Star Wars Jedi: Fallen Order - Die Macht ist wirksam bei diesem da! - Jetzt mit Video!

Special Matthias Dammes Felix Schütz
Star Wars Jedi: Fallen Order - Die Macht ist wirksam bei diesem da! - Jetzt mit Video!
Quelle: Electronic Arts

Kommt hier das Jedi-Abenteuer, das sich so viele Star-Wars-Fans all die Jahre gewünscht haben? Die Zeichen dafür stehen hervorragend! Unser Redakteur Matthias Dammes hatte auf der E3 die Chance, das heiß erwartete Action-Adventure anzuspielen. In seiner Vorschau lest ihr, warum er den Release von Jedi: Fallen Order kaum noch erwarten kann - und was Dark Souls, Metroid und God of War damit zu tun haben.Update: Der Artikel umfasst jetzt auch ein großes Vorschau-Video.

Neun Jahre mussten Fans von Star Wars auf ein packendes Einzelspieler-Abenteuer warten. Mit Star Wars Jedi: Fallen Order scheint diese Durststrecke nun endlich ein Ende zu haben. Einen ersten Einblick in das Gameplay des Action-Adventures gewährte Electronic Arts der Weltöffentlichkeit bereits im Rahmen von EA Play, kurz vor der eigentlichen E3. Wir konnten allerdings ein sehr begehrtes goldenes Ticket ergattern, wodurch wir auf der eigentlichen Messe erstmals die Gelegenheit hatten, selbst die Kontrolle über den jungen Jedi Cal Kestis zu übernehmen.

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Offene Spielstruktur

Saw Gerrera (Mitte) kennen wir u.a. schon aus dem Kinofilm Rogue One. Auch in Jedi: Fallen Order wird er wieder von Forest Whitaker gespielt. Quelle: Electronic Arts Saw Gerrera (Mitte) kennen wir u.a. schon aus dem Kinofilm Rogue One. Auch in Jedi: Fallen Order wird er wieder von Forest Whitaker gespielt. Der ehemalige Padawan versteckt sich auf dem Schrottplaneten Bracca, nachdem er die Order 66 des Imperators zur Auslöschung aller Jedi überlebt hat. Im Verlauf der Story muss er jedoch von dort fliehen und trifft so auf Cere, die zu seiner Mentorin wird. Gemeinsam verfolgen sie den Plan, den Jedi-Orden wieder aufzubauen. Dazu reisen sie mit dem Piloten Greez Dritus an Bord seines Raumschiffes Stinger Mantis durch die Galaxie auf der Suche nach Verbündeten und alten Jedi-Stätten.

Wohin es dabei als nächstes geht, liegt in der Entscheidungsgewalt des Spielers. Das Spiel gibt lediglich übergeordnete Ziele vor, ohne den Spieler jedoch haargenau in eine bestimmte Richtung zu zwingen. Auch auf den Planeten selbst ist meist deutlich mehr Bewegungsfreiheit gegeben, als die bislang gezeigte Gameplay-Demo vermuten lässt. Wir haben zwar ebenfalls nur den Kashyyyk-Level anspielen können, die Entwickler haben uns dabei aber gezeigt, wo die Karte diverse alternative Wege bietet. Die ganze Präsentation dieses Spielabschnittes wurde lediglich zu Demonstrationszwecken etwas linearer gestaltet.
Titanfall lässt grüßen: Auch Cal Kestis kann agil an Wänden entlangrennen und so die Levels erkunden. Quelle: Electronic Arts Titanfall lässt grüßen: Auch Cal Kestis kann agil an Wänden entlangrennen und so die Levels erkunden. Um uns eine Vorstellung vom Level-Design zu geben, vergleichen die Entwickler den Aufbau mit Metroid, Dark Souls oder auch dem letzten God of War. Das bedeute auch, dass der Spieler immer wieder an Stellen kommen wird, wo er zum gegebenen Zeitpunkt vielleicht noch nicht weiter kommt. Vielleicht weil ihm eine bestimmte Machtkraft fehlt oder weil sein kleiner Droiden-Begleiter BD-1 noch nicht das nötige Upgrade besitzt. Auf diese Weise soll der Spieler immer wieder dazu motiviert werden, auf bereits besuchte Planeten zurückzukehren und die sich nun öffnenden Wege zu erkunden. Die entsprechenden Stellen werden dazu auf den Karten der einzelnen Planeten als gut erkennbare rote beziehungsweise grüne Tore dargestellt. So erkennt man auf Anhieb, wenn sich irgendwo neue Möglichkeiten aufgetan haben.

