Vorschau zu Star Wars: Jedi Fallen Order - Dark Souls trifft auf Metroidvania und Tomb Raider
Special
Wir haben Star Wars Jedi: Fallen Order ausführlich angespielt und einen Eindruck vom Spielaufbau bekommen. Der Titel vereint ein Kampfsystem im Stil von Dark Souls, mit den Rätseln eines Tomb Raider, einer Metroidvania-Grundstruktur und einer packend inszenierten Story. Alle Details in unserer Vorschau.
Wie es wohl wäre, ein Jedi zu sein, der grazil mit seinem Lichtschwert kämpft und mächtige Kräfte einsetzt? Diese Frage stellen sich Star-Wars-Begeisterte inzwischen schon seit Generationen. Zumindest annähernd ein Gefühl davon zu vermitteln, ist häufig das Ziel von Star-Wars-Videospielen. Allerdings fehlte es dem Medium nun schon seit einigen Jahren an einem packenden Abenteuer, das uns in die Rolle eines machtbegabten Kriegers schlüpfen lässt. Das will Star Wars Jedi: Fallen Order (jetzt kaufen ) endlich ändern.
Kurz vor dem Release am 15. November hatten wir die Gelegenheit, Star Wars Jedi: Fallen Order ausführlich anzuspielen. Gleich zu Beginn des Events erklärt Game Director Stig Asmussen, wie sein Team bei den Entwicklern von Respawn Entertainment versucht hat, die gewisse Star-Wars-Magie mit Fallen Order zu erzeugen. Die braucht es schließlich, um sich vollends in diesem Universum zu verlieren. Die Macher möchten nicht nur zeigen, was es bedeutet, ein Jedi zu sein, sondern vor allem wie es ist, ein Jedi zu werden. Diese Unterscheidung ist den Entwicklern sehr wichtig.
Protagonist Cal Kestis ist kein mächtiger Machtkrieger, der reihenweise Gegner mit einer Handbewegung oder einem Schwertstreich überwindet. Stattdessen soll sich der Spieler zusammen mit dem Protagonisten auf eine Reise begeben, auf der sie zusammen die Geheimnisse der Macht ergründen. Stig Asmussen verspricht, dass die Macht-Fantasien, die mit der Kontrolle eines Jedi einhergehen, in Fallen Order dennoch nicht zu kurz kommen werden.
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Wuchtige Schwester
Dass es wichtig ist, seine Fähigkeiten zu schärfen, demonstrieren die Entwickler an einem Bosskampf, der relativ spät im Spiel stattfinden wird. Hier bekommt es Cal mit der sogenannten Neunten Schwester zu tun, eine der Inquisitoren, die im Auftrag des Imperiums Jagd auf alle überlebenden Jedi machen. Die Kämpferin vom stämmig gebauten Volk der Dowutin, hieß ursprünglich Masana Tide und war ein Mitglied des Jedi-Ordens. Nun setzt sie dem Helden mit einem Doppellichtschwert und wuchtigen Attacken zu, bei denen sie ihren massigen Körper einsetzt.
Schon beim Zuschauen konnten wir dabei die Wuchtigkeit des Kampfes spüren, die die Entwickler durch hervorragende Animationen und eine satte Soundkulisse erzeugen. Verstärkt wird das durch das Gameplay, bei dem es nicht darauf ankommt, wild auf den Gegner einzudreschen. Stattdessen heißt es, die Bewegungsabläufe zu studieren und zu erkennen, wann der beste Moment zum Angriff gekommen ist. Gleichzeitig gilt es, Schaden zu vermeiden, indem im richtigen Moment ausgewichen, geblockt oder pariert wird. Hier erinnert Star Wars Jedi: Fallen Order schon sehr stark an Dark Souls und hat mit der rasanten Action eines The Force Unleashed wenig zu tun.
Quelle: EA
Die wuchtige Inquisitorin mit dem Namen die Neunte Schwester. Die Kämpferin gehört zum stämmig gebauten Volk der Dowutin.
