Test zu Star Wars Squadrons: Tolle Weltraum-Action, tolle Star-Wars-Atmosphäre

Test Christian Zamora
Test zu Star Wars Squadrons: Tolle Weltraum-Action, tolle Star-Wars-Atmosphäre
Quelle: PC Games 

Mit Squadrons kehrt nach über 17 langen Jahren reine Weltraum-Action ins Star-Wars-Universum zurück. Wir haben uns in die Weltraumschlachten gestürzt und verraten euch im Test, was Star Wars Squadrons gut macht und was eher nicht.

Es war einmal vor langer Zeit, genauer gesagt in den 1990er bis frühen 2000er Jahren unserer Galaxis, in denen paradiesische Zeiten für Rebellen- und imperiale Piloten herrschten. In dieser Zeit entstanden unbestreitbare geistige Urväter von Star Wars: Squadrons. Im Jahr 1993, als 3,5-Zoll-Disketten die dominierende Spezies unter den Datenträgern waren, veröffentliche LucasArts den damals so genannten Space-Combat-Simlator X-Wing. Der brillierte vor allem mit authentischen Soundkulissen, atemberaubender Grafik und einer simulationsartigen Steuerung, dank teils doppelter Tastaturbelegung, und bot zahlreiche Wendungen in einem spannenden Missions-Design verpackt. Bereits ein knappes Jahr später verglühten Joysticks im verbesserten Nachfolger TIE Fighter, der euch zum ersten mal in einem Spiel auf die Seite des Imperiums führte. Drei Jahre danach explodierte dem Autor dieser Zeilen die Telefonrechnung und fast das Modem, aufgrund durchgezockter Nächte des auf Mehrspieler ausgelegten X-Wing vs. TIE Fighter - diesmal deutlich aufgehübscht dank 3DFX-Grafik-Effekten.

In den späten 1999ern erschien mit X-Wing: Alliance der storylastige, ebenfalls großartige und leider letzte Ableger, in dem ihr den Angriff auf den zweiten Todesstern miterleben durftet. Der Klassiker wird bis heute von einer treuen Fangemeinde modernisiert - mittlerweile sogar mit VR-Headset-Unterstützung. Besitzer des GameCube kämpften sich dann Anfang des 21. Jahrhunderts in der brillanten Rogue-Squadron-Serie, besonders in Rebel Strike und Rogue Leader durch fantastisch inszenierte, actiongeladene und heute noch optisch imposante Einzelspieler-Missionen. Danach war schwer zu sehen, was die Zukunft bringt und für eine sehr lange Zeit verhallten Star-Wars-Spiele mit reiner Weltraum-Action wie Explosionen im Vakuum.
Siegerposen gehören mittlerweile fast in jedem Mehrspieler-Titel zum Standard. Mehrere Variationen könnt ihr mit Ehrenpunkten freischalten. Quelle: PC Games  Siegerposen gehören mittlerweile fast in jedem Mehrspieler-Titel zum Standard. Mehrere Variationen könnt ihr mit Ehrenpunkten freischalten. Um so überraschender war für alle im Juni diesen Jahres die Ankündigung zu Star Wars: Squadrons (jetzt kaufen ), das sich aufmacht, diese endlos währende Durststrecke zu beenden. Bereits vier Monate danach dürft ihr euch selbst ins Cockpit schwingen, um dem Imperium UND den Rebellen erneut das Fürchten zu lehren.

Fantastisch inszeniert

Das Folgende ist spoilerfrei, versprochen! Nach zwei spannenden Prolog-Missionen befördert euch Star Wars: Squadrons in die Zeit kurz nach der Zerstörung des zweiten Todessterns. Die Reste der imperialen Flotte wollen die Vorherrschaft in der Galaxis zurückzugewinnen, während die ehemaligen Rebellen den Aufbau der neuen Republik bemühen. Dabei kommt es natürlich zu zahlreichen Konflikten zwischen den Parteien.

Ihr schwingt euch für die Missionen abwechselnd auf den Pilotensitz des Vanguard- (Neue Republik), sowie Titan-Squads (Imperium) und taucht damit in eine neue, spannende Geschichte auf beiden Seiten des galaktischen Konflikts ein. Diese führt euch nicht nur in gefährliche Kämpfe weit hinter den feindlichen Linien, sondern macht euch mit neuen und auch ein paar bekannten Charakteren vertraut. Ihr spielt also permanent gegen euch selbst - witzige Idee.

