Jean-Luc Picard sieht sich in Star Trek: Picard Episode 6 "Die Geheimnsivolle Box" mit seinem persönlichen Albtraum konfrontiert. In unserer Zusammenfassung erfahrt ihr, was sonst noch passiert und was wir von der Folge halten.
Der ehemalige Captain der USS Enterprise trifft in Star Trek: Picard Episode 6 auf die Borg. Außerdem erfahren wir endlich, was der Romulaner Narek von Soji will.
Achtung! Hier folgen Spoiler!
Überraschenderweise beginnt Folge 6 "Die geheimnisvolle Box" nicht mit einem Rückblick, wie das bei den Episoden davor der Fall war. Stattdessen steigen wir in einen Traum von Soji ein. Sie ist ein Kind, wird des Nachts zu Hause von einem Sturm geweckt und sucht ihren Vater in dessen Labor auf. Sie erzählt Narek von ihrem Traum, der dadurch eine Chance wittert, das von ihr zu erhalten, was er die ganze Zeit über wollte. Was das ist, erfahren wir aber erst später.
An Bord der La Sirena erklärt Jean-Luc Picard der Crew, dass sie so schnell wie möglich zum Artefakt reisen müssen, dem gekaperten Borg-Kubus. Wir bemerken, wie ihn das belastet. In seinem Arbeitszimmer informiert er sich noch einmal über die Borg und sieht ein Bild von sich als Locutus. Die Assimilation vor vielen Jahren belastet ihn noch immer und wir erkennen, wie sehr er sich davor fürchtet, sich an Bord des Kubus beamen zu müssen.
Quelle: CBS / Amazon Prime
Captain Rios ist ein durchaus mitfühlender Mensch.
Dr. Agnes Jurati wird von einem schlechten Gewissen geplagt, weil sie Bruce Maddox, ihren Geliebten, töten musste. Sie begegnet Captain Rios und will sich mit einem kleinen Liebesabenteuer ablenken. Rios ist dem gegenüber nicht abgeneigt.
Auf dem Borg-Kubus erklärt Narek seiner Schwester, dass er einen Weg gefunden hat, ihr Ziel zu erreichen. Er glaubt, dass Sojis Träume eine Art unterbewusste Funktion sind, um sie daran zu erinnern, dass sie eigentlich gar kein Mensch ist. Er glaubt, durch diese Träume an die Informationen zu gelangen, die er und seine Schwester suchen, ohne dabei Sojis Verteidigungssystem zu aktivieren. Narek meint, dass man mit Geduld ans Ziel kommt, genau wie bei dem "Spiel" mit einer Art romulanischem Zauberwürfel, den seine Schwester nie verstanden hat.
Picard sucht einen Weg, wie er auf den Borg-Kubus gelangen kann. Raffi Musiker nimmt dazu Kontakt zu einer ehemaligen Freundin bei der Sternenflotte auf und kann sie dazu überreden, Picard Diplomatenstatus für 24 Stunden zu verschaffen. Derweil schürt Narek weiter Zweifel in Soji, ob ihre Erinnerungen auch wirklich echt sind und nicht zu irgendwelchen Zwecken eingepflanzt wurden. Auf der La Sirena erzählt Raffi Captain Rios von ihrem Sohn und, dass er sie nicht mehr sehen will. Wir lernen Rios als einen fürsorglichen Freund kennen.
Zurück auf dem Borg-Kubus nimmt Soji Kontakt zu ihrer Mutter auf und schläft daraufhin wieder ein. Sie merkt, dass irgendetwas nicht stimmt und überprüft das Alter all ihrer Erinnerungsstücke mit einem Scanner. Doch keines davon ist älter als drei Jahre. Sie erkennt, dass Narek recht hatte.
Quelle: CBS / Amazon Prime
Narek enthüllt sein Ziel.
Die La Sirena erreicht den Borg-Kubus und Picard beamt sich an Bord. Er wird von Erinnerungen und Gefühlen übermannt. Beinahe stürzt er in einen Abgrund. Doch ehemalige Borg und Hugh können ihn noch retten. Hugh führt Picard herum und erklärt, dass die ExBs, wie sich die ehemaligen Borg nun nennen, ein neues Leben beginnen wollen. Die Romulaner helfen ihnen dabei, indem sie Implantate entfernen, Schönheits-Operationen durchführen und auch bei den psychischen Problemen Unterstützung bieten. Picard erkennt, dass die Wesen, die hinter den Implantaten leben, gar nicht der Feind, sondern eigentlich Opfer sind. Das hilft dem ehemaligen Captain der Enterprise dabei, die Situation besser meistern zu können. Er bittet Hugh darum, ihn zu Soji zu bringen.