Tutorial mit Hindernissen
Als wir endlich losspielen dürfen, versetzen uns die Entwickler zunächst in das Tutorial. Dieser Abschnitt wirkt so, als befänden wir uns einer Machtvision oder Machthöhle, ähnlich wie es Luke Skywalker in Episode 5 erlebt hat. Wir müssen uns jedoch nicht einer Projektion von Darth Vader stellen, sondern lernen die Grundlagen der Spielsteuerung. In dieser Hinsicht machen die Entwickler keine großen Experimente und richten sich nach dem gewohnten Standard.
Erfreulich fällt uns in diesem Trainingsabschnitt auf, wie geschmeidig die Wall Runs von der Hand gehen. Nähern wir uns mit Cal einer entsprechenden Wand, geht er automatisch darin über, an dieser entlang zu laufen. Wir müssen dann nur noch den richtigen Zeitpunkt zum Absprung erwischen. Noch nicht richtig funktioniert dagegen die Steuerung per Maus und Tastatur. Als uns das Spiel die Funktionsweise der Zielfixierung vorstellt, werden die angezeigten Befehle schlicht nicht ausgeführt.
Ein Entwickler empfiehlt uns daraufhin, die Demo mit Controller zu spielen. Bis zum Release sind die Probleme hoffentlich behoben. Das gilt auch für den Bug, der am Ende des Tutorials dafür sorgte, dass eine Kampfsimulation nicht gestartet wurde und wir den Trainingsbereich von vorne beginnen mussten. Das waren aber tatsächlich auch die einzigen Fehler, die uns während der gesamten Anspielzeit begegneten.
Drei gegen das Imperium
Star Wars Jedi: Fallen Order spielt einige Zeit nach den Ereignissen von Episode 3. Der ehemalige Jedi-Padawan Cal Kestis hat die Order 66 von Imperator Palpatine überlebt und versteckt sich auf dem Schrottplaneten Bracca, wo er als Abwracker für alte Kriegsschiffe der Klonkriege arbeitet. Als er seine Machtkräfte einsetzt, um einen Freund vor dem Tod zu bewahren, macht er das imperiale Inquisitorius auf sich aufmerksam und muss fliehen. Das gelingt ihm mit Hilfe von Cere Junda und Greez Dritz, die Cal auf seinen Abenteuern zur Seite stehen.
Der zweite und deutlich umfangreichere Teil unserer Anspieldemo beginnt am Anfang des zweiten Kapitels von Star Wars Jedi: Fallen Order. Wir befinden uns auf der Mantis, dem Raumschiff von Greez Dritz, das uns als mobile Basis dient. Cal ist gerade von der Erkundung alter Tempel-Ruinen auf dem Planeten Bogano zurückgekehrt. Zusammen mit Cere und Greez bespricht der Protagonist das weitere Vorgehen. Denn auf seiner letzten Mission hat Cal etwas Interessantes entdeckt. Um was es sich genau handelt, wollen wir euch noch nicht verraten. Nur so viel: Der junge Jedi und seine Freunde sind entschlossen, den Orden der Jedi wieder aufzubauen, um dem Imperium entgegen zu treten.
Das interessante an dieser Story-Prämisse ist natürlich, dass sie in einem etablierten Universum stattfindet, wo wir schon ziemlich genau wissen, was in der Zukunft passiert. Es stellt sich daher die spannende Frage, wie die Entwickler die Handlung auf eine befriedigende Art und Weise auflösen können. Denn von Erfolg kann diese Mission ja nicht gekrönt sein, so viel wissen wir als Star-Wars-Fans natürlich schon. Auf die, wie sie zugibt "interessante Frage", wollte uns Autorin Megan Fausti im Interview aber natürlich keine Antwort geben.
Quelle: EA
Auf der Galaxiekarte im Raumschiff wählen wir das nächste Ziel.
Geskillt und Individuell
Bevor wir uns in das Abenteuer stürzen, werfen wir jedoch einen ausführlichen Blick in die Spielmenüs. Hier entdecken wir unter anderem den Charakterbildschirm, der einen kurzen Überblick über die bereits erlangten Fähigkeiten von Cal gibt. Außerdem können wir den Fähigkeitenbaum einsehen. Dieser besteht aus den drei Bereichen Macht, Lichtschwert und Überleben, in denen sich jeweils entsprechende passive und aktive Skills freischalten lassen. Im Macht-Baum verbessern wir in erster Linie die Funktionsweisen unserer verschiedenen Jedi-Tricks und erhöhen unseren Machtvorrat. Im Lichtschwert-Baum schalten wir neue Angriffstechniken frei, die uns mehr Möglichkeiten im Kampf bieten. Skills im Überlebens-Baum sorgen für eine höhere Überlebenschance. Wir steigern Cals Lebenspunkte, reduzieren die Ausdauerkosten des Blockens und verbessern die Wirkungsweise von Stim-Packs.
