Trotz des hochtrabenden Titels und Sci-Fi-Elementen ist Star Ocean: Integrity and Faithlessness in alten Zeiten hängen geblieben.
Damals, in den 1990er-Jahren ließ die Erwähnung von Star Ocean die Herzen der Rollenspielfans höherschlagen. Inzwischen hat die Serie einen deutlich schwierigeren Stand, nicht zuletzt durch die Vernachlässigung der Reihe seitens Square Enix. Während sich Entwickler bei Final Fantasy offensichtlich kreativ austoben dürfen, treibt Integrity and Faithlessness in einer abgestandenen Brühe, in der die klassischen Zutaten eines Japano-Rollenspiels schwimmen - und nicht viel mehr.
Blabla Krieg bla Held
Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Junger Held rettet kleines Mädchen ohne Erinnerung, wird in einen Krieg verwickelt und findet neue Freunde. Für JRPG-Verhältnisse ist die Story nach 25 bis 30 Stunden schnell abgehakt, und ohne das exorbitante und enervierende Backtracking würde der Abspann noch früher über den Screen flimmern.
Quelle: Games Aktuell
Glibber-König:
Die meisten Gegner stellen keinerlei Problem für die Truppe dar. (PS4)
Das aktive Kampfsystem ist die unterhaltsamste Zutat. Auseinandersetzungen erfordern jedoch zu keinem Zeitpunkt viel Taktik, die beiden anfangs verfügbaren Schwierigkeitsgrade sind niedrig. Die Stellen im Spiel, bei denen man Party-Mitglieder schützen muss, frustrieren trotz des simplen Button-Mashings durch die schwache KI der Team-Kameraden. Und das trotz weit reichender Möglichkeiten, deren Attacken und Verhalten festzulegen. Außerdem nerven die eigenwillige Kamera und das störrische Lock-on-System sowie die weit auseinanderliegenden, festen Speicherpunkte.
Integrity und Faithlessness spult ein Programm herunter, das vor zwanzig Jahren durchaus Spaß gemacht hat, heute aber anachronistisch und angestaubt wirkt. Immerhin: die Charaktermodelle sind sehr schön.
Entwickler: Tri-Ace | Hersteller: Square Enix | Sprache: Englisch | Altersfreigabe: Ab 12
