Der Weltraum ... unendliche Langeweile! Wenn es nach diesem Lizenzspiel geht, ist das Leben auf der Enterprise alles andere als aufregend.
Ihr blickt von schräg oben auf die Schiffe. Die Enterprise seht ihr also immer nur von außen.
Bloß weil "Star Trek" draufsteht, ist noch lange nicht "Star Trek" drin! Von den Namen und dem Aussehen der Schiffe mal abgesehen, hat "Encounters" nichts mit Kirk und Co zu tun. Statt einer echten Story mit Zwischensequenzen führen dröge Texte durch die 20 Missionen. Auch lieb gewonnene Charaktere aus der Serie bekommt ihr nicht zu sehen. Immerhin: Von "Enterprise" bis "Deep Space Nine" wird jedes Kapitel der Kultreihe abgedeckt. Trotzdem würde sich Gene Rodenberry im Grab umdrehen!
Weltraumk(r)ämpfe
Im ausführlichen Tutorial macht ihr euch mit der komplizierten Steuerung vertraut.
"Encounters" ist ein simples Action-Spiel. Ihr fliegt von A nach B und schießt mit Phasern oder Photonen-Torpedos auf fiese Schergen. Danach geht's von B nach C, und wieder dürft ihr kräftig ballern. Grundsätzlich kein schlechtes Spielprinzip, wenn es denn vernünftig umgesetzt wird. "Encounters" schwächelt aber bereits bei der Steuerung: Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr die Enterprise, mit dem rechten Stick zielt ihr. Über die rechten Schultertasten erfasst ihr eure Ziele und feuert. Zwei weitere Tasten benötigt ihr zum Durchschalten der Waffensysteme. Über das Steuerkreuz legt ihr fest, wie viel Energie Schilde, Antrieb, Waffensysteme und Sensoren bekommen. Nie habt ihr das Gefühl, alles voll zu kontrollieren, ständig müsst ihr mehrere Tasten gleichzeitig drücken.
Kilometergeld
Trotz der unnötig komplizierten Steuerung sind die Gefechte kurzweilig, zumindest im Vergleich zu den Zwangspausen dazwischen. Ständig müsst ihr von einem Schauplatz zum nächsten gurken. Unterwegs dürft ihr Minen ausweichen und Sterne zählen. Die eigentlich kurzen Einsätze werden so künstlich in die Länge gezogen.
Spaßiger ist der Mehrspieler-Modus. Hier messt ihr euch in knappen Dogfights oder längeren Schlachten. In letzteren dürft ihr nach dem Bildschirmtod erneut durchstarten. Der Haken: Schiffe und Arenen gilt es erst einmal in der lahmen Solo-Kampagne freizuschalten.
