Stray Blade auf der Gamescom angespielt - Seite 2
Special 16,99 €
Souls-likes wie Elden Ring sind euch viel zu schwer und kompliziert? Stray Blade eines Berliner Entwicklers könnte die Lösung sein. Unsere Vorschau!
Nach einer kurzen Umgewöhnungsphase, weil das Spiel eure Angriffe genreuntypisch auf die Facebuttons legt, klappte all das sehr intuitiv. Das Kampfgefühl überzeugt, ist schnell verstanden und angenehm einfach zu lesen - auch, weil Feinde beim Angreifen kurz aufleuchten. Entschlackt und zugänglich ist darüber hinaus auch die Charakterentwicklung: Bei Rüstungsteilen gibt es nur zwei Attribute zu beachten, nämlich Abwehr und Ausweich-Effizienz, womit unter anderem die Anzahl eurer I-Frames beim Ausweichen gemeint ist.
Waffen meistert ihr in drei Stufen, indem ihr sie benutzt, und schaltet dadurch Slots für passive Unterstützungsrunen und Spezialangriffe frei. Auch der Skilltree, in dem ihr eure Erfahrungspunkte ausgebt, basiert komplett auf euren Waffen. Hier gibt's dann etwa Schadensupgrades zu kaufen. Manche Punkte auf dem Talentbaum könnt ihr aber erst freischalten, wenn ihr mehrere damit verbundene Waffen gemeistert habt, wodurch ihr zum Ausprobieren motiviert werden sollt. Cooles Detail: Mit gefundenen Farben dürft ihr Rüstungen und Waffen jederzeit optisch anpassen.
In diesem Artikel
Das mildere Souls-like
Quelle: Point Blank Games / 505 Games
Stray Blade auf der Gamescom angespielt: Farbenfrohes Action-RPG aus Berlin könnte die ideale Einstiegsdroge werden (3)
Im Gegensatz zu den komplizierten Menüs eines Elden Ring ist bei Stray Blade schnell verstanden, worauf es zu achten gilt und das Spiel kommt dadurch sehr viel zugänglicher daher, was von der direkteren Story-Vermittlung und dem zwar recht offenen, aber übersichtlichen Leveldesign noch unterstrichen wird.
Gleiches gilt für den Schwierigkeitsgrad: Ihr seid verhältnismäßig schnell tot, die Gegner sind zahlreich, die Heilmöglichkeiten begrenzt und die meisten Feinde respawnen nach eurem Ableben. Euer Fähigkeitenrepertoire ist dafür recht mächtig und die Angriffsmuster schnell und einfach erlernbar, außerdem verliert ihr beim Tod eure Erfahrungspunkte nicht - der letzte Punkt könnte sich laut den Entwicklern je nach Feedback allerdings noch ändern.
Quelle: Point Blank Games / 505 Games
Stray Blade auf der Gamescom angespielt: Farbenfrohes Action-RPG aus Berlin könnte die ideale Einstiegsdroge werden (2)
Weltbewegende Tode
Beißt ihr doch mal ins Gras, hat Stray Blade ein interessantes Feature in Petto: Weil ihr offenbar eine Weile tot seid, bevor Boji euch wiederbelebt, kann es sein, dass sich eine neue Gegnerfraktion im Gebiet angesiedelt hat, wenn ihr wieder aufwacht. Dann solltet ihr nicht nur eure Bewaffnung wegen der unterschiedlichen Kampfstile von Monstern und Menschen anpassen, sondern könnt etwa im neuen Lager der Soldaten auch Schmiedestationen benutzen oder Schätze abgreifen.
Nun können wir natürlich noch nicht einschätzen, ob die entschlackten, unkomplizierten Systeme im späteren Spielverlauf vielleicht dafür sorgen, dass ihm irgendwann die Puste ausgeht oder es allzu anspruchslos wird. Titel wie Kena: Bridge of Spirits oder Ender Lilies haben aber in der Vergangenheit bewiesen, dass es nicht immer einen gnadenlosen Schwierigkeitsgrad oder hochkomplexe Mechaniken braucht, um ein motivierendes und forderndes Abenteuer auf die Beine zu stellen - auch nicht als Souls-like.
In der Probe-Session entpuppte sich Stray Blade als hübsches, toll spielbares und angenehm aufgeräumtes Action-Rollenspiel. Kann es dieses Niveau halten, dann steht allen Genre-Fans und vor allem denen, die es noch werden wollen, nächstes Jahr ein hochkarätiger Titel ins Haus!
Meinung
Stray Blade soll 2023 für PC (Epic Games Store und Steam), PS5 und Xbox Series erscheinen. Einen genaueren Termin nannten die Entwickler noch nicht. Falls ihr noch mehr anspruchsvolle Action-Rollenspiele braucht, empfehlen wir euch unsere Vorschau zu Lies of P, das wir auf der Gamescom ebenfalls anspielen durften, unseren Test zu Thymesia oder unseren Einkaufsführer zum Souls-like-Genre.
