Affliction in der Vorschau: Actionlastiges Detektivspiel mit einer Prise Horror
Special
Macht den Fluxkompensator startklar! Affliction befördert uns in die 50er-Jahre. Statt Pomade und Petticoats erwartet uns ein Bild des Grauens.
Gleich zu Beginn erhalten wir einen Anruf und werden von einer unbekannten Stimme in ein fiktives Kaff namens Warden Cliffs beordert, um dort mehr über eine tödlich endende Krankheit in Erfahrung zu bringen, die seit Kurzem um sich greift. Dummerweise müssen wir bei unserer Ankunft feststellen, dass die Zeit in dem kleinen Nest komplett stillzustehen scheint. Aus (zunächst) unerklärlichen Gründen sind die Bewohner wie zu Eis erstarrt. Weil sie eben deshalb nicht gerade aus dem Nähkästchen plaudern, stehen wir bei der Suche nach Antworten auf unsere vielen Fragen erst mal ziemlich allein auf weiter Flur.
Um wen es sich bei der mysteriösen Kontaktperson handelt, was ausgerechnet uns für diesen nicht ganz ungefährlichen Job qualifiziert und ob tatsächlich auch eine Möglichkeit besteht, der verheerenden Seuche Einhalt zu gebieten, offenbart sich uns erst nach und nach. Ein Glück, dass die trügerische Vorstadtidylle nicht nur aus nostalgischem Klimbim besteht, sondern auch nützliche Hinweise liefert, die uns Aufschluss über die bisherigen Ereignisse geben.
Walking Dead Simulator
Das unverbrauchte Setting reicht aber natürlich nicht aus, um sich von namhaften Genre-Konkurrenten wie Gone Home oder The Vanishing of Ethan Carter abzuheben. Dem weitverbreiteten Kritikpunkt, dass diese Art von Spiel zu wenig Interaktivität bietet, begegnet Entwickler Mastermind
Quelle: Games Aktuell
Scherbenhaufen: In Affliction ist das harmonische Bild einer US-amerikanischen Vorzeigefamilie wenig überraschend mehr Schein als Sein. (PC)
Games mit ei ner gehörigen Portion Action. Sobald die Nacht über das ansonsten durchaus beschauliche Örtchen hereinbricht, gilt es, sich gegen abscheuliche Monstrositäten zur Wehr zu setzen. Zu allem Überfluss handelt es sich bei den widerwertigen Kreaturen aber keineswegs um gehirnamputierte Zombies, die teilnahmslos vor sich hin vegetieren und nichts weiter als den nächsten Snack in Form unserer Eingeweide im Kopf haben, wie wir es beispielsweise aus The Walking Dead kennen. Die über drei Meter großen Mistviecher sind mit ihren länglichen Gliedmaßen problemlos dazu in der Lage, uns im Handumdrehen den Garaus zu machen.
Ins Gras der spießbürgerlichen Vorgärten zu beißen bedeutet aber nicht automatisch das Game-over. Anstatt vom letzten Speicherpunkt fortzusetzen, schlüpfen wir einfach in den nächstbesten NPC - unabhängig vom Alter und Geschlecht sowie den damit verbundenen körperlichen Eigenschaften. Wie lange der Aufenthalt in Warden Cliffs andauert, ist übrigens vollkommen uns überlassen. Wenn Affliction im zweiten Halbjahr für PC und Xbox One erscheint, liegt es in unserem Ermessen, wie viele Puzzleteile der Handlung wir zusammensetzen, bevor wir uns ein abschließendes Urteil erlauben. Ob sich unser Auftraggeber mit einer dürftigen Berichterstattung zufrieden gibt, bleibt jedoch abzuwarten...
Entwickler: Mastermind Games | Hersteller: Mastermind Games