Darüber hinaus finden wir in den Spielmenüs einen Bereich für Individualisierungen. Hier lassen sich verschiedene Skins und Farben für Cals Kleidung, seinen Droiden-Begleiter BD-1 und sogar für die Mantis einstellen. Alle diese kosmetischen Veränderungen sind übrigens ausschließlich im Spiel erhältlich. Dazu sind in den Levels diverse Kisten versteckt, bei denen jeweils fest definiert ist, welchen kosmetischen Gegenstand es darin zu finden gibt. Auf unserer Erkundungstour im Spielmenü finden wir dann noch eine Datenbank mit Quest- und Lore-Informationen sowie einen taktischen Guide, in dem unser Wissen über alle möglichen Gegnerarten sowie ihre Stärken und Schwächen gesammelt werden.
Danach schauen wir uns noch kurz auf der Mantis um. Viel Zeit nimmt der Rundgang nicht in Anspruch, da das Schiff ziemlich klein und kompakt ist. Neben dem Cockpit und einem Holotisch für die Galaxiekarte gibt es einen kleinen Gemeinschaftsbereich. Dahinter schließt sich bereits der kleine Maschinenraum an, in dem sich eine Ecke für Cals Meditationen sowie eine Werkbank für Basteleien am Lichtschwert befindet. Die Jedi-Waffe lässt sich nämlich umfangreich optisch anpassen. Dazu finden wir verschiedene Teile wie Kristalle, Emitter, Griffe und Materialien wie auch die bereits erwähnten kosmetischen Gegenstände in den Kisten, die in der Spielwelt verteilt sind.
Quelle: EA
Cal hat seinen Droiden-Begleiter BD-1 immer dabei. Im Notfall versorgt er euch mit Stim-Paks(1)
Geheimnisse und versperrte Türen
Doch nun wollen wir endlich auch etwas von der Welt sehen. Nach ihrer letzten Mission verfolgen Cal und seine Freunde Ziele auf zwei verschiedenen Planeten. Wir müssen uns daher entscheiden: Fliegen wir nach Zeffo, der Heimatwelt einer gleichnamigen untergegangenen, antiken Zivilisation, oder nach Dathomir, der legendären Heimat der mysteriösen Nachtschwestern. Wohin die Reise geht, liegt in der Hand des Spielers. Das Spiel gibt uns keinen festen Reiseplan vor und hält uns auch nicht permanent das nächste Ziel per Pfeil oder sonstiger Markierung vor die Nase.
Wir entscheiden uns für Zeffo, wo wir eine verlassene Siedlung ansteuern, die sich mitten im Auge eines massiven Sturms befindet. Hier hofft Cal in einer alten Grabanlage neue Hinweise zu finden. Die genauen Beweggründe halten wir an dieser Stelle absichtlich vage, da es sonst zu viel über die Geschichte verraten würde. Als wir nach der Landung aus dem Schiff steigen, fallen uns zunächst schicke Grafikeffekte auf. Die Wasserdarstellung in Pfützen, Cals Haare, die im Wind wehen, und dicker Schnee, in dem wir realistische Spuren hinterlassen, können sich durchaus sehen lassen.
Wo wir jetzt genau hinmüssen, ist nicht wirklich klar, aber genau daraus soll sich auch der Reiz entwickeln. Der Spieler wird animiert, die Umgebung zu erkunden. Dabei stoßen wir auch immer wieder auf derzeit noch verschlossene Wege, wodurch wir zwangsläufig in die richtige Richtung gelenkt werden. Das Spiel belohnt uns aber auch für gründliches Erkunden. So finden wir nicht nur die bereits angesprochenen Kisten mit kosmetischen Gegenständen. Cal kann zudem an speziellen Stellen ein Macht-Echo von vergangenen Ereignissen aufspüren. So erfahren wir ein paar Hintergründe zu Land, Leuten und vergangenen Ereignissen.
