Sonic Superstars gespielt: Ein gutes Sonic-Spiel, ist das denn überhaupt legal?
Special 35,99 €
Wir können es auch kaum glauben, aber nachdem wir Sonic Superstars erstmals spielen konnten, müssen wir überrascht sagen: Das Spiel ist nicht absoluter Müll!
Bei vielen althergebrachten Serien halten sich die guten und die schlechten Titel die Waage, bei manchen wie Super Mario gibt es im Grunde kaum ein schlechtes Spiel; und dann ist da noch Sonic the Hedgehog, bei dem man seit geraumer Zeit die richtig guten Abenteuer an einer Hand abzählen kann, sofern man die, frei zitiert nach Jurassic Park, unter dem "riesigen Haufen Mist" überhaupt zu finden imstande ist. Also zumindest, was jene Sonic-Titel angeht, die direkt von Team Sonic entwickelt wurden, dem Team, bei dem die Hauptserie zu Hause ist; ein etwas trauriger Umstand, wenn der eigene Name, nun ja, Sonic in sich trägt. Sonic Mania, The Murder of Sonic the Hedgehog, die überraschend exzellenten Mobile-Ports, das entstand alles extern.
Dringende Zeit also für Team Sonic (in Zusammenarbeit mit Arzest, die etwa Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen 2016 für den 3DS entwickelt haben), den reichlich angekratzten Ruf zu retten! Je nachdem, wen man fragt, ist das bereits mit Sonic Frontiers gelungen (der Autor dieser Zellen findet: nicht wirklich). Spätestens mit Sonic Superstars (jetzt kaufen 26,90 € / 35,99 € ) soll es nun aber wirklich soweit sein: Pures 2D statt 3D, klassische Qualitäten, Verzicht auf kontroverse Elemente wie die Homing Attack (sofern man sie nicht via Emerald extra ausrüstet, dazu später mehr), ein recht klares Orientieren an den Stärken des unter Fans hochgelobten Sonic Generations - da geht den Fans das Herz auf, wenn sie das hören!
So weit die Theorie. Nach dem starken ersten Trailer waren wir ergo sehr gespannt, wie sehr sich diese Versprechen in die Wirklichkeit übertragen. Und was sollen wir sagen: Ja doch, das hat alles Hand und Fuß! Wir sind selbst überrascht.
Willkommen zurück!
Beim Anspielen standen uns vier Levels zur Verfügung, in denen wir unserem Geschwindigkeitsrausch frönen konnten, beziehungsweise teilweise ganze Zonen, die wie in den meisten 2D-Spielen der Reihe aus zwei thematisch verwandten Welten bestehen.
Quelle: Sega
Bridge Island ist dabei der klassische Einsteigerlevel; simpel, freundlich, thematisch auf Gras und sonnige Hintergründe setzend; also genau das, was Green Hill Zone seit Jahr und Tag bietet, nur halt mit anderem Namen. Hey, wir sind ja schon darüber froh! Schon wieder Green Hill zu durchsausen, wäre beim (wahrscheinlich nicht nur) gefühlt zehnten Mal doch etwas langweilig geworden.
Welt 2 kennt man so ähnlich auch schon aus diversen Vorgängern: Speed Junge hält, das, was der Name verspricht, inklusive (dank des hohen Tempos nicht immer ganz einfach erreichbarer) Lianen und anderem Gewächs, mit dem man sich Richtung Ziel schleudert.
Pinball Carnival sorgt ebenfalls für wohlige Erinnerungen an selige Sega-Mega-Drive-Tage, während man zwischen Flippern, fröhlichen Klingelgeräuschen und allerlei bunten Lichtern mehr durchstolpert, als sich wirklich strategisch durchzubewegen.
Schön: In allen Welten wird mit Perspektive gespielt, da rennen die Heroen auch mal in den Vorder- oder in den Hintergrund und die Level-Architektur ändert sich mit angenehmer Regelmäßigkeit.
Alte Helden, neue Ideen
Dass Team Sonic nicht nur auf nostalgische Gefühle setzen, sondern auch bei den Levels mit neuen Ideen aufwarten, zeigt zuletzt Cyber Station Zone.
Da wird der eigentliche Look des Spiels kurzerhand über den Haufen geworfen und die Welt samt Feinden und auch den Spielfiguren erblüht in einem echt charmanten Pixellook. Okay, das ist auf gewisse Weise auch nostalgisch, aber für Sonic eine sehr frische Idee. Wir hoffen auf weitere Überraschungen dieser Art!
Auch spielerisch wird hier experimentiert, etwa wenn sich die Spielfiguren kurzerhand in schwebende Quallen verwandeln und dann mit veränderter Steuerung fiesen Fallen und Feinden ausweichen müssen. Am Ende des Levels wurde es rasant, in Raketenform sausten wir da noch schneller als sonst gen Level-Ziel.
Überhaupt, Geschwindigkeit: Wie immer super gelungen ist das Geschwindigkeitsgefühl!
Bildergalerie
Schnell, schneller, Sonic!
Sonic und Konsorten zischten in der von uns gespielten PS5-Version butterweich und mit einem Affenzahn von links nach rechts, rannten durch Loopings, wurden zig Meter weit durch die Gegend geschleudert und donnerten dabei in allerlei Hindernisse. So muss Sonic! Auch schön waren und als überraschend anspruchsvoll erwiesen sich die Bosse, oder zumindest einer davon. Bei den meisten Widersachern liefen die Kämpfe trotz kreativer Gestaltung auf recht schnell erledigtes, präzises "Spring auf die Schwachstelle"-Gameplay hinaus.
