Sword Hero: Entwickler kritisiert fehlende Physik und Interaktion in modernen Spielen

News David Fabricius
Sword Hero: Entwickler kritisiert fehlende Physik und Interaktion in modernen Spielen
Quelle: ForestWare

Ein Indie-Entwickler von Sword Hero kritisiert moderne Spiele. Mehr Physik, mehr Reaktion und echte Systeme sollen zeigen, was vielen Blockbustern fehlt.

Der Entwickler des kommenden Rollenspiels Sword Hero ist überzeugt, dass viele heute Spiele fulminant aussehen. Aber sie fühlen sich aber leer an. Es gibt zu wenig Interaktionen, zu wenig Physik und zu viel Kulisse. Genau das will er mit seinem Projekt wieder ändern. Ein anderes Genre fernab von Sword Hero dürfte immersive Elemente enthalten. Es handelt sich um GTA 6. Take-Two hat kürzlich den Marketing-Start für diesen Sommer bestätigt.

"Wir haben Physik in Spielen verloren"

Csaba "ForestWare" Székely beschreibt Sword Hero selbstbewusst als Eurojank-RPG, also als ein bewusst raues, aber ambitioniertes Open-World-Spiel, das sich stärker an den systemischen PC-Rollenspielen der 90er- und frühen 2000er-Jahre orientiert. Komplexe NPC-Routinen, physikbasierte Interaktionen und emergentes Gameplay stehen an oberster Stelle. Im Gespräch mit PC Gamer kritisiert Székely eine Entwicklung, die viele Spieler längst spüren: "Zunehmend wurden Ressourcen in grafische Treue und Texturauflösung gesteckt, und wir haben Dinge wie Physik in Spielen verloren."

Als Beispiel nennt er Nvidias PhysX. Es war einst ein großes Versprechen für interaktive Welten und ist heute kaum noch relevant. Spiele würden zwar tolle Szenen zeigen, diese aber kaum spielerisch nutzen. Man bewege sich seiner Meinung nach zu oft nur durch statische 3D-Kulissen mit Kollisionen. Selbst grundlegende Reaktionen wie Einschusslöcher oder zerstörbare Objekte seien keine Selbstverständlichkeit mehr. Für Trailer und Screenshots funktioniere das, für langfristige Immersion jedoch kaum.

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Deswegen entsteht Sword Hero

Székely sieht darin auch den Grund, warum Spiele von Studios wie Larian oder CD Projekt heute wieder so stark nachgefragt sind. Diese Titel setzen weniger auf reine Präsentation und mehr auf Reaktion der Spielwelt: Entscheidungen haben Konsequenzen, Systeme greifen ineinander, und Spieler dürfen experimentieren. Sword Hero folgt laut des Entwicklers genau diesem Ansatz. Das Open-World-RPG ist klar von Klassikern wie Gothic inspiriert und setzt bewusst auf Freiheit statt Führung und auf Systeme statt Skripte. Dass das Projekt auf Kickstarter seine Ziele deutlich übertroffen hat, wertet der Entwickler als Bestätigung. Viele Spieler sehnen sich offenbar nach genau dieser Art von Rollenspiel.

Wer wissen will, ob diese Philosophie aufgeht, muss nicht lange warten. Eine Demo zu Sword Hero ist bereits auf Steam verfügbar. Wenn euch der alte Stil nicht abschreckt und ihr die Meinung des Entwicklers teilt, könnte es ein Geheimtipp für euch sein. Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.

Quelle: PC Gamer

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