Riesiger Spiele-Streik wegen Künstlicher Intelligenz - diese Änderungen treten in Kraft

News Alexander Leitsch
Riesiger Spiele-Streik wegen Künstlicher Intelligenz - diese Änderungen treten in Kraft
Quelle: League of Legends 

Seit Sommer 2024 läuft ein Streik in den USA, der die Gamingbranche betrifft. Der große Knackpunkt ist die KI, die Arbeitsplätze gefährdet.

Gute Videospiele zeichnen sich durch viele Dinge aus. Sie benötigen eine passende Grafik, eine glaubhafte Welt, eine gute Geschichte und ein starkes Gameplay. Was oftmals unterschätzt wird, ist jedoch das Sounddesign. Das betrifft sowohl die Geräusche im Spiel, als auch den Soundtrack und das Voice-Acting von Charakteren.

Doch bei den Synchronsprechern herrscht in den Vereinigten Staaten derzeit viel Missmut. 2022 lief ein Vertrag zwischen den Gaming-Studios und der SAG-AFTRA, einer Gewerkschaft von Schauspielern und Sprechern aus Radio und TV, aus. Versuche, diesen Vertrag zu verlängern, scheiterten - primär am Thema KI. Denn immer mehr Studios setzen auf künstliche Stimmen, um sich so Kosten zu sparen.

Die SAG-AFTRA trat deshalb im Juli 2024 in einen Streik, der noch immer andauert. Das hat Auswirkungen auf einige große Videospiele, denn unter den 160.000 Mitgliedern der Organisation befinden sich viele bekannte englische Stimmen.

In League of Legends etwa können einige neue Skins für Champions nicht mit angepassten Voice-Lines versehen werden. Anfang März gab das Studio MiHoYo bekannt, dass einige Charaktere in Genshin Impact und Zenless Zone Zero komplett neue Sprecher bekommen, weil die eigentlichen englischen Stimmen noch immer streiken. Man munkelt sogar, dass dies auch Auswirkungen auf die Entwicklung von GTA 6 hat.

Und obwohl die Situation ziemlich festgefahren ist, gibt es immer wieder Ausnahmen. So wurden bereits Verträge mit einzelnen Studios geschlossen, die sich bereit erklären, den Forderungen der Sprecher-Organisation zuzustimmen. Und nun wurden zwei weitere Vereinbarungen getroffen.

Studenten und Game Jams bekommen die besten Sprecher der USA

Bei der ersten Vereinbarung handelt es sich um das Student Interactive Waiver Agreement. Das besagt, dass Studenten, die Spiele entwickeln und selbst die Rechte daran behalten, mit den Schauspielern und Sprechern zusammenarbeiten dürfen. Damit wolle man die neue Generation der Entwickler unterstützen und gleichzeitig für die Arbeit mit echten Menschen sensibilisieren.

Zudem einigte man sich auf das Game Jam Waiver Agreement, welches festlegt, dass die Sprecher an Game Jams teilnehmen können, sofern das Projekt keine Einnahmen einbringt. Insgesamt betonte die Gewerkschaft, dass viele ihre Mitglieder sehr darin interessiert seien, mit der Gaming-Branche zusammenzuarbeiten, es aber klare Regeln dafür brauche. Mit der SAG-AFTRA arbeiten unter anderem Electronic Arts, Activision, Warner Bros. Games und Take 2 zusammen. Sie alle haben derzeit keinen Zugriff auf die Sprecher der Gewerkschaft.

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