Regierungsapparats, gegen die wir sogar noch wehrloser dastehen als gegen die Zurks. Haben die uns erst mal ins Visier genommen, heißt es schnell Reißaus nehmen, wollen wir nicht als frittierte Katze enden.

Dadurch, dass die Bewegungen und Geräusche der Katze sehr echt wirken, könnte die Gewalt im Spiel für Kinder verstörend sein. Auch Aussehen und Schnelligkeit der Zurks könnten bei den Kleinen Stress auslösen. Wer sich unsicher ist, sollte den Nachwuchs also zumindest nicht alleine losziehen lassen.

Meinung

Wertung zu Stray (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Authentische AnimationenExtremer "Awwww"-FaktorSchicke GrafikLiebe zum Detail bei Welt- und FigurendesignSolides Gameplayfundament ohne SchnörkelStarke Musikuntermalung
Generische StoryPlätschert zum Ende hin etwas aus

Stray erscheint am 19. Juli 2022 für PC, Playstation 4 und Playstaton 5. Der Titel wird direkt zum Launch auch im Katalog von PS Plus Extra und PS Plus Premium verfügbar sein. Die Downloadgröße beträgt auf Steam rund 7 GB. Laut Sony soll die PS5-Version 7.5 GB und die PS4-Version etwas über 13 GB groß sein.

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