Schnauze voll von Star Wars? Quatsch, Disney hat mit dieser genialen Episode das Gegenteil bewiesen
Kolumne
Disney hat viele Star Wars-Fans mies enttäuscht, dennoch konnten sie unseren Autor mit dieser Folge überzeugen.
Die Serie "Ahsoka" ist mittlerweile ein Jahr her und bleibt eine der interessantesten Experimente und Serien der Disney Star Wars-Ära. Ich meine, es handelt sich dabei um eine direkte Fortsetzung von elf Jahren an animierten Serien von Dave Filoni, darunter sieben Staffeln Clone Wars und vier Staffeln Rebels. Dass Disney sich nun dazu entschieden hat, Filoni machen zu lassen, was er möchte, mit der Serie, wird vermutlich eine der besten Entscheidungen seitens Disney gewesen sein.
Eine Serie wie Ahsoka fühlt sich für diejenigen, die Clone Wars und Rebels gesehen haben, wie ein Traum an. Für die anderen, die mit den Charakteren wie Sabine, Hera oder auch Ahsoka selbst nicht vertraut sind, kann es jedoch etwas frustrierend sein, die ganze Vorgeschichte und die emotionalen Momente, welche die Serie mit sich bringt, zu verstehen.
Für mich das perfekte Star Wars-Fernsehen
Dennoch entschied sich Disney dazu, Ahsoka als eine Live-Action-Serie zu produzieren. Und das mit der fünften Episode, welche den Fokus stark auf Anakin Skywalker und seinen Padawan legt, ebenfalls auf der großen Leinwand. Die Folge enthielt einen digital verjüngten Hayden Christensen, der sich für mich wie eine Kombination aus dem Prequel Anakin und dem von Matt Lanter synchronisierten Clone Wars Anakin anfühlte. Perfektes Schauspiel. Dieser traf auf seinen Padawan in der World Between Worlds.
Es fühlte sich definitiv wie eine Folge an, welche dazu dienen sollte, das Hayden Cameo zu bedienen, wenn man bedenkt, dass man weder den von Ray Stevenson gespielten Baylan Skoll noch Diana Lees Morgan Elsbeth gesehen hat und die Story rund um Thrawn etwas in den Hintergrund rückte. Aber das ist keinesfalls negativ, denn die Folge war, auch wenn man die IMDB-Bewertungen berücksichtigt, eine der besten Folgen aller Star Wars-Serien. Und für mich vermutlich die beste Folge im ganzen Star Wars-Fernsehen.
Der Meister und sein Padawan in Live-Action
Ich als extremer Anakin-Fan fand es damals klasse, ihn wiederzusehen und Christensen hatte definitiv wieder seinen Spaß in der Rolle. Ariana Greenblatt (ebenfalls bekannt aus Avengers Infinity War, Barbie oder auch der neuen Borderlands-Verfilmung) hat einen fantastischen Job als junge Ahsoka in ihren Szenen geleistet und ich würde gerne mehr von Ihr sehen.
Die Clone Wars-Flashbacks waren für diejenigen, die den Kontext verstehen, sehr emotional und es hat sich angefühlt, als würden elf Jahre animiertes Star Wars-Fernsehen hier zusammenkommen. Außerdem haben wir "Knightfall" Vader gesehen, was viele Fans nicht mehr für möglich hielten. (Bei Knightfall Vader handelt es sich um Skywalker, welcher sich bereits der dunklen Seite hingab, aber noch nicht in der Rüstung steckt. Quasi Anakin in seiner "Prime", wie viele es bezeichnen.) Und Hayden Christensen hat diesen Part meiner Meinung nach perfekt gespielt und man fühlte die Bedrohung, welche er verkörperte.
Ein wundervoller Soundtrack
Nachdem Anakin seinem Padawan die Lektion "Leb oder Stirb" lehrte und Ahsoka aus ihrem Koma erwachte, endet die Folge mit Ahsoka und Huyang, welche sich dank der Purgils auf den Weg machen, Ezra und Thrawn zu finden. Die Szene hatte vermutlich einen der coolsten Soundtracks der Disney-Ära. Für mich vermutlich das beste Star Wars, welches Disney mit sich brachte bisher. Und demnach freue ich mich auch schon extrem auf die zweite Staffel der Serie.
