Spartan: Total Warrior

Test

Kein antikes Volk war härter im Nehmen als die Spartaner -- das müssen jetzt auch die römischen Legionen auf schmerzhafte Weise erfahren!

K aiser Tiberius von Rom streckt seine gierigen Griffel nach Griechenland aus. Unter seinem Feldherren Crassus fällt ein Staat nach dem anderen, lediglich Spartas König Leonidas leistet den Legionären Widerstand. Während der Geschichtslehrer bei diesem historischen Kuddelmuddel die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wetzt der Spieler bereits die Messer: Als namenloser Held, von allen einfach "Spartaner" genannt, verschlägt es ihn mitten in den Kampf um die Heimat.

Abwechslung in der Antike

Dass ihr bei "Spartan: Total Warrior" in erster Linie brachiale Massenschlachten bestreitet, sollte nach diversen Vorschauen hinlänglich bekannt sein. Aber wer meint, er komme nur mit seinen Metzelkünsten durch die klassische Antike, muss umdenken: Die Missionen bestechen allesamt durch verschiedene Aufgabenstellungen, die im Missionsverlauf mehrmals aktualisiert werden.

Eine weitere Maßnahme gegen die genretypische Eintönigkeit ist das Waffenarsenal. Euer namenloser Krieger zieht zwar anfangs nur mit Schwert und klassischem Rundschild in den Kampf, aber die Rüstungskammer wird regelmäßig aufgestockt. So erfreuen etwa die Zwillingsschwerter der Athene durch ihre hohe Schlagfrequenz und mit dem mächtigen Hammer, den ihr einem Barbarenfürsten abnehmt, dellt ihr auch den härtesten Helm ein. Daneben steht stets ein flotter Langbogen zur Verfügung, mit dem ihr weit entfernte Fieslinge aufs Korn nehmt. Blockfreudige Gegner wiederum holt ihr mit einem rabiaten Schildstoß von den Beinen, um ihnen dann mit dem Schwert den Rest zu geben. Auch magische Attacken sind möglich: Genügend Energie vorausgesetzt, könnt ihr eure Feinde mit Blitzschlägen rösten, sie in Brand stecken oder sie mit dem Schild der Medusa zu Stein verwandeln.

Held nach Mass

Legt ihr euch in den umfangreichen Missionen ins Zeug, ist euch die Gunst der Götter gewiss. Je nach Leistung dürft ihr dann Lebensenergie, Schlagstärke und magische Macht mit entsprechend vielen Punkten aufmöbeln. Neben besserer Kampfleistung freut ihr euch über gediegenere Outfits: Startet euer Held anfangs mit ziemlich wenigen Ausrüstungsgegenständen, stolziert er später mit goldenem Helm und Brustpanzer durch die Levels. Diese sind nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch abwechslungsreich: Beginnt ihr vor den vertrauten Toren Spartas, kämpft ihr euch im Verlauf des Spiels durch karges Ödland, die Ruinen des zerstörten Troja, die engen Gassen von Athen, die Alpen und das Flavische Amphitheater, heute besser bekannt als das Kolosseum von Rom.

Neben den normalen Hackereien erwarten euch dort auch das ein oder andere Rätsel sowie dicke Endgegner, die an die alten Stop-Motion-Filme eines Ray Harryhausen erinnern. Der Kampf gegen die vielköpfige Hydra zum Beispiel überzeugt nicht nur grafisch, auch spielerisch macht das Monster-duell einiges her. Wie Herakles muss auch euer Spartaner erst die Häupter des Schlangenmonsters zerstören und anschließend mit Feuerpfeilen verhindern, dass neue Köpfe nachwachsen.

Eifrige Sammler werden belohnt: Neben freischaltbaren Entwicklerskizzen findet ihr auch Extras und Kampfplätze für den Arena-Modus. Dort könnt ihr euch dann nach eigenem Gutdünken Kampfszenarios zusammenstellen: Gegen wen kämpft ihr? Welche Extras stehen zur Verfügung? Befinden sich sinnvoll platzierte Sprengsätze in der Gegend? Für genügend Abwechslung ist also auf lange Sicht gesorgt. ?TN

Fazit

Wertung zu Spartan: Total Warrior (PS2)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Komplexe, aber dennochsehr eingängige SteuerungViel AbwechslungSehr gute deutsche SprecherTolle GrafikGroßer UmfangViele Gegner auf einmal
Die Musikkulisse wirkt eheruninspiriert
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