Forschungsgruppe warnt: Die Gen Z kauft weitaus weniger Videospiele als im Vorjahr. Was ist der Grund dafür?
In einem Bericht des Wall Street Journal vom 24. Juni 2025 stellte die US-amerikanische Forschungsgruppe Circana fest, dass sowohl die Online- als auch die Einzelhandelskäufe von Videospielen bei 18- bis 24-Jährigen von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen sind. Was genau ist der Grund dafür?
Werden Videospiele bei der Generation Z immer unbeliebter?
Circana hat im Rahmen einer Forschung festgestellt, dass junge Menschen im Jahr 2025 fast 25 Prozent weniger Geld pro Woche für Videospiele ausgeben, als im Vorjahr. Allgemein sind die Käufe von Zubehör, Kleingeräten, Technologie und "allgemeinen Handelswaren" bei jungen Erwachsenen stark zurückgegangen. Doch Videospiele führen diese Liste klar und deutlich an.
Im Vergleich zeigt sich bezüglich der Spielekäufe bei anderen Altersgruppen lediglich ein Rückgang von 5 Prozent. Die Reporterin Rachel Wolfe führt die stark rückgängigen Verkaufszahlen bei jungen Erwachsenen auf einen schwierigen Arbeitsmarkt, Studienkredite und auf eine besonders hohe Kreditkartenausfallrate zurück. Somit hat dies wohl nichts damit zu tun, dass Videospiele bei der Generation Z unbeliebter werden.
Hat es die Generation Z derzeit besonders schwer?
Ein Ökonom von Wells Fargo sagte gegenüber dem Wall Street Journal aus, dass junge Menschen "stärker zu kämpfen haben, als ältere Jahrgänge". Und weiter: "Da jüngere Verbraucher heute nicht nur weniger ausgeben, sondern wahrscheinlich auch weniger sparen, könnte dies ihre Fähigkeit, in Zukunft Vermögen aufzubauen, beeinträchtigen". Ist hierdurch auch die Zukunft der Spielebranche in ernster Gefahr?
Die Forschungsgruppe Circana behauptete jedenfalls, dass die Ausgaben für Spiele bei der Generation Z derzeit einen klaren Tiefpunkt erreicht haben. Und da junge Menschen ohne Zweifel ein wichtiges Zielpublikum für die Spiele-Entwickler darstellen, kann hier unter Umständen schon ein gefährliches Zeichen für die Branche bestehen. Die Zukunft wird zeigen, in welche Richtung sich die Verkäufe von Videospielen entwickeln werden.
Quelle: vice.com
