Steam: Das FBI untersucht mysteriöse Malware-Spiele

News Marc Zander
Steam: Das FBI untersucht mysteriöse Malware-Spiele
Quelle: Areamobile

Das FBI hat eine Untersuchung gegen Cyberkriminelle eingeleitet, die manipulierte Indie-Spiele auf Steam genutzt haben, um Schadsoftware auf den Rechnern von Spielern zu installieren, um Kryptowährungen und sensible Zugangsdaten zu entwenden.

Die Niederlassung in Seattle des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) hat eine großangelegte Untersuchung zu mit Malware infizierten Videospielen auf der Vertriebsplattform Steam eingeleitet. Dabei haben Kriminelle vermutlich die Infrastruktur von Valve ausgenutzt, um Schadsoftware über Indie-Spiele zu verbreiten. Die Ermittler konzentrieren sich auf eine spezifische Betrugsmasche, die Kryptowährung und sensible Daten von PC-Spielern zu entwenden.

Welche Spiele auf Steam sind laut FBI gefährlich?

Die Spiele, die bei der FBI-Ermittlung im Fokus stehen, gehören allesamt zum Segment der Indie-Spiele und waren teilweise noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Die Spiele wurden dabei erst nach der Veröffentlichung über Updates mit der Malware infiziert. Steam hat die Titel laut eigener Aussage mittlerweile aus seinem Store entfernt und die Käufer informiert. Zudem soll Valve eng mit dem FBI zusammenarbeiten, um den Vorfall aufklären zu können.

Diese Indie-Spiele von Steam sind von den FBI-Untersuchungen betroffen:
  • BlockBlasters
  • Chemia
  • Dashverse/DashFPS
  • Lampy
  • Lunara
  • PirateFi
  • Tokenova

Die Schadsoftware übermittelte die Steam-Nutzerdaten, Browserpasswörter, E-Mail-Zugangsdaten und sogar Wallets für Kryptowährungen. Es soll sogar einen Fall geben, bei dem ein Nutzer beim Spielen eines der infizierten Titel Kryptowährung im 6-stelligen Bereich verloren haben soll. Laut FBI waren die infizierten Spiele zwischen Mai 2024 und Januar 2026 auf Steam aktiv.

Falls ihr einen der genannten Titel bei Steam gekauft und gespielt habt oder jemanden kennt, bei dem dies der Fall war, bittet das FBI um eure Mithilfe. Auf einer speziell eingerichteten Seite könnt ihr ein Formular ausfüllen, in dem ihr mehrere Fragen rund um die infizierten Titel und euren Steam-Account beantworten müsst.

Habt ihr eines der genannten Spiele bei Steam gekauft? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: FBI Seattle (via Polygon)

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