Bombastisch inszeniert und übrigens auch ausgezeichnet in deutscher Sprache synchronisiert ist die Kampagne über 14 Missionen mit grandiosen Zwischensequenzen verbunden. Zwischen den Aufgaben bestaunt ihr nicht nur Hangars und Schiffe, sondern unterhaltet euch mit NPC-Kollegen eures aktuellen Squads, die ihre Sicht zu den Geschehnissen schildern und Informationen zum Verlauf der Geschichte beitragen - oder manchmal auch nur über ihren Alltag schwadronieren.
Asteroidenfelder sehen schick aus, werden aber zu eurem Schrottplatz, wenn ihr hier nur gegnerischen Schiffen eure Aufmerksamkeit schenkt. Quelle: PC Games  Asteroidenfelder sehen schick aus, werden aber zu eurem Schrottplatz, wenn ihr hier nur gegnerischen Schiffen eure Aufmerksamkeit schenkt. Sitzt ihr endlich am Steuerknüppel eures Anfangs fest zugeteilten Jägers, folgt ihr zu Beginn einer Mission oft einem Kommando-Schiff, begleitet einen Konvoi, donnert durch den Hyperraum oder patrouilliert. Doch sobald die Action los geht, habt ihr volle Handlungsfreiheit - verliert aber die Aufgaben dabei möglichst nicht aus den Augen! Übrigens, wer auf Erkundungstour gehen will, stößt irgendwann leider unweigerlich auf unsichtbare Barrieren, deren Überschreitung meist durch Warnung zum Umkehren und Schaden am Schiff abgestraft wird - schade.

Das stört jedoch gewillte Piloten nicht weiter, denn die Szenarien sind stets abwechslungsreich gestaltet und beschäftigen oft bis zu einer halben Stunde pro Mission. Von Konvoi-Eskorten über Dog-Fights bis hin zu Angriffen auf Großkampfschiffe und gefährlichen Schlachten in Asteroidenfeldern wird euch viel geboten. Permanentes Funkfeuer eurer Staffel-Gefährten erklärt dabei stets die nächsten Schritte und heizt die Stimmung auch gern mal an.

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Viel (ge-)Knall im Weltall

Auch wenn ihr euch die meiste Zeit im faden Weltall aufhaltet, präsentiert sich jede Mission in immer neuen, abwechslungsreichen Umgebungen, untermalt mit spektakulären Explosionen, Wolkenbrüchen aus massiven Lasersalven, sowie liebevoll detaillierten Schiffen und Objekten. Dank der für Star Wars typischen, wiedererkennbaren Antriebs-Geräusche der Rebellen-Schiffe und imperialen Jäger fühlt ihr euch mitten im Geschehen. Unterstützt wird das audiovisuelle Erlebnis durch neue und alte Musikstücke, die sich den jeweiligen Situationen stimmungsvoll anpassen. Das ihr euch bei Gefechten ausschließlich in den detaillierten Cockpits wiederfindet, trägt seinen Teil zum Simulations-Gefühl bei. Auf eine Third-Person-Option, also der Blick aus der Sicht hinter dem Schiff wurde verzichtet. Die bekommt Ihr höchstens in der "Kill-Cam", also nach eurem virtuellen Ableben in Mehrspieler-Gefechten zu sehen. Das ist eine nachvollziehbare Design-Entscheidung, damit alle Spieler, vor allem im Mehrspieler-Modus keine besonderen Vor- oder Nachteile haben - vielleicht abgesehen vom Einsatz von VR-Headsets. Doch dazu später mehr.
Im Besprechungsraum werden euch eure neuen Einsatzziele mitgeteilt. Quelle: PC Games  Im Besprechungsraum werden euch eure neuen Einsatzziele mitgeteilt.

Schritt für Schritt zum Ass-Piloten

Mit voranschreitendem Kampagnenverlauf erlernt ihr Schrittweise den Umgang und vor allem die Unterschiede der einzelnen Schiffstypen auf beiden Seiten. Ihr fliegt dazu natürlich irgendwann mal jeden Jäger, Bomber, Abfang- und Support-Jäger und dürft diese später vor dem Start selbst wählen und dann mit komponentenbedingten Vor- und Nachteilen herumexperimentieren.

