CAGGTUS 2024 - Enttäuschend und dennoch wichtig

Special Tobias Meyer
CAGGTUS 2024 - Enttäuschend und dennoch wichtig
Quelle: Leipziger Messe / Tom Schulze

Mit der CAGGTUS ging die größte LAN-Party Deutschlands dieses Jahr in die zweite Runde. Der geistige Nachfolger der Leipziger Dreamhack brach zwar einen neuen Besucherrekord, doch in einigen Bereichen enttäuschte der Gamer-Treff.

Wer sich die knapp 150 Euro für das LAN-Ticket sparen, dennoch etwas LAN-Feeling erleben wollte, konnte die Free-Play-Area nutzen. Getrennt in U16 und Ü16-Bereiche, konnte man sich hier an einen freien Rechner setzen und all die Spiele spielen, die man ohnehin schon zu Hause hat.

Zwar saß man hier mit zig anderen Spielern in einer Reihe, aber LAN-Feeling kam hier keinesfalls auf. Viel eher nutzten wir den Bereich höchstens, um Wartezeiten herumzubekommen. Vorausgesetzt, es waren Plätze für die Gruppe frei. Und selbst als wir das ein oder andere Mal am Rechner saßen, konnten wir nicht alles spielen, weil manche Inhalte nicht verfügbar waren - Riot Vanguard lässt grüßen.

Blick von der Hauptbühne auf das Publikum Quelle: Leipziger Messe / Tom Schulze Die einzigen Spiele, die "wirklich" ausgestellt wurden, waren einige Titel von Indie-Entwicklern, die aus allen Ecken Deutschlands nach Leipzig fuhren. Dieser kleine Bereich wurde auch gut angenommen, denn zu jeder Zeit waren die drei kleinen Gänge proppenvoll.

Etwas schade war nur, dass dieser Bereich fast schon im Abseits platziert wurde - einerseits im Schatten der großen Hauptbühne und andererseits versteckt hinter dem Stand des regionalen Bier-Anbieters.

Auch, wenn uns die Messe nach den drei Tagen nicht vollends begeistern konnte, möchten wir trotzdem mit ein paar positiven Worten schließen. Denn LAN-Spieler, mit denen wir vor Ort sprechen konnten, waren begeistert. Die Infrastruktur stimmte und es wurden auf Wünsche der Spielerschaft des vergangenen Jahres eingegangen.

PCs auf der LAN-Party leuchten grün Quelle: Leipziger Messe / Tom Schulze So ein wenig können wir auch nachvollziehen, dass man verhindern möchte, dass Journalisten den ganzen Tag durch die Reihen der LAN laufen und Spieler vollquatschen. Aber ein kleines Zeitfenster wäre trotzdem nett gewesen.

Aber egal ob LAN oder Expo, im Zentrum standen bei der CAGGTUS nicht die Spiele, sondern die Spieler. Es ging um das Begegnen, die Gemeinschaft und das gemeinsame Interesse. eSportler und Influencer waren gleichgestellt mit Besuchern in den Hallen unterwegs und verbrachten gemeinsame Zeit.

Genau deshalb sind Videospiel-Messen so wichtig - ganz egal, ob groß oder klein. Es sind Orte, an denen Gamer zusammenkommen, Freunde treffen oder neue kennenlernen.

Gleichermaßen sind es aber auch Veranstaltungen, die nach außen zeigen, dass Videospiele in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und ein allgegenwärtiges Thema für viele Menschen sind. Und wenn wir eine Sache von der CAGGTUS mitgenommen haben, dann, dass es mal wieder Zeit wird sich ein paar Freunde zu schnappen, einen gemeinsamen Raum zu suchen und ein ganzes Wochenende gemeinsam zu zocken.

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