Pokémon-Sammelkarten erlebten lange einen gewaltigen Spekulationsboom. Seltene Karten wechselten für hohe Summen den Besitzer, Sammler und Händler beobachteten jede neue Veröffentlichung genau. Inzwischen beginnt sich die Lage zu verändern.
Der Markt für Pokémon-Sammelkarten scheint sich in Japan deutlich zu beruhigen. Preise vieler Karten fallen, während Händler berichten, dass sich Spekulanten zunehmend aus dem Markt zurückziehen. Während der Covid-19-Pandemie stiegen die Preise vieler Karten stark an. Neben Sammlern und Spielern entdeckten auch Scalper und Investoren das Sammelkartenspiel für sich. Inzwischen scheint dieser Trend jedoch nachzulassen. Letztens kamen frische Details zu einem neuen Pokémon-Spiel hervor. Es handelt sich hierbei um Pokémon Pokopia. Erstes zeitlich begrenztes Event auf der Nintendo Switch 2 startet in Kürze.
Pokémon-Sammelkarten: Preise vieler Karten sinken deutlich
Das japanische Medium Daily Shincho berichtet, dass mehrere Pokémon-Kartengeschäfte im ganzen Land schließen mussten. Hintergrund sind stark fallende Preise für viele Karten. Ein Händler aus Tokio nannte ein Beispiel aus dem oberen Preissegment: Die beliebte Lillie Full Art mit Illustration von Naoki Saito verlor massiv an Wert. Der Ankaufspreis sei von etwa 65.000 US-Dollar auf weniger als 15.000 US-Dollar gefallen.
Auch andere Karten sind deutlich günstiger geworden. Laut Händler kosten manche seltenen Karten, die zuvor über 300 Dollar gehandelt wurden, inzwischen nur noch etwa 30 Dollar. Ein Grund dafür liegt in der größeren Verfügbarkeit. Viele Investoren verkaufen derzeit ihre Sammlungen, wodurch mehr Karten auf den Markt gelangen.
Fälschungen und neue Sammeltrends
Zusätzlich machen hochwertige Fälschungen dem Markt zu schaffen. Einige Kopien sind inzwischen so gut produziert, dass sie sich nur schwer von echten Karten unterscheiden lassen. Während der Kartenmarkt abkühlt, richtet sich das Interesse mancher Scalper bereits auf andere Produkte. Gefragt sind aktuell Sticker, vor allem sogenannte "3D Bonbon Drop"-Sticker.
Diese wurden ursprünglich von Kindern gesammelt, ziehen inzwischen jedoch auch Erwachsene an, die auf steigende Preise hoffen. Für viele Spieler hat die Entwicklung jedoch einen positiven Nebeneffekt: Pokémon-Karten werden wieder leichter verfügbar. Laut Händlern gehören lange Warteschlangen vor Kartenläden inzwischen der Vergangenheit an. In vielen Spielwarengeschäften liegen die Produkte wieder ganz normal im Regal und sind für Kinder wieder bezahlbar.
Quelle: automaton-media
