Sorcery im Gamesaktuell-Test: Spaßige Move-Fuchtelei mit guter Steuerung - hat sich das Warten gelohnt?
TestSorcery im Gamesaktuell-Test: Eigentlich sollte das PS3-Spiel zusammen mit Move erscheinen - das war vor rund zwei Jahren. Hat sich das Warten gelohnt oder sollte man den virtuellen Zauberstab lieber links liegen lassen?
Vor rund zwei Jahren erschien Playstation Move zusammen mit Socery - zumindest war so der Plan. Dass es anders gekommen ist, wissen wir nicht erst seit gestern. Das Spiel rund um den Zauberlehrling Finn ließ lange Zeit auf sich warten, ob es sich gelohnt hat, erfahrt ihr in unserem Gamesaktuell-Test.
Dazu hat sich Games Aktuell-Redakteurin Katharina Reuß den virtuellen Zauberstab geschnappt und sich in Form des Zauberlehrlings auf Abenteuerjagd begeben. Dabei berichtet sie von den Stärken und Schwächen des Move-Titels und verrät uns ihre ganz persönliche Einschätzung. Mehr zu Sorcery wartet auch auf unserer Themenseite auf euch.
Hat sich das Warten gelohnt?
Finn ist nur ein Zauberlehrling, und doch ruht das Schicksal der fantastischen Welt von Sorcery auf den Schultern des schmächtigen Jünglings. Es liegt an ihm, die bösartige Albtraumkönigin in ihre Schranken zu weisen und den Frieden wiederherzustellen. Hilfe erhält er nicht nur durch arkane Kräfte, die er mit dem Zauberstab kontrolliert, sondern auch von der sprechenden Katze Erline.
Hex, Hex!
Quelle: Sony
Für ein richtiges Aha-Erlebnis reicht Sorcery im Jahr 2012 nicht mehr.
Sorcery wird mit der Beegungssteuerung Move gespielt. Zunächst beherrscht Finn nur rudimentäre Angriffe, die mit einem Schwingen des Move-Controllers nach vorne aktiviert werden. Später kommen komplexere Zauber hinzu, die einem von verschiedenen Elementen zugeordnet sind – darunter zum Beispiel Eis und Feuer – und die frei miteinander kombiniert werden können. Das macht jede Menge Spaß und sieht dank beeindruckender Effekte zudem auch noch wirklich hübsch aus. Zur weiteren Auflockerung des Geschehens trägt das Brauen von Tränken bei, die erst gemixt und gerührt werden müssen, bevor sie Finn mit verbesserten Attributen wie zum Beispiel zusätzlicher Widerstandskraft versehen.
Auch wenn ab und zu Schlösser und Schatzkisten geöffnet sowie Rätsel gelöst werden müssen, machen die Kämpfe einen Großteil von Sorcery aus. Die Gestensteuerung funktioniert die meiste Zeit ordentlich, die Auswahl der Zauber mit Hilfe von Gesten klappt aber nicht immer. Außerdem fokussiert die Kamera automatisch einen vom Spiel ausgewählten Gegner – in Räumen mit mehreren Feinden ist das ein Problem, da Finn dann den Attacken von Widersacher, die hinter ihm stehen, schutzlos ausgeliefert ist. Technisch gibt sich der Titel nicht mehr so knallbunt und cartoonhaft wie in den ersten Szenen, die vor zwei Jahren gezeigt wurden. Dennoch ist die Fantasywelt farbenfroh und atmosphärisch, vor allem jüngere Zocker werden sich sofort in der magischen Heimat Finns wohlfühlen.
Der verträumte Sound inklusive der deutschen Vertonung ist ebenfalls gelungen. Auch wenn die Hintergrundgeschichte rund um Finn und Erline humorvoll präsentiert wird und der Protagonist erfrischend charmant wirkt, täuscht das nicht über die recht stereotype Story rund um einen Bösewicht, der die Welt vernichten möchte, hinweg. Sobald ihr die Möglichkeit zur Element-Kombinations-Magie erhaltet, macht Sorcery wirklich Spaß – davor wirkt das Zaubern per Gestensteuerung stellenweise noch wie eine ansehnliche Tech-Demo für PlayStation Move.