In den einzelnen Gebieten sind auch immer wieder besonders gut versteckte Geheimnisse zu finden. So stolpern wir schon nach kurzer Zeit in einen komplett finsteren Höhlengang, in dem selbst das Licht unseres Droiden BD-1 kaum hilft. Wir zücken also unser Lichtschwert und nutzen es als Leuchtstab. Dieser kleine Ausflug lohnt sich jedoch, denn am Ende der Höhle finden wir eine Kiste mit neuen Heilpacks und einem Upgrade für die Tragekapazität der lebensrettenden Stims.
Quelle: EA
In Fallen Order meistert ihr Kletter- und Hüpf-Passagen.
Gegnerische Vielfalt
Wir schlendern aber natürlich nicht völlig unbehelligt durch die Spielwelt. In den ersten Bereichen von Zeffo bekommen wir es vor allem mit einigen kleineren Tieren und Sturmtruppen zu tun. Von Anfang an wird schnell deutlich, dass simples Buttonmashing kaum zum Erfolg führt. Einfachen Sturm- und Scout-Troopern kommen wir noch mit dem gezielten Einsatz der Blocken-Taste bei, um auf diese Weise ihre Blasterschüsse abzulenken beziehungsweise Nahkampfangriffe zu kontern. Aber schon kleine rattenähnliche Kreaturen beißen sich an uns fest und nehmen uns in die Zange, wenn wir nicht sinnvoll ausweichen und mit gezielten Schlägen kontern. Das versetzt uns zwar noch nicht zwingend in Lebensgefahr, kann aber bei unachtsamer Spielweise durchaus einige Lebenspunkte kosten.
Das ist besonders von Bedeutung, denn in Fallen Order gibt es keine Regeneration, auch nicht nach dem Kampf. Geheilt wird ausschließlich über Stim-Packs, die sich Cal von BD-1 reichen lassen kann. Deren Vorrat ist aber endlich und sollte entsprechend überlegt eingesetzt werden. Zusätzlich gibt es in der Spielwelt verteilte Meditations-Punkte. Hier können wir eine Rast einlegen, was unseren Helden vollständig heilt, den Stim-Vorrat wieder auffüllt, aber auch alle Gegner respawnen lässt. Zudem wird während der Meditation gespeichert und wir dürfen unsere verdienten Skillpunkte in die bereits angesprochenen Skilltrees investieren.
Im Verlauf unsere Erkundung von Zeffo werden die Gegner dann auch Stück für Stück stärker. So tauchen Sturmtruppen dann in einer Commander-Variante auf, die schon nicht mehr so leicht mit einer gezielten Bewegung ausgeschaltet werden können. Dazu kommen Soldaten mit schweren Blastern oder Raketenwerfern, die jeweils neue Herangehensweisen erfordern. Allgemein hat uns bereits in diesem einen Spielabschnitt die erfreuliche Vielfalt an verschiedenen Gegnertypen gefallen, die uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt haben.
Quelle: EA
Preview zu Star Wars Jedi: Fallen Order (5)
Jedi Tomb Raider
Neben der örtlichen Tierwelt und den Schergen des Imperiums ist die Umgebung meist ein weiterer Gegner, den es zu überwinden gilt. Wir springen, klettern Seile empor und rennen an Wänden entlang, um in die nächsten Bereiche vorzudringen. Häufig werden diese Bewegungselemente miteinander und zusätzlich auch noch mit Cals Machtkräften kombiniert. So müssen wir zum Beispiel rotierende Maschinen mit Hilfe der Macht im richtigen Moment anhalten, um einen Abgrund zu überwinden - teilweise sogar mehrfach hintereinander kombiniert mit Sprüngen und Wallruns. Oder wir schlittern einen zugefrorenen Abhang hinunter, müssen dabei mit dem Lichtschwert Blasterfeuer von Sturmtruppen abwehren und am Ende im richtigen Moment abspringen, um ein Seil zu schnappen, mit dem wir über einen Abgrund schwingen.