Schon sehr bald meistert ihr Driften und Ausweichmanöver, unter anderem wenn euer Schiff ins Visier genommen wurde und Raketen euch das Leben schwer machen wollen. Irgendwann schlagt ihr beinahe automatisch Haken, wie Hasen auf der Flucht vor Fressfeinden.
Der Umgang mit der Energieverwaltung sollte euch möglichst bald ins Blut übergehen, damit schnelle Wechsel zwischen Manövern, Schildaufladung und Waffen-Energie locker von der Hand gehen. Hierzu dürft ihr übrigens auf Hilfe-Einstellungen zurückgreifen, die die Energieverwaltung vereinfachen oder wunschgemäß modifizieren.

Befehlsvergabe, so genannte Squad Commands, sind schnell erteilt, um beispielsweise Gegner von euren Staffelmitgliedern angreifen zu lassen, während ihr euch mit anderen Zielen beschäftigt oder für euer Schiff neue Bewaffnung anfordert. Vier Schwierigkeitsgrade lassen euch dabei die Wahl, ob ihr eher einen ruhigen Flug erlebt oder jeder Pilotenfehler direkt zu eurem Ableben führt. Enthusiasten dürfen übrigens sämtliche UI-Elemente wie Ziel-Anzeigen abstellen, beziehungsweise einzeln aktivieren und sich rein auf die Cockpit-Elemente konzentrieren, um ein gewünscht authentisches Spielgefühl zu erzielen. Nur die bis etwa zur Mitte der Kampagne häufigen Unterbrechungen der Tutorial-Fenster könnten stören, denn die pausieren jedes Mal das Spielgeschehen.

Gesucht: Mehr Spiel im Mehrspieler

Um euch mit den verschiedenen Schiffstypen vertraut zu machen, legen wir euch den Trainings-Modus ans Herz, denn jedes Modell fliegt sich komplett anders. Es gibt zwar auf beiden Seiten die gleichen Schiffs-Typen, selbst diese unterscheiden sich aber in Details wie Geschwindigkeit, Wendigkeit und in ihrer Handhabung. Vernachlässigt also erst mal keine der beiden Fraktionen. Ihr könnt euch anschließend online in den gerade mal zwei Modi "Weltraumgefecht" und "Flottenkampf" auf je sechs Karten austoben. In Weltraumgefechten messen sich fünf Rebellen gegen fünf imperiale Spieler in klassischen Dog-Fights - dazu stehen alle Jäger zur Verfügung.
Bei beiden Fraktionen kann die Optik des Piloten jeder Zeit frei geändert werden. Kosmetisches wie Uniformen müsst ihr zuvor freispielen. Quelle: PC Games  Bei beiden Fraktionen kann die Optik des Piloten jeder Zeit frei geändert werden. Kosmetisches wie Uniformen müsst ihr zuvor freispielen. Flottenkämpfe sind hingegen ein Stück komplexer mit drei Phasen und drei unterschiedlichen Herangehensweisen. Diesen Modus bestreitet ihr entweder mit KI-Begleitern, kooperativ mit Freunden, oder als gewertete PvP-Variante mit vier menschlichen Partnern gegen fünf andere Spieler. Hierbei müsst ihr Großkampfschiffe eurer Flotte verteidigen, während ihr die gegnerischen vernichtet. In der ersten Phase schlagt ihr euch gegen Sternenjäger (Spieler und NPCs) durch, danach zerstört ihr Großkampfschiffe und zuletzt das Flaggschiff des Gegners. Leider verfügen nur die Flottenkämpfe aktuell über gewertete Spiele mit einem Rang-System. Durch Aufstiege bekommt ihr Ränge und Titel, die dann kosmetische Belohnungen freischalten. Motive Studios muss hier dringend nachlegen, denn die geringe Schiffsauswahl und die maue Mehrspieler-Sektion ist schneller durchlebt als ein unbewaffneter Ausflug in ein Rancor-Nest.

