Minecraft-Erfinder Notch zu Digital-Käufen: "Wenn Spiele-Erwerb kein Kauf ist, ist Raubkopieren kein Diebstahl!"
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Debatte um Stop Killing Games und "verlorene Spielekäufe" enden mit Statement zu Software-Piraterie - Minecraft-Schöpfer Notch hat wie immer eine klare Meinung dazu.
Markus Persson, auch bekannt als Notch, und noch bekannter als kreativer Kopf hinter und Erfinder von Minecraft, hat sich in den letzten Jahren wiederholt zum Thema Raubkopien geäußert. 2011 verglich er auf der Game Developers Conference (GDC) den Diebstahl eines Autos mit Raubkopieren: "Klaut man ein Auto, ist das Original weg. Kopiert man ein Spiel, gibt es einfach mehr davon".
2014 meinte er (ebenfalls auf der GDC), dass selbst durch eine Milliarde Raubkopien keine finanziellen Einbußen entstehen würden. Konkreter wurde er nicht, aber vermutlich wollte er ausdrücken, dass diejenigen, die ein Spiel raubkopieren, dieses sowieso nicht gekauft hätten und es ergo keinen Verlust für das Unternehmen gäbe.
Was sagt Notch zur Stop Killing Games-Kampagne?
Das neueste Zitat von Markus Persson fiel im Zusammenhang mit der Diskussion über ein Video des YouTubers Pirate Software. Dieser bezog sich auf die Kampagne "Stop Killing Games", die mittlerweile mehr als 1,3 Millionen Unterschriften sammeln konnte (hier könnt ihr noch mitmachen). Pirate Software meinte, dass diese Petition zu vage und quasi undurchführbar wäre, und im Laufe einer Diskussion fiel dann auf X dieses Statement von Notch:
If buying a game is not a purchase, then pirating them is not theft.
Ein Aspekt seiner Argumentation betrifft dabei den digitalen Erwerb von Spielen, etwa auf Steam. Viele digitale Spielekäufe sind heutzutage lediglich Lizenzen zur Nutzung und inkludieren keineswegs den echten Erwerb des Produkts. Wenn Spieler ein Spiel nicht wirklich besitzen, sondern nur eine Lizenz erwerben, die unter Umständen entzogen werden kann (z.B. bei Serverabschaltung oder Kontosperrung), dann sei laut Persson dementsprechend die rechtliche Grundlage für die Verurteilung von Piraterie als Diebstahl geschwächt.
Was rät Notch Entwicklern, die Spiele abschalten wollen?
Als ein X-Nutzer ihn fragt, ob er einen Rat für Entwickler habe, was sie im Falle des Abschaltens von Spieleservern tun sollten, antwortet er, dass diese lediglich die Möglichkeit bieten müssten, das Spiel auf einem eigenen Server hosten zu können. Ganz einfach prinzipiell, mal schauen, wer sich in Zukunft daran halten wird. Perssons Aussagen haben in der Gaming-Branche und unter Spielern schon immer für Anregungen und Diskussionen gesorgt.
Während einige seine liberalen Ansichten als progressiv und kundenfreundlich betrachten und regelrecht abfeiern, sehen andere darin eine Verharmlosung von Urheberrechtsverletzungen. Ungeachtet der Kontroverse hat sich Minecraft unter seiner Führung zu einem der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten entwickelt, was oft als Argument für seine Position herangezogen wird, dass Qualität und Community-Bindung wichtiger sind als aggressive Anti-Piraterie-Maßnahmen.
Quelle: Markus "Notch" Persson, via X
