Größter Star Wars-Flop: Originalaufnahmen waren teilweise "großartig", es musste trotzdem neu gedreht werden
News
Star Wars-Regisseur Ron Howard gewährt Einblicke, warum Solo neu gedreht werden musste und seine beiden Vorgänger gefeuert wurden.
Einmal von Kathleen Kennedy, der Präsidentin von Lucasfilm zum Mittagessen eingeladen zu werden, diese Ehre wird den meisten Filmemachern Hollywoods für immer verwehrt bleiben. Im Fall von Regisseur Ron Howard (Willow, Apollo 13, A Beautiful Mind) entpuppte sich eine solche Einladung als Startschuss für ein riskantes Unterfangen.
Star Wars: Wieso wurden die beiden Regisseure von Solo gefeuert?
Ursprünglich sollten die beiden Filmemacher Phil Lord und Chris Miller (21 Jump Street, The LEGO Movie, Spider-Man: A New Universe) Regie bei Solo: A Star Wars Story führen. Das taten sie auch, bis es zu tiefgreifenden kreativen Differenzen mit Lucasfilm kam. Kathleen Kennedy und ihr Team beschlossen, die beiden Regisseure zu feuern und baten Ron Howard kurzfristig einzuspringen.
Detailliert wie nie zuvor erzählt der mittlerweile 71-Jährige in einem Interview, wie diese erzwungene Wachablösung vonstattenging: "Sie teilten mir im Grunde mit: 'Wir haben uns mit Lord und Miller in eine kreative Sackgasse manövriert. Könntest du dir irgendwie vorstellen, auszuhelfen?'".
Ron Howard sah sich einige der bereits gedrehten Szenen an und kam zu dem Schluss: "Da war also ein Studio [Lucasfilm], begeistert vom Drehbuch und in Erwartung eines Star Wars-Films. Doch dann kam es zu Differenzen über die Tonalität des Films und man war nicht mehr davon überzeugt, konstruktiv mit Phil und Chris weiterarbeiten zu können". Also kam es zum Bruch mit den beiden Regisseuren.
Ron Howard erklärte sich schließlich bereit, einzuspringen. Im aktuellen Interview fährt er mit seinen Schilderungen fort: "Sie sagten: 'Wir würden viel davon neu drehen wollen'. Ich habe mir schließlich den ganzen Film angesehen und dann auf einige Dinge hingewiesen, die ich großartig fand. Phil und Chris waren während dieses gesamten Prozesses unglaublich freundlich". Offenbar fühlt sich Ron Howard noch immer nicht ganz wohl damit, dass die beiden gehen mussten: "Es ist immer noch einfach eine Schande. Ich kann es kaum erwarten, dass Phil und Chris ihren nächsten Film fertigstellen."
Solo: A Star Wars Story wurde nicht zuletzt aufgrund der neuen Dreharbeiten unglaublich teuer. Einem geschätzten Budget von 275 Millionen US-Dollar stand ein weltweites Einspielergebnis von 393,2 Millionen US-Dollar gegenüber. Solo ist damit der einzige Star Wars-Kinofilm der Minus machte und somit der größte Flop, den die Sternensaga je hervorgebracht hat. Einige Szenen der gefeuerten Regisseure blieben sogar im Film. Das Finale auf dem Planeten Savareen wurde angeblich teilweise 1:1 übernommen.
Quellen: Vanity Fair, Reddit
