Sie können den Wobbler vom Spinner unterscheiden? Dann wird Ihnen Sportfischen nicht viel Neues bieten.
Eine Angelsimulationen auf dem PC? Was soll das bringen? Immerhin liegt der Reiz des Sportfischens ja darin, in der Natur zusein, das Verhalten der schlüpfrigen Flossentiere zu lesen und sich mit dem Fisch im Kampf zu messen. Das ist schwierig umzusetzen, aber immerhin macht man sich am PC nicht die Füße nass.
Karriere mit Haken und Ösen
In Sportfischen Professional wird jedoch selbst Ihr virtueller Angler nur selten nass. Er trägt zwar eine schicke Wathose, wirft seine Rute aber in den meisten der sieben Gewässer vom Steg aus. Im Mittelpunkt steht der Karrieremodus, in dem wir unter Zeitdruck Aufgaben erfüllen. So müssen wir etwa die fünf schwersten Aale fangen, oder mehr Fische als die Konkurrenz anlanden.
Durch möglichst viele Angeltrophäen schalten wir neue Ausrüstung und Gewässer frei. Nach einigen Triumphen können wir dann etwa auch den mehrteiligen Wobbler (einen beweglichen Kunstköder) einsetzen oder mit einem Ruderbötchen zu neuen Fischgründen paddeln.
Wählerische Flossentiere
Mit der Maustaste aktivieren wir den Wurfzeiger und werfen mit einem weiteren Klick den Köder aus. Grundsätzlich gibt es nur zwei Arten von Lockmitteln: natürliche und künstliche. Während die natürlichen Köder an der Pose (einem Schwimmer) hängen und nicht bewegt werden, müssen Kunstköder wie der Streamer durchs Wasser gezogen werden, um die Aufmerksamkeit der Fische zu erregen. Da jeder Fisch auf unterschiedliche Reize reagiert, ist die Köderwahl oft entscheidend.
Der alte Mann und der Löschteich
Mit dem richtigen Köder ist der Fischfang ein Klacks. Wir werfen an die richtige Stelle, lassen ihn auf die richtige Tiefe sinken und warten auf den Biss. Der kommt meist sofort und verläuft immer perfekt. In der Realität kommt ein Fisch nicht so leicht an den Haken, hier muss der Angler mit einem »Anhieb« dafür sorgen, dass der Haken sich im Maul des Tiers festsetzt. Wie im echten Leben kommt aber auch im Spiel nach dem Biss der Drill, also der Kampf mit dem Fisch. Die Spannungsanzeige zeigt an, wie schlaff oder straff unsere Schnur gerade ist. Mit der linken Maustaste holen wir Schnur ein, während wir mit der rechten dem Fisch mehr Schnur lassen.
Da im Spiel unrealistischerweise auch Fische, die uns gerade vom Haken gegangen sind, sofort wieder anbeißen, kostet ein missglückter Drill dem virtuellen Angler nicht annähernd so viel Zeit wie dem echten.
Sascha Gliss
