Die 13 besten Nintendo Switch-Spiele, die PC Games über die Jahre getestet hat
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Die Switch geht nach über 150 Mio. verkauften Einheiten in den Ruhestand. Zeit für einen Blick zurück auf zahlreiche starke Spiele, die man nicht unbedingt mit ihr verbindet, die von PC Games aber mit 9 oder 10 Punkten bewertet wurden.
Games für Kids
Eine Ära beginnt, eine andere endet. Acht Jahre lang hat die Nintendo Switch sich fein aus dem Game of Next-Gen herausgehalten und in dieser Zeit eine ganze Menge Spiele-Kracher angesammelt. Gleichzeitig fehlt es dem Nachfolger wiederum - mit wenigen Ausnahmen - aktuell noch an schlagkräftigen Verkaufsargumenten in Form von absoluten System-Sellern. Welchen besseren Zeitpunkt gäbe es also, um einmal zurück auf die Spiele zu schauen, die auf der Switch 1 auch heute noch genauso reinknallen wie zum Release.
Die von PC Games am besten bewerteten Spiele für die Nintendo Switch
Nachdem Nintendo lange Zeit ein Garant für familienfreundliche Gaming-Unterhaltung war, hat sich das Unternehmen spätestens mit der Switch auch anderen Zielgruppen geöffnet - maßgeblich in Form von Third-Party-Titeln. Damit kam über die Jahre eine riesige Menge an Spielen zusammen, von denen PC Games sage und schreibe 72 Stück mit einer 9 und immerhin zwei mit einer vollen 10 von 10 bewertet hat. Um diese Liste also nicht komplett zu übertreiben, habe ich mich für einige Kriterien entschieden:
Zunächst einmal habe ich mich grundsätzlich auf einen Titel pro Jahr beschränkt und gehe chronologisch vor. "Grundsätzlich", weil die beiden 10er dennoch separat genannt werden. Da unter den zahlreichen 9ern hingegen vor allem sehr viele Nintendo-eigene IPs sind, folgen die größtenteils erst am Ende, damit diese Liste nicht die 1000ste ist, die einem Mario Kart 8 Deluxe als DIE große Entdeckung präsentiert. Und neben dem Fokus auf Drittanbieter habe ich zu guter Letzt auch versucht, einen ausgewogenen Genre-Mix zu erreichen. Heraus kamen diese 13 Switch-Spiele. Ohne also weitere Zeit zu vertrödeln, geht es jetzt los mit:
The Legend of Zelda: Breath of the Wild (2017)
Soviel zum gerade erwähnten Vorsatz... Aber Breath of the Wild ist eben auch wirklich ein absolutes Brett. Und als Launchtitel für die Switch ist es auch der perfekte Einstieg in diese Liste. Während die einen mit der grenzenlosen Freiheit überfordert waren, wurde das Spiel für andere binnen kürzester Zeit zum absoluten Meisterwerk, welches die 10 von 10 definitiv verdient. Denn das hier war nicht nur anders als alle anderen Zelda-Titel, sondern auch anders als die üblichen Open-World-Games von der Stange - ohne hier irgendwelche Namen nennen zu wollen (*hust*). Nach einem dreistündigen Tutorial, das einem bereits alle nötigen Werkzeuge an die Hand gibt, wird man in die weite Welt geschickt und muss sich seinen Weg weitgehend selbst suchen.
Den kompletten Test gibt es auf pcgames.de.
Die Erkundung dieser Welt, ob reitend, kletternd, springend oder gleitend, ist nur eine von vielen Neuerungen, aber vermutlich die beeindruckendste. Und ebenso beeindruckend ist, was die Entwickler hierfür aus der ersten Switch technisch alles herausgeholt haben. Wer das Spiel tatsächlich noch nicht kennt, aber Lust auf ein echtes Abenteuer hat, bei dem hinter jeder Ecke die nächste Überraschung wartet, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen. Ja, die Spielzeit von über 100 Stunden, wenn man wirklich alles sehen will, ist ein Investment. Dafür ist diese Zeit allerdings mit unendlichen "Huch, was ist das?"-Momenten gefüllt und vergeht nur so im Flug. Für alles Weitere sei an dieser Stelle aber auf den Haupttest verwiesen.
Cuphead (2017)
Als dieses Spiel erstmals auf dem Radar erschien, sprachen alle nur von dem Artstyle. Dieser entspringt geradewegs einem Cartoon der 1930er-Jahre und kombiniert handgemalte Hintergründe mit einem jazzigen Soundtrack, der einfach ins Ohr geht. Dass der Look aber nicht bedeutet, das hier sei ein Spiel für Kinder, zeigt nicht nur die herrlich absurde Story. Denn als der namensgebende Protagonist beim Glücksspiel seine Seele und die seines Freundes Mugman an den Teufel verliert, müssen die beiden sich nun als Schuldeneintreiber verdingen. Also bereisen sie die Inkwell-Insel und runnen und gunnen sich von einem Boss zum nächsten. Die wollen ihre Seelen aber alles andere als gerne herausrücken und wehren sich mit allem, was geht.
