Rückblick auf 2023: Die 10 besten Videospielemomente des letzten Jahres
Special
Das letzte Jahr war eines der spektakulärsten der Videospielegeschichte. Wir fassen die zehn einzigartigsten Spielszenen aus 2023 zusammen.
6. Atomic Heart: Rundflug über Tschelomei
Weniger erfolgreich, aber dennoch ziemlich viel in den Schlagzeilen, war im letzten Jahr auch Atomic Heart. Das lag zumeist daran, dass der Story-Shooter von Mundfish, einem russischen Spielestudio entwickelt wurde.
In einem ausführlichen Report haben wir bereits die Hintergründe der Entwicklung beleuchtet und die Vorwürfe, der Entwickler würde mit der Regierung zusammenarbeiten, entschärft.
In Atomic Heart verläuft die Geschichte der Menschheit anders als in der Realität. Russland hat es mit Hilfe von Robotikforschung und der Nutzung eines vielseitigen Nanomaterials namens Polymer geschafft, als alleiniger Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorzugehen.
Quelle: PC Games Hardware
Doch ab einem bestimmten Zeitpunkt fangen die Roboter an, verrücktzuspielen und die Bevölkerung anzugreifen. Als Major Sergej Netschajew, oder kurz einfach nur Codename P-3, müssen wir die Blechbüchsen aufhalten.
Wie atemberaubend schön das manchmal als "russisches Bioshock" bezeichnete Spiel sein kann, bekommen wir direkt in den ersten Spielminuten zu sehen. Bevor die Welt in Schutt und Asche gelegt wird, findet eine pompöse Roboter-Parade statt, bei der wie die schicke Spielwelt bewundern können.
Kurz im Anschluss geht's für uns sogar in die Lüfte. In einem Auto fliegen wir - ja, wir fliegen - über die schwebenden Inseln der Region. Dazu lauschen wir einem klassischen Volkslied aus dem Radio, staunen über die riesigen Bauwerke und die erstklassige Inszenierung der Spielwelt.
Gerade in einem Jahr, in dem Shooter wie Redfall, Call of Duty und Co. ordentlich floppten, konnte das Projekt in Sachen Story auf jeden Fall überzeugen. Insgesamt kommt es zwar nicht an die Bioshock-Reihe heran, doch zumindest für den grandiosen Beginn hat Atomic Heart viel Lob verdient.
5. Final Fantasy 16: Ein Opfer muss es geben
Für Fans von JRPGs gab es im letzten Jahr ein riesiges Action-Spektakel. Final Fantasy 16 brachte uns aber nicht nur mit seinen Effektgewittern und episch inszenierten Kämpfen ins Schwitzen, sondern sorgte am bitteren Ende auch für Tränen. Viele Hürden und Verluste später ist es den Hauptfiguren endlich gelungen, Frieden und Freiheit in die Welt von Valisthea zu bringen.
Doch alles hat seinen Preis, den in diesem Fall vor allem Jill bezahlen muss. Sie ist bereits seit ihrer Kindheit eng mit Clive befreundet und betet seit jeher zu Metia, wenn er für einen Auftrag fortgehen muss. Der rote Stern befindet sich direkt neben dem Mond und soll Wünsche erfüllen können, weshalb Jill sich regelmäßig an ihn wendet.
Quelle: buffed
Nach dem finalen Sieg über den Endgegner Ultima ist sich Clive bewusst, dass er zwar die Welt retten kann, dafür aber vermutlich mit seinem Leben bezahlen muss. Im Abspann ist zu sehen, wie Clive entkräftet an einen Strand gespült wird und seine Hand zu Stein wird, bevor er die Augen schließt.
Als Jill sieht, wie Metia sich plötzlich verdunkelt, weiß sie um Clives Schicksal und weint herzzerreißend um ihre große Liebe, bis die Sonne erneut aufgeht. Es gibt verschiedene Theorien, was genau das Ende von Final Fantasy 16 zu bedeuten hat - vielleicht hat Clive ja doch überlebt und erfüllt sein Versprechen, zu Jill zurückzukehren.
In der Post-Credit-Scene sehen wir in der wieder heilen Welt ein verdächtiges Buch mit dem Titel Final Fantasy von Joshua Rosfield, Clives Bruder, der sein Leben beim Kampf gegen Ultima verloren hat. Die Szene schürt Hoffnung auf ein Happy End, doch vielleicht ist es bloß Wunschdenken, um dem Kummer zu entkommen. Was genau passiert ist, wissen wohl nur die Sterne.
