Star Trek: Discovery - Zeitreisen werden zum Problem für die Story von Season 3
Special
In der dritten Staffel der Serie Star Trek: Discovery reist das Raumschiff über 900 Jahre in die Zukunft. Doch das bringt ein paar Probleme mit sich.
Zeitreise-Storys sind eigentlich so gut wie immer ein Problem. Wer sich beispielsweise den Film Star Trek: Der erste Kontakt ansieht, der fragt sich vielleicht, wieso die Borg erst die Erde angreifen und dann eine Zeitreise machen, um den ersten Warpflug der Menschen und damit die spätere Gründung der Föderation zu verhindern.
Wäre es nicht sinnvoller gewesen, wenn die Borg gleich in die Vergangenheit gereist wären, ohne erst die Erde anzugreifen? Ohne das Wissen um einen Angriff, hätte die Crew der Enterprise nicht dazwischenfunken und die Zukunft der Menschheit nicht retten können.
Quelle: Paramount
Im Film Star Trek: Der erste Kontakt wollen die Borg den ersten Warpflug der Menschen verhindern.
Oder, warum begeben sich die Klingonen nicht einfach per Zeitreise zur Erde im Bronze-Zeitalter und versklaven dort die relativ wehrlose Menschheit? Romulaner könnten ebenfalls so weit in der Zeit zurückreisen, um die Evolutionskette auf der Erde zu unterbrechen, damit die Menschen überhaupt nie "entstehen"...
Zeitreisen bereiten Kopfzerbrechen
In der dritten Staffel der Serie Star Trek: Discovery findet auch eine Zeitreise statt. Die Crew fliegt 930 Jahre in die Zukunft, ins 32. Jahrhundert. Die Produzenten erklären, dass sie damit das Problem umgehen, sich ständig an den Kanon von Star Trek halten zu müssen. Knapp 1.000 Jahre in der Zukunft genießen die Autoren der Serie viele Freiheiten, um neue Geschichten zu erzählen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.
Wir wissen, die Föderation ist im 32. Jahrhundert nur noch ein Schatten ihrer selbst. Eine Katastrophe, genannt der "Burn" hat dafür gesorgt. Wir wissen aber auch aus der Serie Star Trek: Voyager, dass die Föderation im 29. Jahrhundert regelmäßig Zeitreisen unternommen hat, um die Zeitlinie zu schützen. Denn im 28. Jahrhundert wurde mit den Reisen durch die Zeit Schindluder getrieben und es musste laut der Serie Enterprise ein Abkommen zwischen den Völkern getroffen werden, nach dem Zeitreisen, welche die Geschichte verändern, grundsätzlich verboten sind. Das klappte allerdings nicht ganz so gut, denn im 31. Jahrhundert wurde eine Art "Temporaler Kalter Krieg" geführt.
Springen wir nun ins 32. Jahrhundert, das Zeitalter, in das die USS Discovery reist. Zu dieser Zeit gab es also dieses katastrophale Event genannt "Burn", welches fast zum Niedergang der Föderation führte. Mit allem dem vorangegangenen Wissen rund um Zeitreisen und der Möglichkeit, in der Zeit zu reisen, warum hat niemand versucht, dieses Ereignis rückwirkend zu verhindern?
Quelle: CBS
Warum reist die Crew der USS Discovery nicht einfach in ihre Zeit zurück?
Und was ist mit der Crew der Discovery? Angeblich können sie nicht mehr in ihre eigene Zeit zurückkehren und nicht jeder dürfte davon begeistert sein, für immer von Familie und Freunden getrennt zu sein. Theoretisch wäre es doch aber möglich, einfach per Schleudereffekt um die Sonne zurück in die Vergangenheit zu reisen, so, wie Captain Kirk dies mehrmals getan hat - beispielsweise im Film Star Trek 4: Zurück in die Gegenwart. Außerdem gab es ja schon vor dem 32. Jahrhundert Zeitschiffe. Warum nicht einfach ein solches nutzen, um zurückzukehren?
Indem die Serie Star Trek: Discovery in die Zukunft verlegt wird, um weitere Probleme mit dem Kanon zu vermeiden, wurden also neue Probleme geschaffen. Es dürfte interessant werden zu sehen, ob diese Dinge irgendwie angesprochen und gelöst werden.
Das erfahren wir dann ab dem 16. Oktober, wenn die dritte Staffel von Star Trek: Discovery über Netflix zu sehen ist.