Mikrotransaktionen sind in Carbonit eingefroren

Dank des Verzichts auf Mikrotransaktionen steht Star Wars: Squadrons auf der hellen Seite der Macht. Mit erspielten Ehrenpunkten aus den Mehrspieler-Gefechten schaltet ihr optische Verbesserungen wie neue Helme, Pilotenanzüge, Emotes und Siegerposen frei. Spielereien, wie Wackelkopffiguren und Hologramme verschlimmbessern eure Cockpits. Fade Schiffslackierungen dürft ihr mit neuen Farbgebungen und Emblemen versehen. Durch erreichte Ränge bzw. Titel in gewerteten Mehrspielerschlachten gibt es dann noch spezielle epische und legendäre Freischaltungen, beispielsweise weitere Helme.

Zusätzliche Ehrenpunkte könnt ihr übrigens in täglichen Herausforderungen erspielen. Einmalige Operationsherausforderungen bauen auf einer bestimmten Anzahl von täglichen auf und können in einem Zeitraum von acht Wochen abgeschlossen werden. Als Belohnung gibt es nach Ablauf dieser Zeit einen weiteren kosmetischen, epischen Gegenstand.

Mit der zweiten Währung, den Requisitionspunkten, schaltet ihr Komponenten zur Leistungsverbesserung der Jäger frei. Vergleicht die Eigenschaften der Komponenten aber gewissenhaft, denn neue bringen nicht nur Verbesserungen, sondern verschlechtern im Gegenzug auch oft Eigenschaften wie eure Schildenergie, Rumpf-Stabilität oder Feuerkraft. Dafür müsst ihr jede Komponente nur einmal freischalten und habt diese dann auf beiden Fraktionsseiten zur Verfügung.
Eure Schiffe könnt ihr durch Mehrspieler-Errungenschaften äußerlich und im Cockpit verschönern und natürlich Komponenten verbessern. Quelle: PC Games  Eure Schiffe könnt ihr durch Mehrspieler-Errungenschaften äußerlich und im Cockpit verschönern und natürlich Komponenten verbessern.

Volle Kontrolle

Um dem, für einen Action-Titel, enormen Steuerungsumfang gerecht zu werden, unterstützt Star Wars: Squadrons zahlreiche gängige Eingabegeräte, wie Joysticks, Controller, sowie Maus und Tastatur. Ihr solltet das für euch am Besten geeignete Bediengerät ausmachen und vor allem konfigurieren, denn die Einstellungsmöglichkeiten sind selbst auf einem Controller erstaunlich umfangreich. Neben Schub-Kontrolle, Rotation und Neigung müsst ihr Kommunikation, Energieverwaltung, unterschiedliche Arten des Anvisierens, Schild-Verteilung und zahlreiche weitere Features unterbringen. Einsteiger brauchen keine Angst zu haben, zur Unterstützung bietet Squadrons diverse Hilfestellungen, wie automatisch das zuletzt beschossene Ziel ins Visier zu nehmen.

Am Besten eignete sich in unserem Test ein Joystick mit separater Schubkontrolle, wie das Hotas T.Flight und das kostspieligere X52. Für die Hotas-Geräte gibt es bereits im Spiel integrierte Belegungsvorlagen, die ihr aber dennoch euren Vorlieben entsprechend anpassen solltet. Mit einem Day-One-Patch erhielten übrigens auch PS4-Spieler die spezielle Unterstützung für Hotas-Eingabegeräte.
Einsätze zwischen Flottenschiffen sind grafische Feuerwerke, erfordern jedoch Aufmerksamkeit und Piloten-Geschick, um nicht an Wänden zu Enden. Quelle: PC Games  Einsätze zwischen Flottenschiffen sind grafische Feuerwerke, erfordern jedoch Aufmerksamkeit und Piloten-Geschick, um nicht an Wänden zu Enden. Wir empfehlen die Button-Nummerierung eures Joysticks aufzuschreiben, oder direkt auswendig zu lernen. Denn gerade zu Beginn verwirren die Einblendungen der Button-Zugehörigkeiten enorm. Dafür fühlt sich der Flugmodus mit einem Joystick authentischer an, falls so etwas in einem Sci-Fi-Titel überhaupt möglich ist. Mit einem Controller profitiert ihr hingegen von Radial-Menüs für Schild-Verteilung, Kommunikation und Anvisier-Verhalten, die ihr allerdings ebenfalls mit der Tastatur und auf dem Joystick aufrufen dürft. Für die erwähnten Optionen dürft ihr zudem entscheiden, ob ihr lieber die entsprechende Taste halten wollt oder die Anzeigen direkt durch Drücken der Taste erscheinen. Ihr habt also unglaublich viele Möglichkeiten, euch die perfekte Kontrolle zu konfigurieren. Maus und Tastatur sind hingegen ein wenig gewöhnungsbedürftig, gerade durch den Radius-Bereich der Maus selbst, die Bewegungsweite und Geschwindigkeit definiert.

