The Elder Scrolls Online: Nachfolgeprojekt wurde nach sieben Jahren Entwicklung gecancelt

News Jonas Herrmann
The Elder Scrolls Online: Nachfolgeprojekt wurde nach sieben Jahren Entwicklung gecancelt
Quelle: Zenimax

Microsoft hat auf einen Schlag mehr als 9000 Stellen abgebaut. Betroffen ist davon auch Entwickler Zenimax, weshalb ein seit 2018 entwickeltes Spiel nun nie auf den Markt kommen wird.

Die nächste große Entlassungswelle bei Microsoft hat mehr als 9000 Stellen getroffen. Zwischen 1000 und 2000 dieser Stellen stammen offenbar auch aus der Gaming-Sparte. Die Folge daraus ist unter anderem, dass mehrere Spiele, die sich bis zuletzt noch in Entwicklung befanden, mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.

Eines davon ist das unter dem Codenamen "Blackbird" bekannte MMORPG der "The Elder Scrolls Online"-Entwickler Zenimax Online Studios. Wie der bekannte Gaming-Journalist Jason Schreier auf Bluesky bestätigte, werden die seit 2018 laufenden Arbeiten an dem Spiel nicht fortgesetzt.

Neues MMORPG nach sieben Jahren eingestellt

Zenimax hatte zuletzt vor allem an Updates und DLCs zum 2014 erschienenen MMORPG aus dem "The Elder Scrolls"-Universum gearbeitet. Das Spiel hatte zum Start mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, hält sich aber trotzdem seit mittlerweile mehr als zehn Jahren wacker und kann nach wie vor regelmäßig viele Spieler in seinen Bann ziehen.

Mehrere Job-Ausschreibungen hatten aber schon seit Jahren darauf hingedeutet, dass bei Zenimax auch noch an einem anderen Projekt gearbeitet wird. Blackbird, wie der Titel intern wohl genannt wurde, sollte ebenfalls ein MMORPG werden, allerdings ohne eine schon bekannte IP. Ein komplett neues Spiel war also geplant.

Der Game Director Ben Jones hatte 2022 angegeben, dass er schon seit viereinhalb Jahren an dem Spiel arbeitet, was bedeutet, dass es mindestens seit 2018 in Entwicklung gewesen sein muss. Eine offizielle Bestätigung oder Material aus dem Spiel gab es allerdings nie.

In einem LinkedIn-Post hat Jones das Aus von Blackbird mittlerweile bestätigt. Es sei eines der aufregendsten und ambitioniertesten Projekte gewesen, an denen er je gearbeitet hat. Das Ende dieser Reise erfülle ihn mit großer Trauer.

Gleichzeitig richtet er auch den Blick nach vorne. Seine nächste Aufgabe sieht er demnach darin, all jenen, denen nun überraschend gekündigt wurde, zu helfen, neue Jobs zu finden. Er habe das Team in über sieben Jahren selbst zusammengestellt und kenne die Stärken und Leidenschaften jedes Einzelnen genau.

Weitere Spiele und Studios betroffen

Zenimax ist nicht das einzige Microsoft-Studio, das von der jüngsten Entlassungswelle erfasst wurde. Auch beim legendären Studio Rare, bei dem zuletzt Sea of Thieves entstanden ist, gibt es Kürzungen. Das geplante Spiel Everwild wurde ebenfalls eingestellt. Selbiges gilt für das Reboot von Perfect Dark. Das entwickelnde Studio The Initiative wurde sogar komplett geschlossen.

Quelle: Jason Schreier auf BlueSky, Ben Jones auf LinkedIn

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