Spellforce 2

Test David Bergmann

100 Stunden Spiel für 20 Euro -- ein Paradies für Schnäppchenjäger.

Mit drei Titanen wird auch die wagemutigste Party kaum fertig. Glücklicherweise dürfen Sie Helden nach deren Ableben wiedererwecken. Mit drei Titanen wird auch die wagemutigste Party kaum fertig. Glücklicherweise dürfen Sie Helden nach deren Ableben wiedererwecken. Spellforce 2 ist sowohl Echtzeit-Strategie als auch Rollenspiel. Es ist ein Unikat, das in keine Schublade passen will. Die Rahmenhandlung wird dabei in bester Rollenspiel-Manier erzählt: Wir streifen mit unserer sechsköpfigen Truppe von Abenteurern durch eine riesige Fantasywelt und lösen verschiedenste Aufträge. Schlachten schlagen wir dagegen wie in WarCraft 3: mit Basenbau und allem Drum und Dran.

Richtig Rolle spielen

Händler bieten viele Waren feil, allerdings gibt es für erkundungsfreudige Abenteurer genügend kostenlose Schätze zu entdecken. Händler bieten viele Waren feil, allerdings gibt es für erkundungsfreudige Abenteurer genügend kostenlose Schätze zu entdecken. Der Rollenspielpart gestaltet sich abwechslungsreich. Mal sind wir mit einem Spürhund auf der Suche nach vermissten Kindern, dann sollen wir Passanten beklauen, oder wir befreien ganz klassisch gekidnappte Prinzessinnen. Für niedergestreckte Feinde und erledigte Quests gibt’s Erfahrungspunkte -- außerdem erbeuten wir jede Menge Gold und Ausrüstung. Das ist aber noch nicht alles; ohne Charakterentwicklung wäre Spellforce 2 kein Rollenspiel. Wir bilden unsere Helden zu Nahkämpfern, Magiern oder Alleskönnern aus. Bequem: Auf Wunsch übernimmt der Computer die Weiterbildung unserer Party.

Baumeister und Schlachtenlenker

Der Strategie-Part von Spellforce 2 kann sich durchaus mit WarCraft & Co messen. Drei ausbalancierte Fraktionen spielen Sie im Verlauf der Kampagne oder natürlich auch im Mehrspielermodus. Klassisch geht’s dann mit Ressourcenabbau und Armeeaufbau zur Sache. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Truppenverhalten lässt sich nur rudimentär beeinflussen, Formationen fehlen völlig. Viel zu übermütige Einheiten lassen so oftmals ausgebuffte Strategien verpuffen. Dank des flotten Basenbaus und der epischen Massenschlachten macht Spellforce 2 aber auch strategisch eine gute Figur.

¬ Originaltest in Heft 04/2006

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