Splatoon 3 gespielt: Ganz viel Spaß, eine Sorge - die Hands-on-Vorschau + Video

Special Yannik Cunha Katharina Pache
Splatoon 3 gespielt: Ganz viel Spaß, eine Sorge - die Hands-on-Vorschau + Video
Quelle: Nintendo

Der Release von Splatoon 3 auf Nintendo Switch rückt näher! Wir haben Nintendo besucht und selbst die Kampagne sowie die Modi Salmon Run und Revierkampf gespielt. Wie uns die Farbschlacht gefallen hat und was uns noch Sorgen macht, lest ihr in der Vorschau.

Mit Splatoon brachte Nintendo 2015 eine neue IP auf den Markt. Der kunterbunte Shooter mauserte sich schnell zum Hit, und so ließ Splatoon 2 nicht lange auf sich warten. Fans und Kritiker lobten das flüssige Gameplay, die tolle Musik und das spaßige Spielprinzip. Nun stehen wir vor dem Release von Splatoon 3, wir konnten das exklusive Switch-Spiel sogar live und in Farbe bei Nintendo ausprobieren. Ob die Farbschlacht genau so viel Spaß macht wie die Vorgänger, erfahrt ihr in unserer Preview!

Zuerst spielten wir den klassischen Revierkampf-Modus, in dem das Ziel ist, die Arena mit unserer Oktopus-Tinte so bunt wie möglich zu färben. Gleichzeitig schalten wir Gegner aus, damit sie eben das nicht tun können. So weit, so gut, aber irgendetwas muss ja neu sein, oder? Klar, wir kämpften etwa auf frischen Karten, die sich, zumindest dem ersten Eindruck nach, fair balanciert anfühlen.

Neue Waffen, neue Moves

Außerdem sind wir jetzt in der Lage, einen Ausweichsprung nach hinten auszuführen und uns stehen neue Waffen zur Verfügung. Das Splatana, offensichtlich inspiriert von einem Katana, ist eine schnelle, starke Nahkampfwaffe, mit der wir Gegner rasch ausschalten. Dafür verteilen wir aber mit dieser Waffe nur wenig Farbe auf der Map. Ebenfalls neu ist der Bogen, der im Vergleich zu anderen Waffen auch wenig Raum auf der Karte voll kleckert, dafür aber mit Präzision ordentlich Schaden anrichtet.
Während das Splatana sehr einfach zu spielen ist, erfordert der Bogen mehr Expertise und der Umgang mit ihm ist nicht so schnell erlernt: Je nachdem, ob wir springen oder auf dem Boden stehen, und abhängig davon, wie lange wir die Waffe aufladen, verhalten sich die Schüsse unterschiedlich. Wer anderen zeigen will, wie man richtig spielt und etwas mehr gefordert werden möchte, hat hier die perfekte Gelegenheit, sich auszuleben.

Ansonsten gibt es neue ultimative Fähigkeiten, die so funktionieren wie die Ausrüstungen in vergangenen Teilen der Serie. Abgesehen davon wirkt das Spiel für erfahrene Spieler sehr vertraut, was aber nicht gar schlimm ist, da das flüssige Gameplay von Splatoon für mehr Spaß nicht großartig verändert, sondern einfach nur erweitert werden muss.

Abtauchen in den Salmon Run

Unsere Flossen durften wir auch an den Modus Salmon Run legen. Zeigen durften wir ihn euch im Video aber leider nicht. Einen ähnlichen Modus gab es bereits in Splatoon 2, jedoch war die Koop-PvE-Schlacht zeitlich begrenzt und konnte nur zu bestimmten Zeiten gespielt werden. Das ändert sich in Splatoon 3 (jetzt kaufen 59,95 € ) endlich! Mit bis zu vier Mitspielern können wir den Horde-Modus angehen und uns gegen die bösen Unterwasserbiester verteidigen. Doch Kampfkraft alleine reicht nicht aus. Um die drei Wellen an Gegnern zu überstehen, müssen wir goldene Fischeier von den Bossen einsammeln und an unseren Stützpunkt bringen.
Unsere Salmon Runs waren jeweils relativ schnell beendet, was aber nicht daran lag, dass sie uns langweilig wurden. Nein, mit jedem Mal steigerten wir die Schwierigkeit des Modus. Wir starteten etwa bei 10 % und endeten bei 30 %, der Unterschied war deutlich zu erkennen. Wir wollen gar nicht wissen, wie das Ganze auf 200 % aussieht!