Den kompletten Test gibt es auf pcgames.de.
Der Schwierigkeitsgrad hat es in sich und verlangt Geduld, Timing und Lernbereitschaft. Wer einfach kopflos vorprescht, lernt schnell die Rücksetzpunkte kennen. Hinzu kommt die genau richtige Prise an Zufallselementen, durch die bloßes Auswendiglernen nicht zum Sieg führt. Die Steuerung ist dabei auf der Switch genauso präzise wie eh und je. Lediglich einige kleinere Bugs und gelegentliche Performancehaker kamen stellenweise vor. Aber der Look und das Erfolgserlebnis am Ende machen das alles mehr als wett. Außerdem ist ein Boss-Rush-Game wie gemacht für die Switch: kurz reinhüpfen, Boss besiegen (oder wahlweise: fluchen) und wieder weglegen.
Celeste (2018)
Celeste ist ebenfalls nicht gerade einfach, aber dabei nie unfair. Statt zu ballern liegt hier der Fokus allerdings auf knackigen Plattforming-Passagen, denn Madeline hat ein Ziel: die Spitze des Berges Celeste erreichen. Auch hier ist eine präzise Steuerung essenziell, damit jeder Sprung sitzt. Und wenn er es mal nicht tut, dann weiß man immer, woran es lag. Zudem sind die Checkpoints fair verteilt, und wer ums Pixelmelken nicht weiterkommt, aktiviert den Hilfemodus, um Tempo oder Ausdauer anzupassen.
Quelle: Extremely OK Games, Ltd./ PC Games
Während es in Celeste immer weiter nach oben geht, taucht man als Spieler immer tiefer in die emotionale Welt der sympathischen Figuren ab.
Den kompletten Test gibt es auf pcgames.de.
Auf der Switch sind Steuerung und Performance ebenso punktgenau und laden, egal ob im Wartezimmer oder auf der längeren Zugfahrt, immer wieder zu einem weiteren Versuch ein. Neben dem Gameplay sind aber auch die wunderschöne Retro-Optik, der ergreifende Soundtrack und die Charaktere große Pro-Argumente. Je höher Madeline kommt, desto mehr charmanten Figuren begegnet sie nämlich und desto mehr findet sie zu sich selbst. Obwohl Celeste einen beim Aufstieg also wieder und wieder anspornt, besser zu werden, ist es gleichzeitig eine Reise mit Tiefgang. Denn wie heißt es so schön: Man muss erst einmal hochspringen, um tief tauchen zu können.
Dragon Quest XI S (2019)
Dragon Quest XI S ist nicht einfach nur der Switch-Port eines klassischen JRPGs, das mit skurrilen Figuren, rundenbasierten Kämpfen gegen harte Bosse und einer Zero-to-Hero-Geschichte daherkommt. Es ist vor allem ein Liebesbrief an Rollenspielnostalgiker und eine wahre Komfort-Bombe. Die Definitive Edition bringt neue Handlungsstränge, erweiterte Dialoge, einen neuen Orchester-Soundtrack und - als ob das noch nicht genug wäre - sogar einen kompletten Retro-2D-Modus mit. Wer das 2017er Original bereits gespielt hat, bekommt also jede Menge Gründe, erneut die Reise vom ahnungslosen Dorfbuben zum Weltenretter zu beschreiten. Ganz zu schweigen von den Optionen, das Kampftempo zu beschleunigen, noch mehr Monster zu reiten und Zwischensequenzen schon beim ersten Durchlauf zu überspringen.
Den kompletten Test gibt es auf pcgames.de.
Ganz so hübsch wie auf der PS4 ist es auf der Switch natürlich nicht. Ferner kam es während des Tests gelegentlich zu Rucklern oder Abstürzen und warm wurde der Handheld-Hybrid ob des riesigen Spiels ebenfalls. 50 bis 80 Stunden für die Hauptstory plus Endgame-Content sind immerhin nichts, was man kurz übers Wochenende durchzockt. Wer sich aber heranwagt - egal ob Kenner oder Neuling - wird mit einem hervorragenden JRPG belohnt, das insbesondere in der Switch-Version das umfangreichste und vielleicht sogar beste Gesamtpaket bietet. Welche weiteren Titel diese Liste dagegen noch so bietet, erfahrt ihr auf der nächsten Seite - inklusive eines Geheimtipps, den sicher nicht jeder auf dem Schirm hat.