Soji wurde derweil von Narek abgeholt. Er erklärt ihr, dass ein romulanisches Ritual ihr dabei helfen könnte, ihren Traum zu deuten und die Wahrheit herauszufinden. Das Ritual hilft tatsächlich. Soji erkennt in ihrem Traum, dass sie eigentlich nur ein Konstrukt ist. Narek verlangt von ihr, nach Hinweisen darauf zu suchen, wo sich ihre Heimatwelt befindet. Darauf waren er und seine Schwester die ganze Zeit über aus. Als er endlich die Information hat, die er wollte, sperrt er Soji mit seinem romulanischen Würfel in dem Raum ein. Aus dem Würfel strömt eine radioaktive Wolke, die Soji töten soll. Das jedoch aktiviert ihr Verteidigungssystem und sie kann aus dem Raum ausbrechen. Die Romulaner machen Jagd auf sie.
Unterwegs begegnet Soji Picard, der ihr erklärt, sie retten zu wollen. Weil er Soji verspricht, ihr alles über sie zu erklären, folgt sie ihm. Gemeinsam mit Hugh erreichen sie die versteckte Kammer der Borg-Königin. Dort befindet sich ein Raumtrajektor. Eine Technologie, welche die Borg durch die Assimilation der Sikarianer erhielten. Durch diesen Raumtrajektor kann Hugh Picard und Soji zum Planeten Napenth schicken. Elnor erreicht "JL" und erklärt, die Romulaner abzulenken, damit Picard und Soji fliehen können. Picard gibt der La Sirena Bescheid, sich nach Napenth zu begeben, bevor er und Soji durch den Trajektor schreiten. Elnor und Hugh stellen sich den Romulanern...
Quelle: CBS
Picard hat mit dem Trauma der Assimilation durch die Borg zu kämpfen.
Welche Fragen beantwortet die Episode von Star Trek: Picard?
Was wollten Narek und seine Schwester? Sie hofften, von Soji zu erfahren, von welchem Planeten sie kam.
Hat Picard mit der Assimilation durch die Borg abgeschlossen? Nein. Es belastet ihn all die Jahre später noch immer.
Kann Picard Soji endlich finden? Ja. Endlich trifft er auf die Schwester von Dahj und kann sie sogar vom Borg-Kubus wegschaffen.
Quelle: CBS / Amazon Prime
Die La Sirena muss ohne Picard weiterfliegen.
Welche Vermutungen lässt die Folge zu und welche Fragen bleiben noch offen?
Was wollen Narek und seine Schwester auf Sojis Heimatwelt? Eventuell hoffen sie, dort Pläne für die Erschaffung der Androidin zu finden, um diese zu vernichten.
Warum nutzen die Borg die Raumtrajektor-Technologie nicht für eine Invasion der Föderation? Wie wir aus Star Trek: Voyager wissen, kann die Raumtrajektor-Technologie der Sikarianer Personen bis zu 40.000 Lichtjahre weit transportieren. Die Borg könnten sich damit mitten auf die Erde "beamen" und die Föderation überraschend angreifen. Eingesetzt haben die Borg dies aber offenbar noch nicht.
War Soji wirklich mal ein Kind? In ihrem Traum ist Soji ein Kind. Sie ist aber doch ein Android, der nicht älter werden und "wachsen" kann. Außerdem sind ihre Erinnerungsstücke nur drei Jahre alt. Ist sie also nur in ihrer Erinnerung ein Kind?
Wollen die Romulaner den Ex-Borg wirklich helfen? Es scheint so, als würden die Romulaner den ehemaligen Borg helfen wollen. Doch zu welchem Zweck?
Fazit: Episode 6 "Die geheimnsivolle Box" bringt uns in der Story ein gutes Stück weiter. Picard trifft endlich Soji und nimmt sie mit. Soji erfährt, dass sie gar nicht die Person ist, die sie glaubt zu sein und Narek enthüllt, was sein Ziel ist. Die Folge endet auch mit einem Cliffhanger. Die Protagonisten werden voneinander getrennt. Picard und Soji nutzen den Raumtrajektor, Elnor stellt sich im Kampf den Romulanern und die anderen befinden sich noch auf der La Sirena. Kann Elnor den Kampf überstehen? Wie wird er mit den anderen wieder zusammenkommen? Die aktuelle Folge war durchaus spannend und einen Picard zu sehen, der noch immer mit seinem Trauma der Assimilation durch die Borg kämpft, zeigt uns eine neue Seite des ehemaligen Captains der Enterprise. Die nächsten Folgen dürften durchaus interessant werden.