Auch hier hat uns die abwechslungsreiche Vielfalt an verschiedenen Parcours-Elementen sehr gut gefallen. Aber nicht immer geht es so hektisch zur Sache. Es gibt auch immer wieder Rätsel, bei denen wir überlegen müssen, wie wir Umgebung und Machtkräfte gleichermaßen zur Lösung einsetzen. In der Grabkammer von Zeffo fühlen wir uns dabei schon fast wie in einem Tomb-Raider-Spiel. Dabei wirken einige Rätsel, wie zum Beispiel ein mehrstufiges Puzzle am Ende des Grabes, spaßiger und ausgeklügelter als alles, was die modernen Teile der Tomb-Raider-Reihe zuletzt zu bieten hatten.
Auch bei Rätseln und Parcours-Abschnitten kommt der Metroidvania-Ansatz des Spiels zum Tragen. Nicht immer haben wir bereits die benötigten Fähigkeiten oder Upgrades zur Hand und müssen zunächst einen anderen Weg wählen. Gespannt sind wir, wie das Spiel im fortgeschrittenen Spielverlauf dazu animiert, an die bereits besuchten Orte zurückzukehren. Hier sehen wir noch ein Motivationsproblem, wenn man nicht gerade darauf aus ist, alle Geheimnisse zu entdecken und jegliche kosmetischen Gegenstände zu sammeln.
Quelle: EA
Preview zu Star Wars Jedi: Fallen Order (1)
Neue Herausforderungen
Nachdem wir uns durch das Grab von Zeffo gerätselt und gekämpft haben, erhalten wir neue Informationen, die für uns den Planeten Kashyyyk als neues Reiseziel freischalten. Dort würden wir den Spielabschnitt vorfinden, den die Entwickler von Respawn schon zur E3 2019 ausführlich vorgestellt haben. Zuvor müssen wir aber zu unserem Schiff zurück. Das ist leichter gesagt als getan, denn inzwischen hat das Imperium von unserer Anwesenheit Wind bekommen. Entsprechend besser aufgestellt sind ihre Truppen, die uns auf dem Rückweg begegnen.
So bekommen wir es erstmals mit einem der sogenannten Purge-Trooper zu tun. Diese speziellen Sturmtruppen sind für die Jagd auf Jedi ausgebildet und stellen uns entsprechend vor deutlich größere Probleme. Im ersten Anlauf segnet Cal dann auch erstmal das Zeitliche. Wenn das passiert, werden wir an den letzten besuchten Meditationspunkt gesetzt. Das kann je nach Level-Struktur einen deutlichen Rückschlag bedeuten. Außerdem verlieren wir beim Tod alle Erfahrungspunkte, die wir auf dem Weg zum nächsten Skillpunkt bis dato gesammelt haben. Die können wir uns aber zurückholen, indem wir dem Gegner Schaden zufügen, der für unser Ableben verantwortlich ist. Im zweiten Anlauf besiegen wir dann den Purge-Trooper, auch wenn wir vermutlich noch nicht die beste Herangehensweise für den Gegnertyp ausgetüftelt haben. Zum krönenden Abschluss erwartet uns auf der Landeplattform unseres Schiffes dann aber noch ein AT-ST. Der verfügt gleich über mehrere mächtige Attacken wie Blasterfeuer, Stun-Granaten und Raketenwerfer. Zum Glück haben wir zuvor die Force-Push-Fähigkeit erlernt, mit der wir unter anderem die Raketen auf den Läufer zurück werfen können. Auch dabei ist natürlich wieder genaues Timing gefragt.
Mit diesem aufregenden Kampf endete dann leider auch schon unsere Spielzeit von etwas mehr als drei Stunden. Am Ende hatten wir laut Statistik rund zwei Drittel von Zeffo erkundet und ungefähr die Hälfte aller Kisten und Geheimnisse entdeckt. Einiges haben wir sicher übersehen, aber für manche Wege und Verstecke müssen wir später wiederkommen, wenn wir die entsprechenden Möglichkeiten haben. Was bleibt, ist der Eindruck eines wirklich durchdachten Singleplayer-Erlebnisses, wie es Star-Wars-Fans schon seit vielen Jahren nicht mehr hatten. Die spannende Vermischung verschiedenster Einflüsse und Design-Ideen lässt das Spiel frisch wirken und nicht wie einfach nur das nächste lineare Story-Abenteuer. Und am allerwichtigsten: Es fühlt sich verdammt gut an, in die Rolle eines Jedi zu schlüpfen.
