CYGNI: All Guns Blazing - Vorschau: Dieser Shooter brutzelt euch die Netzhaut weg!

Special Stefan Wilhelm
CYGNI: All Guns Blazing - Vorschau: Dieser Shooter brutzelt euch die Netzhaut weg!
Quelle: Konami

Lust auf einen Shooter der ganz alten Schule? Dann haben wir da was für euch: CYGNI - All Guns Blazing belebt das Bullet-Hell-Genre in edler Unreal-Optik wieder. Wir konnten es lange vor dem Release bereits durchspielen und verraten euch, wodurch es sich von Resogun, Ikaruga und Co. abhebt!

Seit Traditionsentwickler Housemarque vor sieben Jahren den Tod der Arcade-Spiele verkündete, hatten Bullet-Hell-Fans kaum noch Hochkaräter zu spielen. Am 06. August gibt's aber endlich frisches Futter: Das neue Studio KeelWorks schickt zusammen mit Publisher Konami ein Shoot 'Em Up ins Rennen, in das sich Casual-Spieler und Highscore-Jäger gleichermaßen verbeißen sollen.

CYGNI: All Guns Blazing mixt klassisches Gameplay mit frischen Mechaniken und sieht dabei auch noch richtig schick aus. Wir konnten uns durch eine Vorabversion des kompletten Spiels ballern und erklären euch, warum ihr es im Auge behalten solltet - auch, wenn es eure Augen gewaltig beanspruchen wird!

Der Orca feuert auf riesige, Käfer-ähnliche Feinde. Quelle: Konami

Explosionen pro Sekunde

Cygni ist der Name des Planeten, auf dem der sieben Stages lange Storymodus stattfindet. Im Cockpit des Kampffliegers Orca begebt ihr euch auf einen Feldzug gegen die lange totgeglaubten Überreste der Zivilisation, die vor der Menschheit hier gelebt hat. Neben dem schicken Render-Intro schafft es auch die Ingame-Grafik, die Raumschlachten bildgewaltig in Szene zu setzen.

Raucheffekte und Explosionen verliehen der 2,5D-Optik Tiefe, Architektur und Bossgegner sind überwältigend groß. Das Spiel ist lange nicht so bunt wie seine japanischen oder Housemarque'schen Kollegen, die stürmisch-grauen Umgebungen werden hauptsächlich von explodierenden Gegnern und den vielen, vielen, vielen Geschossen erhellt, die zu fast jeder Sekunde den Bildschirm füllen.

Dadurch wirkt CYGNI für ein Spiel dieses Genres erfrischend düster und atmosphärisch. Zwischensequenzen vor jeder Mission, inklusive deutscher Sprachausgabe, und ein dramatischer Soundtrack runden die edle Präsentation ab.

Taktik in der Kugelhölle

Für Bullet-Hell-Kenner fühlt sich vieles in CYGNI sofort vertraut an: Ihr steuert den Orca aus der Draufsicht, feuert mehr oder weniger breit gefächerte Lasersalven ab und zündet Zielsuch-Raketen, wenn ihr mal akut viel Schaden austeilen müsst. Währenddessen müsst ihr natürlich darauf achten, die kleine Hitbox in der Mitte eures Schiffs durch die absurd vielen Projektile zu schlängeln, die nicht von euch stammen.

Das Spiel hat allerdings einige Kniffe in petto, um die Formel aufzulockern!

Zum einen wird euer Schiff hier nach einem Treffer nicht sofort vernichtet. Ihr könnt (und glaubt uns, ihr werdet) immer wieder Kugeln einstecken, solange eure Schildenergie noch nicht verbraucht ist. Waffe und Schild haben jeweils fünfstufige Energieleisten. Bei der Knarre regelt die Energie eure Feuerkraft, außerdem kostet es euch einen Punkt, eine Raketensalve loszuschicken.

Ein mechanischer Boss feuert verschiedene Projektile auf den Orca. Quelle: Konami Die fünf Punkte beim Schild stehen für je einen Treffer, den ihr kassieren dürft. Fangt ihr euch bei leerer Energie noch eine Kugel, startet ihr zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad die 10- bis 15-minütige Stage komplett von vorne. Nur auf der leichten Stufe werden euch drei Leben gewährt.

Das einzige Pickup, das die Feinde in CYGNI fallen lassen, sind dementsprechend Energiepunkte, die erstmal automatisch in den Schild geladen werden. Der Clou: Ihr könnt die Energie jederzeit per Knopfdruck umverteilen. Dadurch kommt eine Prise Taktik in die Kugelhölle.

Einen dicken Gegner zerlegt ihr mit voller Waffenenergie natürlich schneller, dann müsst ihr aber höllisch aufpassen, nicht mehrmals in Folge Schaden zu nehmen.

Zwischen den Stages schaltet ihr eine Handvoll permanenter Upgrades für den Orca frei, die euren Salven etwa mehr Raketen hinzufügen, einen Teil eurer Kanonen auf Knopfdruck zielsuchend machen oder euch eine komplette Schildleiste für eine Bombe opfern lassen.

Nach einem etwa zweistündigen Spieldurchgang solltet ihr genügend Währung beisammenhaben, um euch voll hochzurüsten und den nächsten der drei Schwierigkeitsgrade in Angriff zu nehmen.

Ein Tentakel-Boss schwebt über einem düsteren Schlachtfeld. Quelle: Konami

Ratlos im Entwicklermodus

Für reichlich Verwirrung sorgt hier aber noch CYGNIs anderes Alleinstellungsmerkmal: Der "Entwicklermodus" lässt euch ein eigenes Bullet-Pattern gestalten, also das Muster, in dem eure Projektile aus dem Schiff fliegen. Wie das funktioniert, was die vielen Slots bedeuten, in die ihr Icons mit verschiedenen Kugelstreuwinkeln setzt, und wofür die Prozentwerte gut sind, die separat noch eingestellt werden können?

Gute Frage(n)! Wir konnten uns aus dem Feature keinen wirklichen Reim machen - hier fehlen Tutorials, Vorschaubilder oder zumindest Beschriftungen für die ganzen Slots, die wir bestücken sollen.

Bildergalerie

Neben dieser fummeligen Feinjustierung ist es auch möglich, grobe Patterns in die fünf Waffenenergiepunkte zu stecken, die sich im Spiel per Knopfdruck durchschalten lassen. Weil das aber davon abhängt, ob der jeweilige Waffenpunkt gerade auch mit Energie befüllt ist, wird's in der Hitze des Gefechts schnell unübersichtlich. Das Feature ist dadurch eher unattraktiv.

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