Verfügt ihr über ein VR-Headset entfaltet sich für euch eine noch tiefer gehende Immersion, da ihr vor allem dank freier Kopfbewegung und Sicht deutlich mehr Überblick im Kampfgetümmel habt. Gerade in Mehrspielergefechten kann das zum unschätzbaren Vorteil werden, sofern ihr eine Oculus Rift, HTC VIVE oder PSVR euer Eigen nennt.

Die freie Sicht ist ebenso über die anderen Steuergeräte zu aktivieren. Zum jetzigen Stand, also Release mit Day-One-Patch ist jedoch während der Aktivierung die Steuerung des Jägers nicht mehr möglich. Dabei ist leider auch egal, mit welchem Kontroll-Gerät ihr die Sicht-Steuerung eingestellt habt, also Coolie Hat, Joystick, D-Pad oder Analog-Sticks - doof.
Nach Missionsabschluss erhaltet ihr eine Übersicht, wie gut ihr euch geschlagen und was ihr ggfs. übersehen habt, sowie Infos zu Bonus-Zielen. Quelle: PC Games  Nach Missionsabschluss erhaltet ihr eine Übersicht, wie gut ihr euch geschlagen und was ihr ggfs. übersehen habt, sowie Infos zu Bonus-Zielen.

Vergleichsweise unvergleichbar

Solltet ihr euch an dieser Stelle fragen, warum wir trotz des Artikel-Einstiegs keinen weiteren Vergleich mit den alten Spielen machten, hier die Auflösung: Vermutlich befinden sich nicht nur in unserer Redaktion diverse Fans die mit Star Wars: Squadrons auf einen legitimen Nachfolger zur X-Wing-Reihe hofften. Ein Vergleich mit den Kult-Titeln lag anfangs auch uns nahe, ist aber nach zahlreichen Test-Stunden aus unserer Sicht nicht angebracht. Star Wars: Squadrons wurde zwar deutlich durch die Klassiker inspiriert, versucht aber keine Kopie oder ein legitimer Nachfolger zu sein. Es spielt sich trotz umfangreicher Steuerung nicht wie eine Simulation, aber gleichzeitig auch nicht wie ein purer Action-Titel. Die Kampagne erinnert an die Inszenierungen der Rogue-Squadron-Reihe, die Simulationslast aufgrund der Steuerung ist hingegen näher an den X-Wing-Ablegern angelehnt.

Entwickler Motive Studios, die zuvor am Storymodus von Battlefront 2 mitwirkten, haben ein eigenständiges Spiel erschaffen, das sehr viele gute Elemente vergangener Star-Wars-Weltraum-Spiele sinnvoll verbindet. Im Mehrspieler-Bereich ist hingegen durchaus noch viel Luft nach oben, vor allem bei der Zahl der Spiel-Modi. Hier legen wir die Vielfalt von X-Wing vs. TIE Fighter den Entwicklern ans Herz. Davon ab unterhält die Kampagne auch nach dem zweiten und dritten Durchgang wunderbar und ist einfach fantastisch inszeniert. Für gerade mal 40 Euro macht hier kein Fan von Star Wars oder actiongeladenen Weltraum-Shootern etwas falsch und kann bedenkenlos zugreifen.

Meinung

Wertung zu Star Wars: Squadrons (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche MissionenFantastisch inszenierte Kampagne mit extra viel Star-Wars-FlairGroßartige, stimmungsvolle ZwischensequenzenAusgezeichnete VR-Umsetzung...Umfangreiche Steuerungsbelegung, die aber schnell erlernt istViele fair gesetzte CheckpointsWahlweise Simulations- oder Arcade-Gefühl (UI-Einstellungen)Authentische Soundkulisse
Extrem magerer Mehrspieler-TeilNur wenige Schiffe, die teilweise zu viel vertragenKI-Verhalten manchmal nicht nachvollziehbar… was sich negativ auf das Mehrspieler-Erlebnis auswirken kann
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