Steam, PSN und Co.: DDoS-Attacke gegen Gaming-Dienste vermutet

News David Fabricius
Steam, PSN und Co.: DDoS-Attacke gegen Gaming-Dienste vermutet
Quelle: Pixabay

Zu Beginn der Woche war Chaos angesagt: Steam, Xbox, PlayStation und Riot Games hatten zeitweise mit Störungen zu kämpfen. Viele Spieler meldeten Probleme, und noch ist unklar, wie groß der Schaden wirklich war. Könnte eine massive DDoS-Attacke dahinterstecken?

Wer gestern früh Probleme hatte, sich bei Steam oder anderen großen Gaming-Plattformen einzuloggen, war nicht allein. Zahlreiche Dienste, darunter Xbox, PlayStation, Riot Games und Epic, meldeten fast zeitgleich Ausfälle. Laut mehreren Cybersecurity-Portalen könnte der Grund dafür eine groß angelegte DDoS-Attacke sein, die mehrere große Spielefirmen gleichzeitig traf.

Nicht nur Steam betroffen

Wie Daten auf Downdetector zeigen, traten die Ausfälle nahezu parallel auf. Kurz vor 23 Uhr ET am 6. Oktober kamen erste Spielerberichte über Login-Probleme und abgebrochene Verbindungen. Laut deutscher Zeit müsste dies bei uns morgens ab 5 Uhr gewesen sein. Daraufhin bestätigte Riot Games auf seinen Statusseiten Störungen bei League of Legends und Valorant.

Laut einem Bericht von Cybernews könnte hinter den Angriffen das Airsuru-Botnetz stecken. Dies ist ein riesiges Netzwerk kompromittierter Geräte, das bereits im September für "hyper-volumetrische DDoS-Angriffe" verantwortlich gemacht wurde. Cloudflare bezeichnete Airsuru damals als Quelle der bislang größten jemals gemessenen Internetangriffe. Auch PC Mag und andere IT-Portale berichten, dass Airsuru offenbar wieder aktiv ist. Diesmal gehen sie offenbar gezielt gegen Gaming-Dienste vor. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht.

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Riot bestätigt branchenweite Probleme

In einer Stellungnahme gegenüber PC Gamer erklärte Riot Games-Sprecher Joe Hixson, dass "mehrere Unternehmen in den letzten 36 Stunden von Netzwerkproblemen betroffen" waren. Zwar nannte er keine Details, bestätigte aber, dass Riot temporär Ranglistenwarteschlangen deaktivieren und Spieler in betroffenen Regionen entschädigen musste.

Auch Steam und PlayStation Network waren zwischenzeitlich nicht erreichbar, erholten sich aber innerhalb weniger Stunden. Offizielle Statements von Valve oder Sony liegen bislang nicht vor. Warum die Attacken stattfinden, ist unklar. Dahinter könnte vor allem eine Machtdemonstration von Angreifern stecken, die ihre Kontrolle über riesige Botnetze demonstrieren wollen.

Quelle: pcgamer

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