In seinem vierten Film schlägt der als Zyniker bekannte In-dependent-Regisseur Todd Solondz erneut scharfe gesellschaftskritische Töne an. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken "Happiness" und "Willkommen im Tollhaus", die beide diverse Preise einheimsten, überzeugt der überzogene Episodenfilm "Storytelling" allerdings nicht. Von Filmkritikern und Publikum wurde er in Cannes 2001 mit wenig Begeisterung aufgenommen, in den deutschen Kinos lief er nie an.
In "Fiction", der ersten von zwei Episoden, erzählt der Filmemacher von der Literaturstudentin Vi (Selma Blair), die stets um "Political Correctness" bemüht ist, die Inspiration für ihre Kurzgeschichten aus ihrem Sexualleben zieht und damit kläglich scheitert.
In der zweiten, längeren Erzählung "Wahre Geschichten" geht es um den Dokumentarfilmer Toby (Paul Giamatti), der die amerikanische Teenagerkultur am Beispiel des schlaksigen "Scooby" (Mark Webber) aufzeigen will, sich aber um die Konsequenzen seines Schaffens keinerlei Gedanken macht. Daneben wird die Fassade einer nur nach Außen hin heilen Familie demontiert.
Die Disc kommt mit wenigen Extras und einem nur unterdurchschnittliches Bild. MS
