Das einzige richtige Star Trek seit 2005: Bei Amazon nun günstig wie nie
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Seit 2005 gab es meiner Meinung nach kein Star Trek mehr, das den Namen verdient. Mit einer Ausnahme. Nun ist die komplette Serie auf Blu-ray bei Amazon so günstig wie dort nie.
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Mit Enterprise endete 2005 die bisher längste Phase, in der Star-Trek-Serien an einem Stück produziert wurden. Seither erblickten kein würdiger Live-Action-Film und auch keine würdige Live-Action-Serie das Licht der Welt. Es gilt: "Star Trek in name only."
Dass Star Trek zunächst im Kino jede Substanz verlor, war zu verschmerzen. Auf der großen Leinwand hatte es auch früher nicht die besten Momente. Der Schlag in die Magengrube nannte sich Star Trek: Discovery, 2017 vollführt durch die Spock als Schwester angedichtete Michael Burnham. Sie beziehungsweise Showrunner Alex Kurtzman brachten den bisher größten Bruch in Ästhetik, Ethik und Storytelling.
Disclaimer: Dieser Artikel gibt natürlich nur die Meinung des Autors wieder. Es finden sich im Netz auch andere Bewertungen zum seit 2009 produzierten Star Trek.
Dystopie und Dysfunktionalität statt weiterentwickelte Menschheit
Star Trek verkörperte vor J.J. Abrams und Alex Kurtzman Zukunftsversprechen: Konflikte zwischen Staaten und Kulturen sind lösbar, wissenschaftlicher Fortschritt dient dem Allgemeinwohl und die Menschheit arbeitet entschlossen an einer besseren Gesellschaft.
Discovery und Picard, teilweise auch die von Nostalgie zehrende Staffel 3, drehen sich um gebrochene, wankelmütige und ungefestigte Charaktere. Sie agieren in einer kaputten Welt ohne Feinsinn. Fast scheint es, als hätte man unsere Gegenwart ins Star-Trek-Universum verlagert.
Besonders bitter: Föderation und Sternenflotte sind eine imperialistische Macht im Stile des 20. Jahrhunderts. Mit Sektion 31, als offiziellem Teil der Vereinigten Föderation der Planeten, entsendet man eigene Schreckenstruppen.
Strange New Worlds gilt als Lichtblick. Andererseits: Von nur zehn Episoden pro Staffel sind mittlerweile drei eine Scherzfolge, mindestens drei weitere greifen in Ermangelung eigener Ideen und unter Missachtung des etablierten Kanons spätere Ereignisse vor. Ein Star Trek: Enterprise hatte das in dem Maße nie nötig. Dabei mussten die Autoren damals noch über 20 Folgen pro Staffel mit Inhalt füllen.
Animationsserie als Gegenentwurf zum Kurtzman-Trek
Quelle: Paramount
Schräg, aber optimistisch: die Charaktere von Lower Decks
Die Animationsserie Lower Decks wirkt für viele wie ein Gegenentwurf zu den post-2005-Produktionen. Dabei zieht sie als Comedy-Serie alles Mögliche durch den Kakao. Sie folgt zugleich Prinzipien, die einst das Fundament des Franchise bildeten. Kein Wunder: Showrunner war der bekennende TNG-Fan Mike McMahan.
Lower Decks nimmt die Sternenflotte ernst. Forschen, Diplomatie und wissenschaftliche Neugier zeichnen die Figuren nach wie vor aus. Trotz der überzeichneten Comic‑Brille bietet Lower Decks klar abgegrenzte Missionen, moralische Fragen und interessante Begegnungen mit fremden Welten und Kulturen. Zudem ermöglicht der episodische Ansatz die für die Berman-Ära typische Themenvielfalt.
Beckett Mariner und Brad Boimler wirken mitunter schrullig, durchlaufen aber Entwicklungen. Beide zeigen ein gesundes Verhältnis zu den Prinzipien der Sternenflotte, nicht den Zynismus der Live-Action-Serien gegenüber Utopien. Ja, die Charaktere erleben das für Comics typische Chaos, funktionieren aber als Individuen und als Team. Der Optimismus klassischer Star-Trek-Serien ist stets präsent.
Auch mit dem Kanon steht die Serie nicht auf Kriegsfuß. Im Gegenteil: Man verehrt ihn. Im Serienfinale gibt es sogar eine Anspielung, die viele Fans so deuten, als ereigne sich Star Trek: Discovery in einem anderen Universum. Mir ist diese Erklärung recht.
Bei Amazon noch nie günstiger: Lower Decks - Die komplette Serie
Nun kann man "Star Trek: Lower Decks - Die komplette Serie" auf zehn Blu-rays zum bisher besten Amazon-Preis kaufen. Sie schlägt als Black-Friday-Angebot bis maximal Montag mit nur noch 48,47 Euro zu Buche. Bei 67,32 Euro lag laut Preistracker noch das 90-Tage-Mittel mit Verkauf und Versand via Amazon.
Wie man der Übersicht entnehmen kann, befinden sich noch viele weitere Blu-rays befristet im Angebot. So kosten die "Star Trek I-X Film Collection - Remastered" nur noch 48,47 Euro anstelle des durch Amazon angezeigten mittleren Verkaufspreises von 69,97 Euro. 66,16 Euro soll man laut Preistracker im 90-Tage-Schnitt gezahlt haben, günstiger als jetzt gab es die Box laut Preistracker dort nie. Auch das wenig beliebte Discovery ist als Complete zum bisher besten Amazon-Preis zu haben. Man zahlt nur noch 55,47 Euro. Diese und weitere Serien wie Picard, Strange New Worlds und Prodigy sind bei Amazon in der Übersicht zusammengefasst.
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