Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron

Test Michael Grünwald
Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron
Quelle: PC Games/Endnight

Die Version 1.0 von Sons of the Forest bringt neue Elemente und Verbesserungen ins Spiel. Wir haben uns erneut auf die Mutanteninsel begeben - unser Test!

Carpe Diem

Die absolut fantastische Spielwelt lässt solche kleinen Probleme aber im Handumdrehen vergessen. Obwohl wir bei unseren Erkundungen häufig einfach nur durch den Wald schlendern, bekommen wir ständig etwas zu sehen.

Manchmal sind das lediglich wunderschöne Landschaftsabschnitte, an denen wir direkt Pläne für eine neue Behausung schmieden. Recht häufig begegnen wir Rehen, Elchen, Hasen und seit der Version 1.0 auch ganzen Waschbärfamilien. Doch das absolute Highlight stellen die Begegnungen mit den verschiedenen Stämmen dar.

Es fühlt sich so an, als hätten die Eingeborenen einen festen Tagesablauf. Stoßen wir auf eines ihrer Lager, entdecken wir gefangene Mutanten, Patrouillen, kochende Ureinwohner und vieles mehr. Das Interessante dabei: Im Laufe der Zeit verändern die Inselbewohner ihr Verhalten uns gegenüber. Zunächst sind sie lediglich neugierig, beobachten uns und greifen nicht an.

Figur streckt zwei Eingeborenen einen abgetrennten Schädel entgegen Quelle: Endnight Games Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (2) Ab einem gewissen Zeitpunkt attackieren sie allerdings unsere Gebäude und auch in unsere Richtung fliegen die ersten Speere. Ob es einen Triggerpunkt gibt und wir die Angriffe komplett verhindern können, lässt sich nach unseren Durchläufen nicht sagen. Vielleicht mögen es die Ureinwohner nicht, wenn wir den Wald abholzen oder unseren Unterschlupf in einem bestimmten Gebiet ausbauen. Um das herauszufinden, braucht es allerdings ein noch genaueres Studium.

Das Verhalten der NPCs verhilft der Spielwelt dabei, äußerst lebendig herüberzukommen und alleine das Aufeinandertreffen sorgt für ordentlich Nervenkitzel. Ein wenig vermissen wir dagegen aggressive Tiere. Außer Haien stellt uns die Fauna vor keine Herausforderungen. Mit Wölfen und Wildschweinen, die auch die Lager der Eingeborenen angreifen, wäre beispielsweise noch mehr Vielfalt vorhanden.

Zwei Wale liegen tot am Strand Quelle: Endnight Games Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (4)

Fight Club

Insgesamt ist Sons of the Forest wie schon der Vorgänger ein sehr klassisches Survival-Spiel und ausgesprochen fair gebalanced. Wir müssen nicht ständig essen und trinken, können durch körperliche Ertüchtigung Stärke aufbauen und mit ausreichend Schlaf steht uns mehr Ausdauer zur Verfügung.

Es gibt außerdem etliche Möglichkeiten, die verschiedenen Attribute über einen bestimmten Zeitraum zu stabilisieren. Mit Energieriegeln und Energy-Drinks bleibt unser Charakter zum Beispiel länger fit. Sobald wir einen Kochtopf finden, lassen sich zudem sämtliche Gerichte zubereiten, die für einige Buffs sorgen. Die wiederum helfen uns in Kämpfen.

Und wenn wir die Story vorantreiben möchten, müssen wir uns in die finsteren Höhlen der Insel stürzen. Dort lauern dann die richtigen Gefahren auf uns, denn die missgebildeten Mutanten sind stärker als die Ureinwohner und stecken deutlich mehr Schaden ein. Schlecht ausgerüstet überleben wir in der Dunkelheit nur kurze Zeit.

Erst mit einer Taschenlampenvorrichtung an der Waffe, Feuerpower und dem ein oder anderen Molotov-Cocktail im Gepäck wagen wir uns immer tiefer in die Finsternis. Aber das wird belohnt, schließlich gibt's dort Geheimnisse, Story-Fortschritt und wichtige Items wie eine Schaufel und ein Katana.

Die Kämpfe gegen die unterschiedlichen Mutanten sind zwar herausfordernd, aber aufgrund der Vielfalt an Nah- und Fernkampfwaffen auch ziemlich spaßig. Egal, ob Speer, Armbrust oder Schrotflinte, jedes Gadget hat eigene Stärken und Schwächen.

Im Vergleich zum Early-Access-Release gibt's nochmal etliche Gegnertypen obendrauf. Unter anderem versuchen uns riesige Klopper mit Sprungangriffen zu plätten und Ureinwohnerinnen stürmen mit selbstgebastelten Klauen an den Händen auf uns zu. Wir brauchen für viele Feinde eine eigene Taktik oder eben genügend Munition.

Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (8) Quelle: Endnight Games Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (8)

The Day After Tomorrow

Einen Gegner der ganz anderen Art dürfen wir ebenfalls nicht unterschätzen. Sons of the Forest bietet nicht nur einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel, sondern auch vier Jahreszeiten. Während wir in Frühling, Sommer und Herbst klimatisch noch nicht allzu viel beachten müssen, setzt uns der Winter ordentlich zu.

Wir treffen im Wald auf weniger Tiere, Seen sind zugefroren und die Kälte macht uns zu schaffen. Sobald sich das Laub gelblich färbt, sollten wir also bereits vorsorgen und genug Nahrung sowie Ausrüstung für den Winter sammeln.

Haben wir uns ein kleines Anwesen auf einer Insel gebaut, sind wir dort aufgrund des Eises auch nicht mehr vor feindlichen Angriffen sicher. Die kalte Jahreszeit ist ein hartes Pflaster und stellt uns Jahr für Jahr vor neue Herausforderungen. Sollten wir doch einmal überwältigt werden, wachen wir in Gefangenschaft von Eingeborenen auf und erhalten eine zweite Chance. Geben wir im Anschluss erneut den Löffel ab, ist unsere Survival-Reise beendet und wir können nur noch den letzten Speicherstand laden.

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