Bombast für Star-Wars-Fans

Nach der Ankunft auf Kashyyyk kommt es zunächst zu einem sogenannten "Star Wars Moment", wie sie die Entwickler nennen. Dabei handelt es sich um spezielle Spielsituationen, in denen wahrlich epische Dinge passieren und der Spieler mal so richtig seine Machtfantasien als Teil des Star-Wars-Universums ausleben kann. In diesem Fall übernehmen wir mit Cal die Kontrolle über einen AT-AT-Walker und kämpfen uns mit dem Ungetüm durch den Dschungel des Wookiee-Heimatplaneten. Mit so einer mächtigen Waffe können wir es natürlich ordentlich krachen lassen, was nicht nur Sturmtruppen, sondern auch Tie-Fighter und diverse Verteidigungskonstruktionen zu spüren bekommen.
Wie Sekiro, aber viel zugänglicher: Die Kämpfe in Jedi: Fallen Order sind fair, verlangen aber gutes Timing. Quelle: Electronic Arts Wie Sekiro, aber viel zugänglicher: Die Kämpfe in Jedi: Fallen Order sind fair, verlangen aber gutes Timing. Wenn der junge Held nicht gerade tonnenschweres Kriegsgerät steuert, ist Cal allerdings in der Regel zu Fuß unterwegs. Zur Fortbewegung stehen ihm dabei diverse bekannte Bewegungsfähigkeiten wie Klettern, Doppelsprung und Wallrun zur Verfügung. Diese müssen an vielen Stellen mit den Machtkräften des Protagonisten kombiniert werden. So muss Cal zum Beispiel die Rotationsgeschwindigkeit eines Rotors verlangsamen, während er an einer Wand durch dessen Blätter hindurchrennt. Oder er muss an mehreren Lianen entlangschwingen und sie dabei mithilfe der Macht in Greifreichweite heranziehen. Der Spieler soll dadurch immer wieder aufs Neue herausgefordert werden.

Star Souls statt Force Unleashed

Das Gleiche gilt auch für das Kampfsystem. Jedi Fallen Order ist kein simples Hack&Slay-Actionspiel, in dem der Held einfach nur mit seinem Lichtschwert auf die Gegner eindrischt. Die Entwickler beschreiben ihren Ansatz für das Kampfsystem als eine zugängliche Version eines Dark-Souls- oder Sekrio-Konzepts. Ihr müsst also aktiv Angriffen ausweichen, blocken oder parieren. Zusätzlich kommen natürlich auch die Machtkräfte von Cal je nach Situation zum Einsatz Richtiges Timing ist häufig der Schlüssel zum Erfolg!
Jedi im Training: Im Spielverlauf verbessert ihr Cals Macht- und Lichtschwertfähigkeiten mit einem Upgrade-System. Quelle: Electronic Arts Jedi im Training: Im Spielverlauf verbessert ihr Cals Macht- und Lichtschwertfähigkeiten mit einem Upgrade-System. Werden wir zum Beispiel von Blastern beschossen, können wir die Blocken-Taste gedrückt halten, wodurch unser Held die Schüsse unkontrolliert in die Landschaft abwehrt. Wollen wir jedoch den Schuss gezielt auf den Gegner zurücklenken und ihn dadurch elegant ausschalten, müssen wir die Blocken-Taste im richtigen Moment kurz antippen. Auch bei den Machtkräften macht es einen Unterschied, ob wir die ihr zugewiesene Taste nur kurz betätigen oder länger gedrückt halten. So können wir mit Force Pull den Gegner entweder kurzzeitig ins Straucheln bringen oder ihn kurzerhand an uns heranziehen.

Beim Kampfsystem war es den Entwicklern wichtig, die richtige Balance zu finden: Ihr sollt einerseits spüren, dass ihr ein mächtiges Lichtschwert führt, andererseits sollen die Gefechte auch nicht zu leicht ausfallen So sind zwar einfache Sturmtruppen und Scouts leichte Beute für unseren jungen Jedi, aber ihm stellen sich auch ganz andere Kaliber in den Weg. So stellen Kampfdroiden der KX-Serie und die speziell für die Jedi-Jagd trainierten Purge Trooper ganz andere Herausforderungen dar. Beiden ist zum Beispiel nur schwer mit Machtangriffen beizukommen. Daher kommt es bei ihnen vor allem auf präzises Ausweichen und Angriffe im richtigen Moment an.
Das spielt sich bereits hervorragend und lässt jede Menge Star-Wars-Feeling aufkommen. Wer hier die flotte und bombastische Action eines Force Unleashed erwartet, dürfte durchaus überrascht werden. Stattdessen wird es auf geschärfte Sinne und einen geübten Umgang mit Lichtschwert und Machtkräften ankommen, um sich als angehender Jedi einen Namen in der Galaxie zu machen. Ob die Ziele der Entwickler am Ende wirklich alle aufgehen und Star Wars Jedi: Fallen Order das Spiel wird, nach dem sich die Fans seit Jahren sehnen, erfahren wir spätestens am 15. November 2019, wenn das Spiel für PC, PS4 und Xbox One erscheint.

Meinung

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