Oh, haben wir erwähnt, dass wir uns die Waffen nicht selbst aussuchen können, sondern pro Welle eine neue zugeteilt bekommen? Das macht den Modus noch interessanter und lehrt uns gleichzeitig, alle Waffen kennenzulernen und sie zu meistern! Auch Kommunikation unter Spielern ist gern gesehen, ansonsten gehen wir schnell im Ansturm der Gegner unter. Leider gibt es immer noch keinen integrierten Voice-Chat. Wer kommunizieren will, muss sich entweder eine App herunterladen oder sich auf Drittparty-Programme verlassen.

Die Kampagne von Splatoon 3

Auch der Story-Modus des Spiels bringt uns bei, wie wir mit verschiedenen Waffen, Fähigkeiten und unserer Bewegungsaktionen umgehen. In den kleinen, Parkour-artigen Leveln lösen wir Rätsel, besiegen Gegner und haben, ähnlich wie im Salmon Run, vorgegebene Waffen zur Verfügung. Schon anfangs bekamen wir Probleme mit einigen der Rätsel und blieben kurz bei manchen Gegnern hängen, bisher scheint der Modus, trotz einer Alterseinstufung ab 6 Jahren, kein Kinderspiel zu sein! Viel Zeit konnten wir insgesamt zwar nicht im Story-Modus verbringen, aber er wirkt bisher vielversprechend. Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie viele Level es im Spiel gibt.

Bildergalerie

Splatoon 3 - Online-Sorgen

Etwas müssen wir noch ansprechen. Schon immer hatte Splatoon Probleme mit dem Online-Modus. Zum Glück wurden einige davon gelöst! Wir können etwa ganz einfach Lobbys erstellen, Freunde einladen und mit diesen sogar im gleichen Team spielen. Klingt verrückt, ist aber tatsächlich erst jetzt möglich. Außerdem können wir während der Wartezeit auf ein Match Zeit mit unseren Freunden in der Lobby und im Trainingsraum verbringen. So ist das Warten interessanter.

Aber es besteht ein weiteres, großes Problem, das sich in allen Nintendo-Titeln zeigt: die Server, oder eher deren Nichtexistenz. Wer Splatoon online spielt, nutzt keine Server, die von Nintendo gestellt werden, sondern alleine die eigene Verbindung sowie die der Mitspieler. Dies nennt man auch Peer2Peer. Das führt dazu, dass man unter Lags leidet oder Gegner viel zu spät sieht, falls der Unterschied der Verbindungsqualität zu groß ist - heutzutage eigentlich ein No-Go in Online-Spielen.
Hier versuchen wir, den Bogen ideal zu nutzen und feuern drei Projektile gleichzeitig, um unsere Gegner auf einen Streich auszuschalten. Quelle: Nintendo Hier versuchen wir, den Bogen ideal zu nutzen und feuern drei Projektile gleichzeitig, um unsere Gegner auf einen Streich auszuschalten. Vor allem bei Titeln mit kompetitivem Anspruch, als das Splatoon auch gesehen werden will. Ob in diesem Aspekt etwas verbessert wurde, konnten wir auf Nachfrage nicht in Erfahrung bringen. Ein weiteres Problem ist die Tick-Rate, die dafür verantwortlich ist, wie oft Spieler pro Sekunde weitergeben, wo sie sind und was sie machen. Seid ihr schon einmal um eine Ecke gelaufen und wurdet trotzdem getroffen? Wahrscheinlich liegt es daran, dass Informationen in Splatoon nur 16 Mal pro Sekunde übermittelt werden. Im Vergleich: Valorant verfügt über eine Tick-Rate von 128 und Counter Strike: Global Offensive über eine von 64. Diese Umstände erschweren den fairen, kompetitiven Wettkampf, es bleibt also zu hoffen, dass diese Probleme im neuen Ableger gelöst werden. Testen konnten wir es nicht, da wir über eine Lan-Verbindung spielten.

Von diesen (potenziellen) Online-Macken abgesehen liefert auch Splatoon 3 unseren bisherigen Eindrücken nach einen unglaublich spaßigen Shooter mit flüssigem Gameplay, fantastischem Soundtrack und einzigartigem Spielprinzip ab.

Meinung

Splatoon 3 ist ein Switch-exklusiver Shooter, der am 9. September 2022 erscheint. Splatoon ist eine verhältnismäßig junge Nintendo-Marke, der erste Teil kam vor sieben Jahren auf den Markt - und feierte große Erfolge. Wie sich Teil 3 im Test schlägt, erfahrt ihr selbstverständlich in Kürze in unserem Test.

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